Offener Leserbrief zum Editorial des DULV Magazin aus Februar 2016 - 600 kg

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  • Tarutino schrieb:
    S.-H. Untergrenzen 700 Fuß, Böen cross 22KT, Regen
    Und in der Eifel hatten wir heute einen sehr schönen Flugtag mit viel Sonne und ordentlich Thermik :-)
  • Ich komme!!👍😀

  • Du bist herzlich eingeladen :-)

  • Im Rahmen des Ultraleicht-Flug-Festivals in Ballenstedt am letzten Wochenende haben der 1. Vorsitzende des DULV Jo Konrad und die 2. Vorsitzende des DULV Heike Wieland über den aktuellen Stand der Verhandlungen zum viel diskutierten 600 kg Limit für UL-Dreiachser berichtet. Danach wird es keine gesamteuropäische 600 kg Lösung geben, sondern es wird ein „Opt-out“ zum Tragen kommen. Somit ist es jedem Land selbst überlassen, ob es bei der bestehenden 450 kg MTOM bleibt oder in seinem Territorium das Limit auf 600 kg anhebt. Es kann davon ausgegangen werden, dass dies demnächst so in Brüssel beschlossen wird. Dann geht es darum, dass die deutsche Gesetzgebung das Thema aufgreift. Wenn alles optimal verläuft, dann könnte Mitte nächsten Jahres das Gewichtslimit auf 600 kg in Deutschland angehoben werden.

    Heike Wieland erklärte, dass es im Prinzip nur sie und Jo Konrad waren und keine großen Delegationen, die hinter den Kulissen und in offizieller Mission in Brüssel immer wieder Überzeugungsarbeit leisteten.

    In Kürze soll vom DULV eine Konferenz der europäischen Länder einberufen werden, die ebenfalls das Gewichtslimit anheben möchten, um gemeinsame Bauforderungen mit dem Ziel der gegenseitigen Anerkennung der UL zu erarbeiten.

    Jo Konrad wies auf Nachfrage aus dem Publikum auf zwei Punkte hin:

    1. Der DAeC hat in dieser Frage mit dem DULV immer an einem Strang gezogen und das Vorhaben uneingeschränkt unterstützt.

    2. Das Gewichtslimit von 600 kg gilt nur für neue UL, die gemäß den noch auszuarbeitenden Bauforderungen hergestellt werden. Es wird keine automatische Auflastung der jetzt zugelassenen UL geben. Dabei ist es unerheblich, dass die Muster evt. bereits für höhere Gewichte berechnet und konstruiert sind. Für sie gibt es eindeutige Kennblätter mit dem maximalen Gewichtslimit von 472,5 kg. Sollen sie aufgelastet werden, so sind die Kennblätter seitens der Hersteller gemäß den noch auszuarbeitenden Bauforderungen für UL bis 600 kg MTOM zu ändern. Nur stellt sich die Frage, ob die Hersteller das auch wirklich wollen, denn sie stöhnen jetzt schon, dass sie wegen der Diskussion um die Erhöhung des Gewichtslimits kaum noch UL verkaufen. Dann werden sie wohl größeres Interesse daran haben, neue UL bis maximal 600 kg MTOM auf den Markt zu bringen, als für bestehende UL die Auflastung forciert zu betreiben. Für UL, deren Hersteller nicht mehr existieren, hat es zur Konsequenz, dass es nicht möglich sein wird, die Auflastung entsprechend den neuen Gewichtsgrenzen zu realisieren.

    mike.lima

  • Danke fuer′s Update :)


    Chris

  • Ist natürlich suboptimal. Aber es würde Bewegung schaffen. 

    Dann können wir wieder preiswert Ul fliegen da es einige billige gebrauchte Flieger am Markt geben wird. Die Vereine werden alle austauschen wollen/müssen.  Die gute Nachricht ist, das dann der SPL Schein auch bis 600 KG gültig ist.

    Mit  SPL fliegen wird wieder interessant, da deutlich billiger wie Echo.  Das dürfte die UL Szene wieder beleben. Sobald die Deutschen mit 600 KG Uls im Ausland auftauchen,  wollen die das dann auch haben, wetten?  Oder lassen sie die schweren ULs nicht im Ausland ( Frankreich)  landen?  

    Das die Hersteller lieber neue Uls verkaufen als eine Aufrüstung ist ja verständlich. Aber hoffentlich überleben die überhaupt bis da hin, denn keiner wird jetzt 100 000 Euro ausgeben für ein UL das dann nur noch die Hälfte wert sein wird.  So eine Upgrade Garantie  wäre für das aktuelle Geschäft sicher hilfreich. 

    Ich glaub da noch nicht daran, das die in Berlin das so bald machen.  

  • Es wäre sicher auch jetzt schon für den geneigten UL Hersteller möglich, sein Prüfverfahren und das Kennblatt auf 600 kg umzustellen und in das Kennblatt zu Schreiben: "Dieses UL ist gem. den Anforderungen an ein UL mit 600 kg gebaut. Es darf  momentan nur mit 472,5 kg in Verkehr gebracht werden." Der Zweite Satz wird dann im revidierten Kennblatt später gestrichen. Man kann ja auch geeignete Wohnmobile mit 4 Tonnen bauen und zulassen und auf 3,5 Tonnen ablasten.

    Vielleicht findet ein Hersteller ja so eine Lücke....

    Bernhard

  • Moin, erstmal muss ja festgelegt werden, wie die Auflastung stattfindet.

    Neu berechnen, klar, aber: ein UL, das mit 472kg bei 65km/h stallt, wird für 600kg eine andere Stallspeed haben. Die muss ja auch festgelegt werden. Und das muss dann nachgewiesen werden und ins Handbuch übernommen werden, die Rettungsgeräte werden wohl neu müssen bei höherer Masse etc. Das wird ein ziemlicher Aufwand, sowohl technisch als auch monetär. Das lohnt sich hauptsächlich wohl für Hersteller, deren aktuelle Palette von einer Erhöhung profitieren: Roland, FK, etc. Und dabei könnte es auch für den Bestand etwas bringen. Modelle, die nicht mehr produziert werden sind für den Hersteller uninteressanter, denn ob die Kosten wieder reinkommen??

    Immerhin hat die EU eine Lösung parat, die allen Beteiligten weiterhilft: die, die wollen, dürfen das im Rahmen der nationalen Gesetze. Damit ist auch eine Europäisierung der Linzenzen etc unwahrscheinlicher, und das war ja eine der Befürchtungen bei der Aktion. 

    Es bleibt spannend.

    Gruß Raller

  • BravoEcho schrieb:
    "Dieses UL ist gem. den Anforderungen an ein UL mit 600 kg gebaut. Es darf  momentan nur mit 472,5 kg in Verkehr gebracht werden." Der Zweite Satz wird dann im revidierten Kennblatt später gestrichen.
    ??? Für ein Kennblatt oder auch nur die Sätze bräuchte es erkennbare Bauvorschriften und deren Erfüllung. Wie soll heute jemand etwas bestätigen, was weder als Rahmen von der EU bisher bestätigt ist, noch vom Gesetzgeber in D in eine Bauvorschrift gegossen ist?

    Da fehlt es in der Breite eher etwas an Kenntnis der Zusammenhänge und es ist tatsächlich nicht einfach, diese Kenntnisse zu vermitteln.

    Frank

  • Hallo,

    >
    > ....für den geneigten UL Hersteller möglich, ...in das Kennblatt zu Schreiben:
    > "Dieses UL ist gem. den Anforderungen an ein UL mit 600 kg gebaut."
    >

    Das wird nicht möglich sein, ausser der Hersteller ist Hellseher und
    kennt jetzt schon die noch lange nicht vorhandenen Lufttüchtigkeitsanforderungen
    und Bauvorschriften für die 600kg ULs   ;-)))

    BlueSky9




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