Irgendwie hat mich das mit der Loreley doch nicht in Ruhe gelassen.
Bei meinen weiteren Überlegungen habe ich den FlightPlanner mit seiner Schnittstelle zu GoogleEarth bemüht und daraus dieses Bild hochgeladen.
Erstaunlicherweise hat das Rheintal an dieser Stelle ein lichte Weite von nur wenig mehr als 600 m.
Nach geltendem Recht muss man unterscheiden, ob sich auf der Loreley eine Menschenansammlung im Freien aufhält oder es sich um ein dicht besiedeltes Gebiet* handelt oder eben beides nicht.
Wäre eine der beiden ersten Bedingungen erfüllt, wäre über dem Rheintal ein Unterschreiten der Höhe von 1000 ft über der Loreley bzw. über dem höchsten Hindernis an dieser Stelle nicht möglich, denn in knapp 600 m Entfernung hat die linksrheinische Böschung schon fast wieder ihren Gipfel erreicht (s. Bild , der Abstand zwischen den senkrechten weißen Linien beträgt ca. 600 m).
Trifft keine der beiden ersten Bedingungen zu, müsste man immer noch 500 ft über dem höchsten Hindernis mit einem horizontalen Abstand von mindestens 150 m fliegen. Das bedeutet, dass ein Luftfahrzeug beim Befliegen eines Bergabhangs immer einen horizontalen wie vertikalen Mindestabstand von 150 m halten muss.
Dessen ungeachtet gilt aber:
"Außer soweit es bei Start oder Landung notwendig ist oder sofern es durch die zuständige Behörde zugelassen ist, dürfen Luftfahrzeuge über Städten, anderen dicht besiedelten Gebieten und Menschenansammlungen im Freien nur in einer Höhe geflogen werden, die im Fall einer Notlage eine Landung ohne ungebührende Gefährdung von Personen oder Sachen am Boden erlaubt."
Michael
*)""dicht besiedeltes Gebiet" (congested area): im Zusammenhang mit einer Stadt oder Siedlung ein Bereich, der im Wesentlichen für Wohn-, gewerbliche oder Erholungszwecke genutzt wird."