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Tragschrauber bis 560 kg MTOW ist nun Amtlich

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329Beiträge in diesem Thema Jetzt antworten
  • Stellt sich doch die Frage, wenn man beim DULV nicht weis wie der Buchstabe f mit den 560 kg für die Tragschrauber aufgenommen wurde, weis man man natürlich auch nicht wie man das MTOW bei den Dreiachsern  höher bekommt. Oder ?
    Wird man den richtig vertreten wenn die Vertretung nichts weis?
    Peter
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  • Das Editorial habe ich nun auch gelesen.
    Dass Jo Konrad nicht sagen kann, wie nun letztendlich die 560 kg in den Annex II kamen, nehm ich ihm ab. Niemand weiß schließlich so recht, wie die EU-Verordnungen in letzter Konsequenz zustande kommen.
    Weiter gibt er zu, dass er vor einem Jahr mit Jörg Seewald beim BMVBS vorstellig wurde, weil (Tragschrauber?)Hersteller ihn bedrängt haben sollen, deren Marktzugangshindernis (450 kg??) zu beseitigen.

    Eine klärende Erläuterung, was dieses ominöse Marktzugangshindernis aber eigentlich sein soll, bleibt Jo Konrad in Gänze schuldig. Und der Satz, "Und für die Dreiachser gibt ja nun die LSA" soll wohl ein Witz sein!

    Insofern schließe ich mich der berechtigten Frage von DMSSS an.

    Michael

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  • Warum, es steht doch im Text, dass z.B. Österreich und England die 560 kg auf Tragschrauber bereits angewandt hatten. So gesehen ist der Begriff "Marktzugangshindernis" nachvollziehbar. Und der Äusserung "für Dreiachser gibt es ja nun die LSA" folgt: "auch wenn das nur saure Drops sind". Das sagt doch eigentlich alles, oder? ...natürlich soll das ein Witz sein!
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  • Warten wir doch einfach ab, wie das mit den Tragschraubern nun weiter geht: Als erstes bin ich gespannt darauf, wie die 560 kg Gyros aussehen werden. Wir werden sehen, ob diese so schwer sind, dass auch die 560 kg nicht reichen, ob also das Argument der unendlichen Gewischtsschraube zutreffen wird. Und als nächstes stelle ich mir die etwas bizarre Situation vor, eines fröhlich grinsenden Tragschrauberpiloten, vollgetankt bis unter′s Dach, mit seinem mitteleuropäisch durchschnittlich gewichtigem Copiloten, neben dem 3-Achs-Piloten, der seinem Passagier klar machen muss, dass der Flug aus gesetzlichen Gewichtsgründen unmöglich ist? Als nächstes wird die Marktsituation im Wettbewerb zwischen 3-Achs und Tragschrauberherstellern derart verzerrt, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass das alle Hersteller überleben werden. Das einzige, was den marktführenden 3-Achs Herstellern heute bleibt ist die EASA-Zertifizierung und dies scheint ein extrem Zeit- und Kostenaufwändiger Prozess zu sein, was schliesslich auch an den UL-Kosten hängen bleibt. "Die EASA und das Europäische Parlament sträuben sich gegen eine Gewichtserhöhung bei den ULs wie der Teufel das Weihwasser...", schreibt Jo Konrad im Editorial. Klar, bisher gab es dazu weder die Notwendigkeit, noch den nötigen Druck. Aber das kann sich ganz schnell ändern, je mehr Länder den Punkt f) umsetzen. Auf jeden Fall ist durch die Tragschrauber etwas Bewegung in die festgefahrene Situation gekommen und die wird sich genauso wenig aufhalten lassen wie der Fluss des Rheins.

    Gruß - Rüdiger

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  • FlyingDentist schrieb:

    Eine klärende Erläuterung, was dieses ominöse Marktzugangshindernis aber eigentlich sein soll, bleibt Jo Konrad in Gänze schuldig.

    Ich finde das nicht ominös, weil ich von folgendem ausgehe:
    In der EU ist der freie Marktzutritt gewollt (nicht immer gewährleistet). Der freie Marktzutritt soll allen Produzenten die Möglichkeit geben, ihre Produkte in allen EU-Ländern frei vertreiben zu dürfen, wenn diese Produkte EU-Normen entsprechen.
    Bleiben deutsche Regelungen unterhalb der nach EU-Regelung möglichen und verhindern damit den Verkauf eines Produktes in Deutschland spricht man von einem Marktzugangshindernis, gegen das jeder vorgehen kann. Sinnvoll zuerst mit den nationalen Behörden (erfolgreich wie man sieht im Thema Tragschrauber). Länger dauernd eben über juristische und europäische Zwangswege.
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  • Gibt es zu der für alle UL-ler hoch interessanten Diskussion um ein gerechter- und wünschenswerterweise ebenso hohes MTOW wie bei den Gyros mit neuerdings 560 kg wirklich seit über 4 Wochen keine neue Stimme im Forum? Auch nicht von den Verbänden oder von Versicherungsexperten? Mir ist ein Fall bekannt, wo die Vollkaskoversicherung nach einem an sich eintrittspflichtigen Unfall die Kostenerstattung versagte, weil das UL mit zwei Personen an Bord mit einigen Kilos über 472,5 lag.

    Und etwas bei UL-Kollegen herumgehört stellte sich heraus, dass eigentlich jeder mit 2 Personen und vollem Tank im UL sich eine Kaskoversicherung sparen kann, weil die im Falle eines Schadens eh nicht zahlt, von weiteren Haftungsgründen ganz abgesehen. Insofern wäre es aus meiner Sicht dringend notwendig, durch ähnliche Erhöhung der MTOW wie jetzt bei den Gyros die zugelassenen ULs - und vor allem auch die der UL-Flugschulen -  aus der versicherungs- und haftungsrechtlichen Illegalität herauszubekommen. Zumindest sollte jedem das Risiko klar gemacht werden und dass er, wie mir mein Rechtsanwalt neulich dazu erklärte, eigentlich nur ein einsitziges Fluggerät nutzt.

    D-MULI

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  • D-MULI schrieb:

    Gibt es zu der für alle UL-ler hoch interessanten Diskussion um ein gerechter- und wünschenswerterweise ebenso hohes MTOW wie bei den Gyros mit neuerdings 560 kg wirklich seit über 4 Wochen keine neue Stimme im Forum?

    Wow, endlich mal  neue Fakten und Argumente!

    Welche Meinungen fehlen dir denn noch in den bisherigen 29 Seiten dieses Threads?

    Ulf
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  • Ich verstehe das auch nicht, denn die Tragschrauber 560 Kg ist doch eine Steilvorlage die ULs auch auf dieses Gewicht anzugleichen. Warum prozessieren da nicht die Verbände? Warum stimmen Sie sich nicht mit den Nachbarländern ab ?  Es muß doch noch Recht und Sachverstand in einem Rechtsstaat möglich sein . Gegen Unsinn und Willkür der Behörden ist bei entsprechendem Druck immer ein Lösungsweg möglich. 

    Wer, das heißt konkret welche Person ( Partei ?) ist es denn, die sich gegen die Auflastung sperrt ?  

    Wenn DULV und DAEC die Interessen der ULer nicht vertreten wollen (weil Sie vielleicht sich lieber zur interessanteren LSA Klasse hingezogen fühlen)  muß es vielleicht eine neue Vertretung tun die die wirklichen UL- Intersessen vertritt.

    472,5 ist Geschichte, wird Zeit das wieder Sachverstand und Fortschritt übernehmen.  

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  • DeltaMike: Wer, das heißt konkret welche Person ( Partei ?) ist es denn, die sich gegen die Auflastung sperrt ? 

    Steht doch im Editorial von Jo Konrad (DULV) drin: Herr Schiller, BMVBS.

    DeltaMike: Wenn DULV und DAEC die Interessen der ULer nicht vertreten wollen (weil Sie vielleicht sich lieber zur interessanteren LSA Klasse hingezogen fühlen)  muß es vielleicht eine neue Vertretung tun die die wirklichen UL- Intersessen vertritt.

    Das ist hier und an anderen Stellen x-Mal beschrieben, dass die Verbände sich sehr wohl entspr. eingesetzt haben.
    Und: Die LSA-Klasse ist m. W. außerhalb des Einflußbereichs der Verbände angesiedelt. So frage ich mich schon, wie weit Du über dieses Thema informiert bist ?

    DeltaMike: 472,5 ist Geschichte, wird Zeit das wieder Sachverstand und Fortschritt übernehmen.  

    Ja !! Gewiss wäre das ein erster Schritt um an der Diskussion sinnvoll teilnehmen zu können.

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