Moin,
ich möchte mich zunächst kurz als "Neuer" vorstellen.
Ich heiße Micha, gerade frische 41, verheiratet, Kind, wohne und fliege derzeit überwiegend auf Mallorca und gelegentlich in Deutschland (EDVA). Ich habe momentan die deutsche SPL und die spanische ULM-Lizenz. Habe mit 17 mit dem Segelfliegen begonnen und bin über Modellflug und Gleitschirmfliegen in 2000 schließlich beim UL-Fliegen gelandet. Derzeit fliege ich ausschließlich Motorschirm, Drachen Trike & Gleitschirm...und stehe nun vor der elementaren Frage, wie (und vor allem mit welchem Gerät) es in der UL-Fliegerei weiter gehen soll.
Da ich die einfachste (und ich finde auch schönste UL-Fliegerei) ausgiebig kenne, möchte ich mir mal ein neues (vor allem schnelleres) Gerät zulegen. Ich war zunächst auf dem Gyro-Trip. Hier auf der Insel sind offene Gyros natürlich erste Wahl und haben unter Bezug auf Ihre Wendigkeit und vor allen Dingen ThermikUnanfälligkeit sicherlich große Vorteile. Gerade im Sommer warten hier die meisten leichten ULs (Trike & Co.) auf die ruhigen Abendstunden bzw. sie stehen richtig früh auf, weil?s hier doch schon thermisch recht heftig zugeht. So richtig haut mich das Gyro-Fliegen allerdings bisher nicht vom Hocker und ich dachte zudem eher an was geschlossenes mit Side by Side Anordnung. In dem Segment gibt’s mit dem XENON, Magni M24 Orion und demnächst Cloud Dancer II natürlich auch Optionen aber bei den Gyros passen (meiner Meinung nach) einfach die Flugleistungen, Preis und Aufwand mit dem Spassfaktor nicht so richtig unter einen Hut - die Gyronauten sehen das anders...klar. Zudem bin ich hier bei der Gerätewahl auch nicht ganz so frei wie in Deutschland, weil?s hier einfach deutlich weniger zugelassene Muster gibt und Einzel-/Experimentalzulassungen nicht ganz trivial und sehr zeitaufwändig sind.
Derzeit spiele ich mit dem Gedanken "schneller 3-Achser" - also die Kategorie Fascination, Pioneer 300, Tecnam P2002 Sierra RG u.ä. Bei den entsprechenden Reisgeschwindigkeiten & Reichweiten hätte ich die Option auch mal auf die anderen Inseln bzw. an?s Festland oder nach Deutschland zu kommen (das Risiko 1-Mot über Wasser ist klar).
Meine konkrete Frage an die 3-Achser Piloten hier im Forum:
Wie sensibel reagieren die Maschinen der o.a. Kategorie auf Thermik? Mir fehlen in dem Bereich absolut die Erfahrungswerte und ich wäre Euch für Eure Meinung dankbar. Ich werde es sicherlich in diesem Sommer mal mit ein paar Kollegen hier live ausprobieren, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Ich muss und will natürlich nicht unbedingt im Hochsommer zur Mittagszeit fliegen aber wenn man mit der o.a. Gerätewahl doch zu stark witterungsbedingt eingeschränkt ist, wäre das doch ggf. ein "Pro Gyro" Argument. Beim Thema Thermik ist zu berücksichtigen, dass die erlaubten Flughöhen hier zwischen 150-300m über Grund liegen... man bekommt hier also jede Menge bodennahe Turbulenzen + Thermik mit (z.B. auch lokale See-/Land-Luftsysteme, die in Küstennähe mit entgegengesetzten überregionalen Windsystemen kollidieren usw.).
Bin für alle Tips und Ratschläge dankbar!
Gruss
Micha