Gebrauchtkauf im Ausland

Forum - Allgemeines & Aktuelles
  • Ständige Drohungen im alltäglichen Leben mit Anwalt, Rechtsschutzversicherung, die Verweigerung jeglicher Risikobereitschaft, das ständige Suchen nach einem anderen Schuldigen ausser sich selbst und Eure permanente Angst dass die ganze stinkfaule Welt aussenrum nur aus Betrügern besteht die an das schwerverdiente Geld des mühsam arbeitenden und fleissigen Deutschen will wird eben meist als lächerlich empfunden.
    All das ist nichts "typisch deutsches" und laesst sich absolut problemlos in jedem Land inklusive Frankreich, inklusive der Insel des ewigwaehrenden Gluecks (La Reunion), wiederfinden nebst vielen anderen unangenehmen Eigenheiten.
    Und man tut auch auf La Reunion gut daran, erstmal davon auszugehen, dass einen der gegenueber bescheissen will, wie ich selber mehrfach dort erlebt habe.


    Chris
  • Moin,
    ich wäre bei Gebrauchtkäufen generell ganz vorsichtig, egal ob in D oder im Ausland. Ich darf aber auch wegen meines alten Autos wahrscheinlich in einigen Wochen vor Gericht aussagen. Hab den 9 Jahre alten Wagen vor einem Monat mit knapp 500.000km auf der Uhr verkauft, weil er einfach mechanisch fertig war (Turbolader, Zylinderkopf, Getriebe, um nur mal die großen Baustellen zu nennen), auch wenn er noch sehr gepflegt aussah.

    Drei Wochen später tauchte das Fahrzeug wieder auf, jetzt allerdings mit 150.000km auf der Uhr und neuem TÜV-Bericht. Wie er mit einem Riß im Scheinwerfer durch den TÜV gekommen ist, ist mir schleierhaft. Der neue Besitzer hat mich angerufen (meine Adresse steht ja im Fahrzeugbrief), ob der Wagen wirklich unfallfrei wäre. Unfallfrei war er. Bei dem Gespräch kam dann die Diskrepanz beim km-Stand zutage.

    Mein Fazit daraus: Am Besten kauft man Maschinen nur neu und fliegt/fährt sie dann, bis wirklich nichts mehr geht. Wenn doch irgendwo (egal ob im Ausland oder in D) gebraucht gekauft wird, nimmt man einen guten Mechaniker der eigenen Wahl mit, bezahlt den auch selber und läßt den die Maschine begutachten, auch wenn das dann nochmal 500,- € extra kostet.

  • ... Also ich würde die Angelegenheit so handhaben:
    1. Kontakt mit Musterbetreuer und klären ob ein Import grundsätzlich möglich ist.
    2. Musterbetreuer um eine Offerte bitten wie viel sein Support kosten würde, Begleitung zum Käufer, erste Prüfung vor Ort, Folgekosten für D-Zulassung usw.
    3. Falls die Gesamtkosten inkl. Kaufpreis immer noch "günstig" sind, den Flieger kaufen.

    Wenn man nicht bereit ist die Im Punkt 2 erwähnten Kosten inkl. das Risiko das man umsonst mit dem Betreuer unter Umständen weit gereist ist, dann sich gleich von der Idee verabschieden.
  • 2) Prüfung vor Ort: besser von irgendjemand unabhängig, NICHT vom Musterbetreuer, dieser hat ja so seine eigene Interessepunkten...
  • @ Csaba

    Bitte drück mal deutlicher aus was Du meinst ("eigene Interessepunkten...").
    Ich wundere und ärgere mich auch etwas über die seltsame Meinung.
    Für meinen Teil hatte ich für die von mir geflogenen Fluggeräte bislang keine schlechten Erfahrungen mit Musterbetreuern gemacht. Gleitschirme, Trike und Dreiachser.
    Irgendwie scheinen da ebensolche "Vorurteile" zu kursieren, wie zu Verkäufern aus dem Ausland.


    Nur soviel dazu: Mir als Musterbetreuer, ist es tatsächlich wichtig, dass der Eigner ein Fluggerät erhält, mit dem er nicht auf die Nase fällt.
    Das ein Musterbetreuer nicht umsonst ein ausländisches Muster prüft und abnimmt und er auch nicht for free
    seinen Kopf hinhält, sollte klar sein.

    Ansonsten steht jedem der den Abzocker (sorry Musterbetreuer) umgehen möchte frei, für das Gerät welches er einführt, eine Einzelabnahme machen zu lassen. Mit Lärmzeugnis, Berechnungen, Nachweisen ect.


    Martin

     
  • Es ist doch immer wieder das Gleiche !
    Einer fragt um Rat, es kommen mehr oder weniger gute Empfehlungen und schon ist einer dabei, der alles wieder ins Negative zieht.

    Hier werden Erfahrungen ausgetauscht und jeder möge sich herauspicken, was für ihn richtig ist. Weitere Kommentare über die Berechtigung einer gemachten oder nur befürchteten Erfahrung sind so überflüssig wie ein Kropf.
  • Hallo Martin,
    es geht nicht darum ob ein "Musterbetreuer" ein Abzocker ist, ob er ehrlich oder unehrlich ist, die weitaus meisten sind natürlich grundehrliche Geschäftsleute. Es geht einfach um die Institution als solche und deren rechtliche Unumgänglichkeit in Deutschland. Wenn ein Muster ein Kennblatt hat sollte es jedem Käufer möglich sein sich dieses Modell egal wo zu beschaffen und es ohne jegliche Hürden und sofort zuzulassen. Man bestätigt eben eigenverantwortlich dass das Teil dem Kennblatt entspricht und bekommt in ein paar Minuten seine Kennung und geht fliegen. Fertig. Geht nicht? Geht bei uns absolut problemlos. Also warum nicht bei Euch? Sorry, blöde Frage. Kann ja nicht funktionieren. Das würde ja ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen Behörde und Volk voraussetzen. Nicht auszudenken...
    Also bitte meine Meinung hierzu nicht persönlich nehmen. 

    Gruss Stephan
  • ...hm, das Deutsche Kennblatt gibt nicht viel her, da steht fast nichts über die Struktur drin, wenn man die Struktur kurz checken will, braucht man schon ne Skizze oder so, also Hersteller oder Musterbetreuer.

    ...kann man den Musterbetreuer als kleinen Hersteller sehen?
    er guckt sich einen Flieger irgendwo an, sagt sich der lässt sich bestimmt gut verticken,
    macht optional Liefervertrag mit Hersteller,
    dann kommt der Teil wo er Zeit, Nerven- und Geldaufwand hat, den Flieger nach LTF herrichten,
    mit Verstärkungen für Rettung, 65km/h, Lärmtest etc.
    am Ende hat er eine Zulassung für seine "deutsche Version"wahrscheinlich seine Geschäftsgrundlage.

    Ich wollte einen Flieger ohne Musterbetreuer also hab ich irgend ein Elefantenohr gebaut und habe jetzt VVZ,
  • Servus ,also ich hatte vor ca 3 Jahren eine Dynamic in F gekauft und es hat alles hervorragend geklappt , Musterbetreuer war zufällig dort hat die Maschine für mich begutachtet  . Die Maschine wurde vom F- Besitzer überführt..Zulassung

    bei uns kein Problem da alle Komponenten im D-  Kennblatt übereinstimmten.

    Habe mir vor kurzem eine neue  DV1  direkt  in Tschechien bestellt, mit  D Registrierung 

    Grund : die Preise im deutschen Ul- Gebrauchtmarkt grenzen fast  schon an Betrug

    Grüße Gironimo

  • Vielen Dank für die Auskünfte. Da ich ein Neuling bin (gestern erster Alleinflug), scheint mir nach den geschilderten Erfahrungen der Auslandskauf erstmal zu riskant, da kann ich offenbar zu viel falsch machen. Also werde ich mich besser auf den deutschen Gebrauchtmarkt beschränken. Ist zwar teurer, aber es hat ja auch niemand behauptet, die Fliegerei wäre ein billiges Hobby.

    Da ich ganz viel bei Flugschulen im Ausland fliegen und schon eine ganze Reihe von Modellen ausprobieren konnte, habe ich wenigstens schon ein Ahnung, was mir denn "ungefähr" liegt, nämlich ein Tiefdecker (mein Schulungsflugzeug ist eine Eurostar,  aber derzeit ist mein Favorit ehrlich gesagt eine Tecnam P96). Leider bieten die einschlägigen Gebrauchtmärkte zu etwa 80% Hochdecker an, so dass es möglicherweise etwas schwieriger sein wird, einen passenden Flieger zufinden. Vielleicht ergibt sich aber ja noch irgendwas.

    Vielen Dank nochmals.

    Zweckoptimist
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