Moin,
ich lese diese Diskussion schon eine Weile mit und bin doch verwundert. Es scheint zwei klare Fraktionen zu geben, von denen die eine jeglichen Kunstflug in die Nähe des Illegalen rückt und die andere sich jegliche Kritik an "coolen Aktionen" verbittet und die Kritiker in die Nähe von Denunzianten rückt. Beides ist Unsinn. Natürlich gibt es legalen Kunstflug und gerade ein "namhafter" Kunstflugpilot, ich gehe davon aus, dass "namhaft" heißt, dass er erfolgreich Wettbewerbe fliegt, sollte, wie weiter oben schon geschrieben war, ein Interesse am sicheren Fliegen haben.
Die Kunstflugpiloten, die ich kenne, legen übrigens keinen Wert darauf, mit "coolem Blick des Piloten", gefilmt zu werden, denen geht es um Kunstflug.
Was den Ausspruch "wenn man es kann, ist es nicht gefährlich" angeht, kann man nur sagen: grober Unfug! Natürlich ist Kunstflug gefährlicher als Geradeausflug. Fliegen ist gefährlicher als Nicht-Fliegen. Auch die Piloten von Ramstein konnten fliegen.
In diesem Forum sind immer wieder Beiträge, aus denen hervorgeht, dass einige sich als UL-Flieger von "den Großen" nicht ernstgenommen fühlen. Wenn dann aber hier sogar von einem Fluglehrer unverhohlene Bewunderung für den oben erwähnten "coolen Blick des Piloten" geäußert wird, es also nicht um die Fliegerei, sondern um die coolen Typen und die coolen Aktionen geht, dann darf man sich über spöttische Herablassung nicht wundern. Das gilt auch für "coole Airlinerpiloten", denen es um ihre Person geht.
Dass es auch anders geht, beweist Guido Warnecke mit seinen zahlreichen, faszinierenden Videos über alle Facetten der Fliegerei. Der blickt nicht "cool" in die Kamera, sondern macht einfach einen guten Job.
Grüße