> Und warum zum Geier soll man für ein schnödes LSA mit 600kg
> einen abgesteckten PPL brauchen?
Weil Du z.B. noch nie gelernt hast, ein 600+kg Flugzeug zu starten,
zu fliegen und zu landen - genausowenig wie Du mit Deinem
Mopped-Führerschein ein Motorad fahren darfst.
> Weitere gravierende Nachteile: Auch beim LAPL braucht man
> eine ZÜP. Und ein BZF. Und den ganzen anderen Kram aus
> dem PPL-Bereich, der bei UL-lern so schön unkompliziert ist.
Da machst Du einen entscheidenden Denkfehler:
Wir können zum Glück bei unseren Luftsportgeräten z.Zt. noch auf
all′ diesen Mist verzichten - eben weil es nur "leichte" 472 kg Kisten sind!!
Denn nur weil es "leichte" Flieger sind, ist alles so schön unkompliziert.
> z B wer eine bestimmte Menge Stunden/ Erfahrung
> nachweisen kann bekommt den LAPL auf Antrag,
Ja, na klaaar.... erstmal gemütlich 100h C42 eiern und dann mit
dem "geschenkten" LAPL die PA28 in den Boden rammen...?!?!
> Richtig wäre es, den UL-Schein soweit wie möglich aufzubohren,
> damit mehr Piloten in den Genuss des lockeren, unbürokratischen
> Fliegens kommen.
Nein!
Richtig wäre es, den UL-Schein absolut so zu lassen, wie er
ist, damit ich noch ganz, ganz, ganz, ganz lange mein Fliegerchen
ohne ZÜP, ohne BZF, ohne ELT, ohne LTB und ohne all den
anderen Mist fliegen kann.
Du bist vermultich kein Halter - Dir können all die blödsinnigen Auflagen
wie "Zugelassene Funke", "ELT Pflicht", "LTB-Zwang" ziemlich egal sein.
Ich dagegen betreibe ein eigenes UL - ich will mir weitere "Auflagen"
dieser $$$ Art solange wie nur irgend möglich vom Hals halten.
Das geht aber ganz sicher nicht mit einem "Aufbohren" der UL-Klasse,
glaub′ mir!
Das hat uns die Vergangenheit im Bereich Luftsportgeräte
leider immer wieder eindrucksvoll bewiesen.
BlueSky9