3.Grundsatz zum Überleben: sobald der Motor beim STOL- Start einen Spotzer macht, Nase runter, und zwar wie schon richtig geschildert, wie beim Segelflugwindenschlepp, (Vollanschlag nach Vorne!!!!!) bis die Nase Richtung Erde zeigt und dann erst anfangen zu überlegen, was danach zu tun ist.
@Klemm25D
Das klingt alles sehr wahr, aber dennoch ist es meines Erachtens zu stark vereinfacht und es löst nicht das eigentliche Problem.
Das Verhalten bei Motorausfall (sofortiges Nachdrücken...) wird schon seit Ewigkeiten und überall geschult und trotzdem kommt es immer wieder zu Unfällen.
Das Problem liegt nicht in der Unwissenheit, was bei Motorstörungen zu tun ist, sondern meiner Ansicht nach darin, eine echte Motorstörung treffsicher und zeitnah (innerhalb allerhöchstens 3-4 Sekunden) zu erkennen. Das ist kein Problem, wenn einem der Prop wegfliegt oder der Motor schlagartig blockiert wegen Kolbenfresser oder ähnlichem. Oder wenn der Fluglehrer neben einem sitzt und sichtbar das Gas rauszieht. Aber es gibt etliche Szenarios, in denen es nicht so klar ist - in denen es länger dauert als 3-4 Sekunden, um zu entscheiden, ob ein Notfall vorliegt oder nicht. Momente, in denen man nur spürt, dass irgendwas anders ist als sonst,
Was passiert mit einer C42, wenn man mit sagen wir mal 100Km/h einen Vollausschlag nach vorne macht? Vermutlich hat man dann einen ziemlich starken negativen Anstellwinkel in Verbindung mit negativ-G. Könnte es nicht sein, dass man genau dadurch erst aus einem harmlosen Spotzer (z.B. Zündaussetzer) einen Notfall hervorruft?