Mir ist das also passiert:
Gestartet und in ca. 20/25 m. Höhe war die Motorleistung weg. An alles hatte ich in dem Moment gedacht, aber eben nicht an soetwas. Mentale Vorbereitung = Schwach...
Mein Glück: Die Bahn war ziemlich lang und ich bin vom Anfang der Rollbahn gestartet.
Es ging erstmal noch ein paar Meter nach oben, dann wurde sie weich und ich drückte den Knüppel nach vorn. Noch zwei/dreimal am Gashebel probiert und dann war klar, der Flug wird nur kurz.
Ich habe volle Klappen gesetzt, einen forcierten Gleichtflug mit Slipeinlage gemacht, dann Mindestfahrt, gaaanz sanft ausgerundet und.... dann flogen mir die Propellerblätter um die Ohren. Kurz darauf machte es einen leichten "Bums" und ich schrappte so ca. 70 m auf der Piste lang. Ich hatte nicht ans Fahrwerkausfahren gedacht. :-(
Ob überhaupt eine reguläre Landung mit FW geglückt wäre, kann ich nicht sicher sagen, die Bahn war ab Aufsetzpunkt nicht mehr sehr lang und hinter der Bahn ging es steil runter. Bäume und Häuser sowie schwieriges Gelände im 90 Grad-Bereich des Abflugs. Mit einem Tiefdecker und Einz.-FW würde ich das bei einer Notlandung immer drin lassen
Am Flugzeug war fast nix kaputt. Wir haben sie angehoben und das FW ausgefahren. Am Bauch war der Lack und der Füller weg und ansonsten das Übliche: Motor zu Rotax, neuer Prop und gut so.
Resumee:
Man sollte sich vor dem Start unbedingt das mögliche Szenario einer - wie auch immer gearteten - Störung vor Augen halten und einen "Plan B" im Kopf parat haben.
Übrigens: Bei der Aktion war ich völlig damit beschäftigt, die Situation zu meistern. Vom Gelingen war ich überzeugt, Angst oder gar Panik spielten keine Rolle.