Übungsflug mit Fluglehrer

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  • Hallo, eine Frage an die fliegenden Juristen unter Euch: Ich habe im letzten Jahr zwei Übungflüge (Einweisungsflüge auf anderem Muster) mit Lehrer von je einer halben Stunde Dauer gemacht, kann man die zusammenzählen und als einstündigen Übungsflug zum Ausüben der Lizenzrechte rechnen oder bedeutet einstündiger Übungsflug einen Flug ohne Unterbrechung? Wie ist es, wenn man auf einem fremden Platz zwischenlandet, ohne eine komplette Stunde in der Luft gewesen zu sein?

    Viele Grüße Maxl

  • Maxl schrieb:

    Hallo, eine Frage an die fliegenden Juristen unter Euch: Ich habe im letzten Jahr zwei Übungflüge (Einweisungsflüge auf anderem Muster) mit Lehrer von je einer halben Stunde Dauer gemacht, kann man die zusammenzählen und als einstündigen Übungsflug zum Ausüben der Lizenzrechte rechnen oder bedeutet einstündiger Übungsflug einen Flug ohne Unterbrechung? Wie ist es, wenn man auf einem fremden Platz zwischenlandet, ohne eine komplette Stunde in der Luft gewesen zu sein?

    Viele Grüße Maxl

    Zählt leider nicht, die LuftPersV spricht von einem Flug von MINDESTENS einer Stunde Dauer.

    Das mit der Zwischenlandung wird sehr kontrovers diskutiert! Sinn macht das alles nicht, manch Einer würde besser ein paar Starts und Landungen mit Lehrer machen, statt eine Stunde in der Luft abzusitzen.

    Gottseidank bekommen wir wenigstens im E-Bereich in Zukunft klarheit: Die FCL spricht von einer Auffrischungsschulung von mindesens einer Stunde Gesamtflugzeit.

    Mal gespannt, ob sich die neue LuftPersV irgendwann daran anlehnt.

    Grüsse
    Thomas
  • Hallo Maxl,

    kann ich auch als Nicht-Jurist beantworten:

    §45 der LuftPersV sagt eindeutig " Übungsflug von mindestens einer Stunde Flugzeit" - Touch&Go ist erlaubt, da läuft die Flugzeit (JAR-FCL 1.001: "Zeit zwischen dem erstmaligen Abrollen des Luftfahrzeugs aus seiner Parkposition zum Zweck des Startens bis zum Stillstand an der zugewiesenen Parkposition und bis alle Triebwerke abgestellt sind") ja weiter.

    Zwei Flüge mit einen halben Stunde Dauer sind etwas anderes...

    Gruß

    MCRider
  • Vielen Dank für Eure raschen Antworten, ich hatte mir schon fast gedacht, dass die Rechtslage wie beschrieben ist.   

    Noch eine Frage: Gilt der 200 km - Prüfungsflug für die Passagierberechtigung, der bei meinem Fliegerfreund jetzt 1 3/4 Jahre zurückliegt, als besagter Übungsflug oder müsste er danach nochmals einen Übungsflug nachweisen, um momentan legal unterwegs zu sein (er ist seither immer ohne Fluglehrer unterwegs gewesen)? Ich konnte diesbezüglich nichts im Internet finden.

    Viele Grüße Maxl

  • Maxl schrieb:

    Vielen Dank für Eure raschen Antworten, ich hatte mir schon fast gedacht, dass die Rechtslage wie beschrieben ist.   

    Noch eine Frage: Gilt der 200 km - Prüfungsflug für die Passagierberechtigung, der bei meinem Fliegerfreund jetzt 1 3/4 Jahre zurückliegt, als besagter Übungsflug oder müsste er danach nochmals einen Übungsflug nachweisen, um momentan legal unterwegs zu sein (er ist seither immer ohne Fluglehrer unterwegs gewesen)? Ich konnte diesbezüglich nichts im Internet finden.

    Viele Grüße Maxl

    Hi,

    wenn der Flug mindestens 60 Minuten gedauert hat und der Fluglehrer ihn in seinem Flugbuch als Übungsflug bestätigt hat, sehe ich keinen Grund, warum er nicht gelten sollte. Bin aber kein Jurist.

    Grüße
    Maik
  • Im § 41 Absatz 3 LuftPersV steht: "ein Übungsflug von mindestens einer Stunde Flugzeit in Begleitung eines Fluglehrers". Maßgebend ist hierbei nicht wie oft der Übungsflug unterbrochen wurde sondern, dass der "Übende" insgesamt eine Stunde Flugzeit (maßgeblich sind die Blockzeiten) mit einem Fluglehrer nachweist.Zu den Übungen zählen auch: Rollen, Funksprechverkehr etc.. Eine Kaffeepause ist erlaubt.
  • Hallo VPilot,

    mal abgesehen davon, dass der § 41 für TMG und nicht für UL gilt, wird gerade dass von diversen Luftrechtkommentatoren sehr unterschiedlich gesehen. Man stört sich an der Formulierung "EIN Übungsflug".
    Das von Dir angesprochene "insgesamt" findest Du, wie bereits gesagt, acuh erst in den FCL, nicht jedoch in der LuftPersV.

    Danach wäre die Kaffeepause nicht gestattet. Ich kann mich leider an eine Unfallabwicklung  erinnern,  an der ich beteiligt war, in der genau dieserr Punkt eine im Endeffekt für die Versicherung günstige Rolle gespielt hat.

    Grüsse
    Thomas
  • Danke für Eure Antworten, ich denke, dass man, um auf der sicheren Seite zu sein, den Kaffee nach getaner Arbeit trinkt und mit dem Lehrer ein paar zusätzliche Ziellandungen übt.

    Viele Grüße Maxl


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