sukram schrieb:
Ich verstehe Eure Flugplanungen immer noch nicht. Ich berechne meine Flugplanung natürlich auch mit einer Speed, die ich einhalten möchte. Hierbei handelt es sich aber um die TAS (True Air Speed). Die GS (Ground Speed) ist lediglich die Resultierende Speed, die ich bei meiner Flugplanung errechne. Das heißt, dass der Wind ja bereits einkalkuliert ist.
Beispiel 1:
Angenommen ich möchte 300 km mit einer TAS von 150 km/h bei absoluter Windstille zurücklegen. In diesem Fall wird die GS in etwa (!) der TAS entsprechen. Danach berechne ich anhand der GS die Dauer, die ich in der Luft verbringen werde und rechne erst dann den voraussichtlichen Spritverbrauch auf der Grundlage meiner errechneten Werte aus.
Beispiel 2:
Angenommen ich möchte 300 km mit einer TAS von 150 km/h bei genau 50 km/h Gegenwind zurücklegen. In diesem Fall werde ich in meiner Flugplanung eine GS von nur 100 km/h errechnen. Das heißt, dass ich nicht nur 2, sondern mindestens 3 Stunden in der Luft sein werde, um mit 100 km/h GS die Strecke von 300 km zurückzulegen. Und erst dann berechne ich meinen Spritverbrauch natürlich auf genau dieser Grundlage.
Deswegen peile ich Eure Rechnungen noch nicht so ganz. Ich schaue doch nicht auf das GPS, wie schnell ich über Grund bin und versuche die Ground Speed zu halten?! Ich schaue auf den Geschwindigkeitsmesser und versuche in etwa die von mir gesetzte und realistisch mögliche TAS zu halten. Alles andere ergibt sich aus der Flugplanung, in der ich die Wetterdaten bereits einbezogen hatte. Deswegen dürfte der Wind so gesehen eigentlich "keine Rolle" spielen, weil ich das Ganze ja schon VORHER berechnet habe. Tut man das nicht, plant man definitiv falsch!
Just my 2 cents. Oder habe ich Euch falsch verstanden?
...es geht darum, was passiert, wenn sich die Windgeschwindigkeit während des Fluges ändert, oder mit der Wetterinfo nicht übereinstimmt. Wird der Gegenwind stärker, sinkt der GS. Möchte man aber sein Zeitlimit einhalten, muß man die Leistung verstärken, so dass der TAS um den Betrag zunehmen muß, wie sich die Gegenwindkomponente geändert hat. Folglich ist eine höhere Motordrehzahl erforderlich, die den Treibstoffverbrauch erhöht. Wenn bei der Flugplanung nicht damit zu rechnen ist, das der Wind sich ändert, aber die Natur dir einen Strich durch die Rechnung macht, muß man seinen Spritverbrauch neu überdenken...vorausgesetzt, man will die Strecke auf Biegen und Brechen in der vorher ermittelten Zeit zurücklegen...so wie DAL4 das schon treffend beschrieben hat. Da können 44 Liter evtl. zu wenig sein.
Volker