Luftsportstatistik 1995 bis 2010

Forum - Allgemeines & Aktuelles
  • Moin Fliegers,

    aufmerksam beobachte ich Eure Beiträge in diesem Thema. Macht Euch bitte einmal bewußt, ganz gleich, ob dachverbandsfrei, vereinsfrei oder beim DAeC- und/oder DULV organisiert, wer sich FÜR EUCH einsetzt, um den noch vorhandenen Luftraum für die Sportluftfahrt zu sichern.

    Noch habt Ihr halbwegs alle gut Lachen, aber wenn Berlin/Brandenburg aktiv wird, ist der Großraum Berlin nicht mehr befliegbar. Kassel/Calden wird demnächst bzgl. des Luftraumes angepaßt werden und in Frankfurt/Main wird es auch noch "enger" werden.

    Glücklich ist, wer mit seinem UL bzw. mit seinem Luftfahrtzeug irgendwo im freien Luftraum unterwegs ist, doch wenn Ihr einmal die Lufttraumstrukturen von 2011 mit denen von 1990 vergleicht, merkt Ihr, wie eng alles wird.

    Wie bereits geschrieben: Bitte einmal darüber nachdenken und dann seinen Verband daraufhin prüfen und/oder Forderungen sowie Anträge stellen!

    Fliegergruß!
    Pennula
  • Pennula schrieb:
    aufmerksam beobachte ich Eure Beiträge in diesem Thema. Macht Euch bitte einmal bewußt, ganz gleich, ob dachverbandsfrei, vereinsfrei oder beim DAeC- und/oder DULV organisiert, wer sich FÜR EUCH einsetzt, um den noch vorhandenen Luftraum für die Sportluftfahrt zu sichern.


    Wenn sich die Verbände tatsächlich so engagieren würden, wäre z.B. der ALF völlig überflüssig. Nur nehme ich die Verbände an diesem Punkt überhaupt nicht wahr! Beim Frankfurter Gespräch glänzten sie nämlich mit Abwesenheit!! Keiner der Offiziellen hielt es für nötig, zu diesem Termin nach Frankfurt zu reisen und deutlich gegen diese Luftraumänderungen Position zu beziehen.


    Michael


    PS: Ich war wenigstens da, wie man auf dem Bild erkennen kann.

  • FD, das traust Du Dich öffentlich zu machen? Warst Du auch geistig anwesend? Sieht doch so aus, als hättest Du den Schnarchsack dort gegeben?? ;-))

    Aber in Ernst: In dem Gestrüpp der Interessen, regional und überregional, bis hin zu gesamteuropäischen Regelwerken, da braucht es gestandene Leute, die sich damit auskennen und versuchen, Fehlentwicklungen zu vermeiden.

    Wenn die aber mehr damit beschäftigt sind, die Stuhlbeinsäger in den eigenen Reihen abzuwehren oder sich wegen Fehler in der Vergangenheit mit Klagen konfrontiert sehen, dann können die eigentlich nicht effektiv etwas bewirken.

    Und auf anderer Ebene, höher angesiedelt, ist das Beharrungsvermögen nach dem Kölner Grundgesetz ("kenne mer nid, broche mer nid") in Verbindung mit dem permanenten Wegschieben von Verantwortung eng verbunden.

    Fazit (nur für mich): Es kostet Zeit und Nerven, etwas bewegen zu wollen. In diesem System kann man m.E. nichts bewegen und somit verstehe ich heute die Leute, die immer sagen: "Ich will nur fliegen".
    Die Katze beißt sich in den Schwanz: Mit der Einstellung ändert man nichts.

    Deshalb habe ich in diesen Dingen nie vor Gericht geklagt. Aus wenn Truxxon hier verkündet, ich hätte doch.
    Weiß der Himmel, woher er seine Weisheit her hat...
    Und wer nicht klagt, braucht keinen Anwalt und kann somit auch keinen "verlieren".
  • Im Artikel 9(1) des GG steht:"Alle Deutschen haben das Recht, Vereine und Gesellschaften zu bilden." Das ist gut so, aber nicht immer sinnvoll...

    Es gab, gibt und wird vermutlich immer wieder Luftsportvereine geben, die bestens funktionieren. Kraft des eigenen Umfeldes, ohne Hilfe des DAEC oder seiner Mitanbieter.
    Es gibt auch die gemeinsamen Interessen der landesweit fliegenden Bevölkerung, die man den Regulierungsbehörden nahe bringen, vertreten und möglichst umgesetzt wissen möchte.

    Um das zu erreichen, gehört aus meiner Sicht, erstens, die komplette Trennung von Zulassung/Beauftragung/Lizensierung auf der einen Seite von der Interessenvertretung auf der anderen Seite.Es leuchtet mir nicht im entferntesten ein, warum z.B. MOTORsportler, die sich im öffentlichen Raum bewegen, die Zulassung für ihr Motorrad, Quad, Auto von einer amtlichen Stelle erhalten und die dazu passende Fahrlizenz auch nicht von einem Verband oder Club. LUFTsportler halten diese allumfassende Selbstverwaltung für ganz normal, obwohl sie sich auch im öffentlichen Raum bewegen. 

    Die aufgeblähten, ineffektiven Strukturen im Luftsport halte ich für eine reine Selbstbefriedigung. Wenn man tatsächlich gemeinsame Interessen der fliegenden Bevölkerung in den staatlichen Strukturen vertreten will, dann gehört dazu eine zentrale Organisation, die ernst genommen wird. Wie ein großer Industrieverband. Das bedeutet, dass alle aus der allgemeinen Luftfahrt mit einer Stimme sprechen müssen, vom Fallschirmspringer bis zum privaten IF-Piloten. Und diese Stimme muss professionelle Lobbyarbeit leisten. Professionell wird man aber nicht durch "hauptamtlich und bezahlt" oder durch eine große Ansammlung von Freiwilligen. An dem fett gedruckten Statement Pennulas erkennt man die typische Denke von Funktionären mit der silbernen Nadel am Hemdkragen: "Wer sich für EUCH einsetzt", schreibt er von der Funktionärsbank herab. "Für UNS" gehört dahin, wenn man sich als Hilfswilliger für eine gemeinsame Sache engagieren will. Aber so denken Funktionäre nicht. Aus deren Mund hören sich die Weltuntergangsszenarien an wie Drohgebärden von Berufspolitikern und die Erinnerungen an die Lufträume von vor mehr als 20 Jahren wie das Gebrabbel auf der Bank vor dem Altersheim.
    Wir leben und fliegen heute, die Zukunft liegt vor uns, mit sich wandelnden Umständen. Dafür muss es Antworten geben, die nicht nur lauten "IPad2" und  "TCAS für Arme".

    Wie kann man eine solche APP, sorry, einen solchen DAECProf, schaffen, der alle privat-luftigen Aktivitäten unter seinen Flügeln versammelt und effektiv den staatlichen Mechanismen als kritischer Partner dient? Überhaupt nicht! Weil das Geld kosten würde und auf der anderen Seite des Deutschen Pöstchen-Geilheit offensichtlich genetisch tief verankert ist und es für ihn ohne Amt keine Würde gibt.

    Deshalb werden auch noch in 40 Jahren die silbernen Ehrennadeln und die runden Messingteller des DAEC verliehen werden, auch wenn dann längst keine Schraube mehr die Luft verquirlt. Nur hat das keiner in den Verbänden gemerkt.....
  • Wow, das war mal eine Analyse von Dir die ich nicht erwartet hätte, mein Lieber. Bravo! Und hundertprozentige Zustimmung auf der einen Seite. Auf der anderen wäre eine deutsche Interessenvertretung die mit einer Stimme spräche natürlich eine Bedrohung für das freie Fliegen bei uns z.B. Und in vielen anderen europäischen Ländern. Von daher sind wir freilich eher angetan von der deutschen Zwietracht. Es wird mir ja hier immer wieder im Forum bewiesen dass viel deutsche Piloten mit mehr Freiheit gar nicht einverstanden wären.( Wenngleich die hier geäusserten Meinungen auch nicht unbedingt die Mehrheit widerspiegeln...) Auch habe ich den Eindruck, kann mich aber irren, dass das LBA eher gegen die Privatfliegerei arbeitet und von daher eine konstruktive Zusammenarbeit mit Interessenvertretungen von vornherein ausgeschlossen ist. 
    Aber trotzdem, Cumulus, Glückwunsch zu diesem Augenblick der Hellsichtigkeit. Ehrlich!
    Gruss Stephan
  • @ Cumulus, prima auf den Punkt gebracht: Dafür die kleine Forums-Verdienstspange in Silber !
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