Der Spruch mit den "dummen Menschen" ist gut. AUs mindestens 2 Gründen. Zum einen wegen dem "gewonnen haben". Auch der Schachspieler hat ja gegen die Taube nicht gewonnen. Und in einer Diskussion geht es (sollte es gehen) nicht ums gewinnen.
Und dann noch die Definition des dummen. Da sieht sich natürlich jeder auf der richtigen Seite. Da hab ich auch einen schönen Spruch:
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Rene Descartes, fr. Mathematiker u. Philosoph, 1596 - 1650)
MOIN: >Die Dinger fliegen sowas von narrensicher geradeaus das es wahrlich keine Kunst ist das Ding auf einem stabilen Kurs zu halten.<
So soll es sein; stabil um alle 3 Achsen mit immerhin 3 x 2 = 6 Freiheitsgraden. Die dazu erforderlichen konstruktiven aerodynamischen "Rezepte" kosten zwar Leistung, aber i.d.R. weniger, als häufigere notwendige Steuerungseingaben im Falle von Abweichungen wegen zu geringer Eigenstabilität.
da können wir ja richtig froh sein, dass du für diesen grammatikalisch äusserst anspruchsvollen satz noch ein paar worte zusammengekratzt hast. weiter so und frohes rest-ostern .........
"Der renommierte Münchner Psychiatrie-Professor Florian Holsboer
bezweifelt, dass Todes-Pilot Andreas Lubitz zum Zeitpunkt der Tat eine
schwere Depression hatte. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte Holsboer:
"Ich schließe das aus." Ein "schwer Depressiver wäre zu so komplexen
Handlungsabläufen, wie der Flugvorbereitung, dem Aussperren des Kapitäns
und der Tat selbst gar nicht fähig und wäre seinem Piloten als
fluguntauglich aufgefallen." Nur weil der Mann mal eine Depression
gehabt habe, könne man nicht darauf schließen, dass er diese Tat aus
einer Depression heraus verübt habe. "Ein solches Handeln ist absolut
depressionsuntypisch", so der langjährige Leiter des
Max-Planck-Instituts für Psychiatrie.
Im Grunde, so Holsboer weiter, seien eher zwei Varianten denkbar: "Es
gibt Persönlichkeitsstörungen, bei denen ein hohes Aggressionspotenzial
vorliegt. Diese Menschen sind sehr kränkbar und impulsiv und haben auch
einen gewissen Verlust an Realitätsbindungen. In der Extremform, bei
Menschen mit Wahn, passiert Ähnliches: Der Täter kann die Konsequenzen
nicht mehr realistisch bewerten."
Im Gespräch mit "Focus"
kritisierte der 69-Jährige, Mediziner seien etwa bei
Tauglichkeitsprüfungen "zu sehr darauf angewiesen, dass ein Probant
immer die Wahrheit sagt". Das tue er aber nicht, wenn für ihn daraus
negative Konsequenzen entstehen könnten. "Es wäre schon sehr hilfreich,
endlich die Labor-Diagnostik in die Psychiatrie einzuführen, die Dinge
für uns objektiviert und die uns frühzeitig Hinweise geben kann, wenn
sich beim Patienten beispielsweise im Stresshormonhaushalt
Entscheidendes ändert."
Herr Holsboer ist nicht "renommiert", sondern durchaus umstritten, gerade, was seinen Umgang mit depressiven Patienten angeht. Zudem verfolgt er mit seiner Forderung wirtschaftliche Interessen, da er Gesellschafter einer Firma ist, die genau solche Labormarker entwickelt. Übrigens bislang ohne wirklichen Erfolg. Wenn es wirklich valide Labortests gäbe (die aber auch, wie jeder Test, auch in der inneren Medizin, immer mit dem klinischen Befund abgeglichen werden müssen), würden sie schon längst angewandt. Seine Ausführungen zu Persönlichkeitsströrungen etc. sind im übrigen Lehrmeinung und nichts besonderes.
Ich finde es ehrlich gesagt zum K..., wenn sich "Experten" ohne Kenntnis des Einzelfalls öffentlich äußern und deren Äußerungen dann unreflektiert aufgenommen werden, ganz besonders dann, wenn sie eigene kommerzielle Interessen verfolgen.
Dazu gibt es auch eine Stellungnahme der DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde), die alles zu diesem Thema sagt.
Na bitte! Eine derartige Mitteilung/Bewertung hätte ich mir hier schon lange gewünscht. Dehalb habe ich sie hier eingestellt. Erspart uns so tiefsinnige Meinungen wie z.B. die von stein1020 Stellungnahme zum Absturz von Flug 4U9525
Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie,
Psychosomatik und Nervenheilkunde, der Berufsverband Deutscher
Nervenärzte und der Berufsverband Deutscher Psychiater sind zutiefst
erschüttert von der Tragödie des Absturzes des Germanwings-Fluges
4U9525.
Wir trauern um die bei dem Absturz ums Leben gekommenen
Menschen. Unsere Gedanken sind bei den von unvorstellbarem Leid
getroffenen Angehörigen, die nicht nur in diesen Tagen, sondern auch
langfristig alle erdenkliche psychologische und medizinische
Unterstützung erhalten sollten.
Die Angehörigen, aber auch die
gesamte Bevölkerung, wollen eine Erklärung für dieses unsägliche
Unglück: Welche Motive bewegten den Co-Piloten dazu, ein vollbesetztes
Passagierflugzeug wahrscheinlich absichtlich abstürzen zu lassen?
Die
öffentliche Diskussion, die größtenteils auf der Basis von
Spekulationen geführt wird, rückte schnell die Diagnose Depression, an
der der Co-Pilot vor mehreren Jahren vermeintlich erkrankt war, in den
Mittelpunkt.
Die DGPPN als wissenschaftliche Fachgesellschaft
hält es für unangemessen, auf der Basis unvollständiger Informationen
die mögliche Rolle einer psychischen Erkrankung bei dem mutmaßlichen
Entschluss des Co-Piloten, die Maschine zum Absturz zu bringen, zu
diskutieren. So fehlen Angaben zur Lebensgeschichte, der
Persönlichkeitsentwicklung, der Kranken- und Behandlungsgeschichte, über
die aktuelle Symptomatik und Therapie, den Medikamentengebrauch sowie
über die aktuellen Lebens- und die konkreten Handlungsumstände. Nur in
Kenntnis dieser Informationen könnte eine fundierte Diagnose gestellt
werden und eine Ursachenzuschreibung erfolgen.
Wir erleben mit
großer Bestürzung eine völlig übereilte, von Spekulationen getragene,
Meinungsbildung zu psychischen Erkrankungen als Ursache für den
wahrscheinlich willkürlich herbeigeführten Flugzeugabsturz.
Die
Diagnose einer jeden psychischen Erkrankung bezeichnet ein Muster von
Symptomen, das sich aufgrund sehr unterschiedlicher psychischer
Entwicklungen, psychosozialer Belastungen und biologischer
Voraussetzungen entwickelt. Bei manchen Menschen mit einer akuten
psychischen Störung können beispielsweise eine schwierige
Persönlichkeitsentwicklung mit Selbstwertproblemen, übermäßiger Ehrgeiz
und belastende aktuelle Lebensumstände für ihr Handeln viel
entscheidender sein als eine gleichzeitig bestehende „akute psychische
Störung“. Auch diese Zusammenhänge müssten – neben vielen anderen – in
der weiteren Diskussion um das Handlungsmotiv des Co-Piloten
berücksichtigt werden.
Etwa 90% der jährlich circa 10.000 Suizide
in Deutschland erfolgen vor dem Hintergrund einer oft nicht erkannten
oder nicht optimal behandelten psychischen Erkrankung. Dabei werden die
Suizide fast ausschließlich alleine durchgeführt. Sehr selten kommt es
zu einem erweiterten Suizid, bei dem der Selbsttötung die Tötung eines
oder mehrerer Anderer vorausgeht. Dabei handelt es sich zumeist um nahe
Bezugspersonen, welche der Erkrankte nicht in der von ihm als ausweglos
erlebten Situation zurück lassen möchte. In dieses Muster passt das nun
diskutierte, mutmaßliche Handeln des Co-Piloten in keinster Weise. Ein
wahrscheinlich absichtlich herbeigeführter Absturz eines
Passagierflugzeuges durch einen Piloten ist ein extrem seltenes
Phänomen. International konnte nur in einem Fall der Suizid als Ursache
zweifelsfrei nachgewiesen werden.
In der öffentlichen Diskussion
wird fälschlicherweise vermittelt, dass von psychischen Erkrankungen,
insbesondere eine der häufigsten, der Depression, Gefahren für die
Allgemeinheit ausgehen, gegen die Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
Dadurch werden Menschen mit einer psychischen Störung, und das sind –
betrachtet man die Lebenszeit eines Menschen – nach dem letzten
Gesundheitssurvey des Robert Koch-Instituts 2011 mehr als 30% der
Bevölkerung, öffentlich diskriminiert. Die auch heute immer noch
bestehende Angst und Scham, die viele Menschen mit einer psychischen
Erkrankung haben und die sie häufig vor anderen verbergen wollen, wird
durch die Berichterstattung der letzten Tage verstärkt. Der Wunsch und
die Motivation, verfügbare, wirksame und erfolgreiche Therapiemethoden
(Psychotherapie und Medikamente) in Anspruch zu nehmen, wird weiter
reduziert. Schon bisher nehmen beispielsweise weit weniger als 50% der
an Depression Leidenden medizinische und psychotherapeutische Hilfe in
Anspruch – u. a. auch wegen befürchteter Nachteile bei Bekanntwerden der
Diagnose.
Die stigmatisierende Wirkung der Meinungsbildung über
die möglichen Gefährdungen durch Menschen mit psychischen Erkrankungen
wird in den letzten Tagen durch Stimmen aus der Politik noch verschärft.
Führende Politiker fordern, die ärztliche Schweigepflicht für den Fall
zu lockern, dass Patienten mit psychischen Erkrankungen in
verantwortungsvollen Positionen sind.
Solche Forderungen sind
für Menschen mit psychischen Erkrankungen kränkend und sie gefährden das
Arzt-Patienten-Verhältnis. Sie werden dazu führen, dass betroffene
Menschen seltener und vielleicht zu spät Hilfe und Behandlung suchen.
Stellt ein Arzt bei einem Patienten aufgrund seiner psychischen
Erkrankung Gefährdungstendenzen fest – und dies gilt sowohl für Selbst-
als auch für Fremdgefährdung – so ist er zu gezieltem vorbeugendem
beziehungsweise die Gefährdung bekämpfendem Handeln berufsrechtlich
schon jetzt verpflichtet. Bei Gefährdung höherer Rechtsgüter, z. B. Leib
und Leben Anderer, ist die ärztliche Schweigepflicht in der Regel nicht
mehr bindend. Juristisch stehen ihm dazu der Paragraph 34
Strafgesetzbuch (rechtfertigender Notstand) und vor allem die
Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetze der Länder zur Verfügung, die eine
sofortige Unterbringung in den geschützten Bereich eines
psychiatrisch-psychotherapeutischen Krankenhauses vorsehen.
Eine
darüber hinausgehende Meldepflicht würde Patienten daran hindern, über
tabuisierte Gedanken und Gefühle zu sprechen und gegebenenfalls Ärzte
dazu verleiten, Gefährdungen zu verkennen, um ihren Patienten in ihrer
sozialen und beruflichen Umgebung nicht zu schaden.
Zutiefste
Erschütterung, Trauer für die bei der Flugzeugkatastrophe getöteten
Menschen und mitfühlende Anteilnahme an dem Leid der Angehörigen prägen
in diesen Tagen die Mitglieder von DGPPN, BVDN und BVDP.
Dennoch
sollten voreilige spekulative Erläuterungen des möglichen Tatmotivs und
vor allem einer möglichen Diagnose einer psychischen Erkrankung des
Co-Piloten als Ursachen für die Flugzeugkatastrophe vermieden werden.
30%
der Bevölkerung in Deutschland leiden im Laufe ihres Lebens ein- oder
mehrfach an einer psychischen Erkrankung und sollten durch die
öffentliche und mediale Diskussion nicht diskriminiert und stigmatisiert
werden.
Eine so genannte Meldepflicht für psychische
Erkrankungen und das Durchbrechen der ärztlichen Schweigepflicht wird
die Angst und die Scham der von psychischer Erkrankung Betroffenen
erhöhen und eine frühzeitige sachgerechte Behandlung verhindern.
Uneingeschränkte
Priorität hat bei der Vielzahl der von psychischen Erkrankungen
betroffenen Menschen das frühzeitige Erkennen und eine konsequente
professionelle Behandlung.
Für die Vorstände von DGPPN, BVDN und BVDP Dr. med. Iris Hauth Dr. med. Frank Bergmann Dr. med. Christa Roth-Sackenheim
Kontakt Präsidentin DGPPN Dr. med. Iris Hauth Reinhardtstr. 27b 10117 Berlin
Professor Florian Holsboer hat in einem Punkt schon Recht und das widerspricht auch nicht der Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie. Es gibt doch einen Typ von seelisch Kranken der mit Frust nicht umgehen kann und Aggression gegen Dritte bis zur eigenen Selbstzerstörung richtet. Kann man selbst testen. ZB der Hass auf das Finanzamt. Da kommt schon mal die Wut auf , aber wir alle haben uns im Griff Dieser leider nicht . hier Oder denken wir an Erlebnisse in der Schulzeit , ausgeliefert der Willkür von Lehrern. Da kam schon mal Hass auf. Aber man machte mal ein Streich und gut war. Dieser leider nicht hier oder Fall Steinhäuser. Das Phänomen ist viel verbreiteter als man denkt. Und durch unsere gesellschaftlichen Zwänge eher begünstigt. Die erscheinen depressiv machen aber für Ihre Probleme andere (zu Recht?) verantwortlich. Das Potential wird man in Zukunft testen und Reaktionen provozieren können . Vielleicht auch analysieren mit Chemie ( Adrenalinspiegel etc) oder MRT. Eine einfache Lösung ist Frauen als Pilotinnen einzustellen. Denn die haben (bis her noch) ein höheres Frustpotential und sind friedvoller. :)
Aus N-TV Video: Wie sicher sind die Computersysteme an Bord von Flugzeugen? Ein
US-amerikanischer Hacker behauptet, er habe sich mehrfach während des
Fluges Zugriff auf die Computersysteme der Maschinen verschafft. In
einem Fall hat er dabei nach eigenen Angaben sogar die Kontrolle über
die Triebwerke des Flugzeugs übernommen.
Da lag wohl Karl-Alfred Römer doch nicht ganz so falsch?...
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