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Absturz in Oerlinghausen

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94Beiträge in diesem Thema Jetzt antworten
  • Hallo,

    wosx schrieb:

    Das macht mich neugierig. Gab es in der DDR keine VFR-Karten, oder kamst du nur nicht ran? Woher wusstet ihr, wo welche Lufträume sind? Durftet ihr eigentlich grenznah fliegen, oder war das nicht erlaubt?


    dazu gab es hier eine interessante Diskussion.

    Tobias
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  • nani schrieb:
    Hallo,

    wosx schrieb:

    Das macht mich neugierig. Gab es in der DDR keine VFR-Karten, oder kamst du nur nicht ran? Woher wusstet ihr, wo welche Lufträume sind? Durftet ihr eigentlich grenznah fliegen, oder war das nicht erlaubt?


    dazu gab es hier eine interessante Diskussion.

    Tobias


    Danke, das ist ja Lesestoff für Stunden mit vielen interessanten Details. Auf meine Fragen nach Luftfahrtkarten und grenznahen Flügen hab ich aber nichts darin gefunden. Also wenn Rüdiger was dazu sagen kann ... :)
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  • wosx schrieb:
    Danke, das ist ja Lesestoff für Stunden mit vielen interessanten Details.


    Hier ist noch mehr von dem Mist, wenn Dich das so sehr interessiert. Aber selbst nach über 20 Jahren haben viele DDR-Piloten noch immer keinen klaren Blick auf Ihre eigene Vergangenheit! Warum gibt´s eigentlich kein Luftfahrtforum des tausendjährigen Reichs?


    Jaja, die wollten alle ja nur fliegen...

    Michael

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  • .....weiß noch jemand um was es Eingangs hier ging...?

    ...ach ja - Absturz in Oerlinghausen war das Thema...
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  • Hallo FlyingDentist,

    FlyingDentist schrieb:
    wosx schrieb:
    Danke, das ist ja Lesestoff für Stunden mit vielen interessanten Details.


    Hier ist noch mehr von dem Mist, wenn Dich das so sehr interessiert. Aber selbst nach über 20 Jahren haben viele DDR-Piloten noch immer keinen klaren Blick auf Ihre eigene Vergangenheit! Warum gibt´s eigentlich kein Luftfahrtforum des tausendjährigen Reichs?


    Jaja, die wollten alle ja nur fliegen...

    Michael


    Bravo! Endlich reißt einmal jemand diesen altstalinistischen Verbrechern die Maske vom Gesicht!

    Im Ernst, ich fand die oben verlinkte Diskussion als (weitgehend) sachlich und informativ. Aber wahrscheinlich kann ich das als "Südi" nur nicht richtig bewerten. Du als Opfer der SED-Diktatur hast da naturgemäß eine ganz andere Sicht ...

    Tobias
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  • FlyingDentist schrieb:

    Hier ist noch mehr von dem Mist, wenn Dich das so sehr interessiert.


    Ich fliege im Osten. Es ist interessant zu erfahren, wie das hier früher ablief. Was auf den Plätzen los war, auf denen wir heute fliegen. Was man durfte, was nicht. Was für Lufträume es gab. Wie sich die Berliner Luftkorridore auswirkten. Fluchtgeschichten. Bekannt ist z.B. der Flugplatz Saarmund, war glaub ich zu DDR-Zeiten wohl reiner Segelflugplatz. Der liegt in Spuckweite von West-Berlin. In den 70er Jahren ist da wohl einer mit einem Segelflugzeug geflüchtet, in Gatow gelandet. Danach wurde Saarmund geschlossen und erst nach der Wende wieder eröffnet. Das ist der Platz wo es dieses Jahr eine Kollision in der Platzrunde gab. Oder die  Fluchtgeschichte, wo zwei Brüder ihren dritten Bruder mit 2 UL-Flugzeugen illegalerweise von Ost- nach West-Berlin geflogen haben. Nur mal son paar Schlaglichter. Sone Abwehrreaktion für Interesse an Geschichte ist schon sehr befremdlich. (Kannst es auch Heimatkunde oder Industriearchäologie nennen.)

    Warum gibt´s eigentlich kein Luftfahrtforum des tausendjährigen Reichs?

    Weil die Piloten alle tot sind. Es gibt aber Luftfahrt-Material aus der Zeit online. Vorsicht, das ist geschichtliches Material, nicht dass du wieder Anlass findest dich zu mokieren. :)
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  • wosx schrieb:
    Ich fliege im Osten. Es ist interessant zu erfahren, wie das hier früher ablief. 


    Auf der Website des Fliegerclubs Böhlen (bei Leipzig) gibt es eine gute Darstellung über die geschichtliche Entwicklung.

    http://www.fliegerclub-boehlen.de/geschichte.html

    Gannet

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  • Hallo Gannet,

    Gannet schrieb:

    Auf der Website des Fliegerclubs Böhlen (bei Leipzig) gibt es eine gute Darstellung über die geschichtliche Entwicklung.

    http://www.fliegerclub-boehlen.de/geschichte.html



    Sehr interessant, danke für den Link!

    Tobias
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  • Hallo wosx,

    bin jetzt erst wieder hier.

    Antworten: Nein es gab für uns keine ICAO-Karten.

    Streckenflug sah so aus, das es je nach Luftlage (Flüge von Sowjets, NVA oder Ministern) Freigaben gab.

    Dies waren ganz genau vorgeschriebene Strecken, von denen li/re nur jeweild 5km abgewichen werden durfte. In "sensiblen" Breichen nur 2km. Damit stellte sich die Frage nach Lufträumen nicht.

    Ich bin in Neustadt Glewe geflogen, da gab es eine Strecke von N-Glewe nach Pinnow an der Oder ( da wo die Munition entsorgt wird) und  zurück. Eben mit diesen 10KM korridor, in dem man wenigstens landen musste. Das war unsere 300km Zielstrecke mit Rückkehr. Hab ich ein mal im Pirat in 5,25h geschafft. War mein erster Diamant.

    Da in der ersten Zeit Fotoapperate verboten waren, wurden am Boden Wendezeichen die stündlich gewechselt wurden ausgelegt. Das wurde als Wendebestätigung gewertet.

    Und mein lieber FD, ich habe einen klaren Blick auf die Vergangenheit, aber Danke für diese Belehrung.

    Rüdiger

    Nachtrag

    Grenznahes fliegen:

    N-Glewe war grenznah, Strecken gingen nur nach Ost/Nord (Pinnow bei Schwerin nach Güstrow), In der Platzrunde waren regelmäßige Standortmeldungen Pflicht, wurden bei Ausbleiben abgefragt.

    Allerdings, mit einem Jantar voll Wasser und 2000m GND wären die 25KM kein Problem gewesen.

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  • Zwischen diesen Beiträgen liegen mehr als 10 Monate.
  • So, liebe Leute, hier gibt es nun noch die Infos zum Abschluss dieses Threads, und zwar aus dem Bericht der regionalen Presse. Der UL-Pilot wurde wegen Gefährdung des Luftverkehrs verurteilt.

    Er hatte laut Bericht "starke Windböen" als Unfallursache angeführt und sogar behauptet, der Fluglotse am Tower in Damme, wo er zuvor zum Tanken zwischengelandet war, habe ihm angeblich per Funk mitgeteilt, dass er noch rund eine Stunde fliegen könne. Der Flugloste hat dieser Aussage jedoch widersprochen. Er hatte ihn im Gegenteil deutlich vom Start abgeraten.
    Auch die Tatsache, dass es angeblich noch Sichtflugbedingungen gab, konnte ein Sachverständiger widerlegen. Er konnte nachweisen, dass der Pilot um 19:15 Uhr seinen letzten Funkspruch an den bereits unbesetzten Tower in Oerlinghausen abgesetzt hatte.

    .... Tja, schade, wirklich! So ein Vorfall bringt die Ultraleichtfliegerei echt in Verruf. Verantwortungsbewusstsein sollte schon fast als Fach in der Ausbildung mitunterrichtet werden. Aber das bringen ja oftmals nicht einmal die Fluglehrer selbst mit.

    Lieben Gruß
    JiMa

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