Unterhaltskosten UL im Vergleich zur PPL

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  • Chris_EDNC schrieb:
    Mir unbegreiflich, wie man meine differenzierte Betrachtungs- und Herangehensweise mit roten Daumen bedenken kann...
    Na weil es nicht differenziert war und Du die Frage überhaupt nicht beantwortest. Nur weil Du die Analyse so rum betreibst, muss das ein anderer nicht auch so machen.

    Aber wir könnten ja noch einwerfen, dass man mit ULs keinen Kunstflug machen kann und deswegen überhaupt nicht die Kosten vergleichen kann.

    IFR geht mit ULs auch nicht, Nacht-VFR auch nicht. MEP gibt es auch nicht.

    Also völliger Unfug, ein UL kostenmäßig mit einem SEP/MEP zu vergleichen.

    ...oder so...

  • Meine Erfahrungen:

    - Hangar: 2200 Euro p.a. (individuell je nach Platz)
    - Versicherung: 1200-2500 Euro p.a. (Vollkasko + persönliche Versicherungen Haftpflicht, Unfall usw.)
    - Jahresnachprüfung: 160 Euro p.a.
    - Camo Vertrag: nicht nötig wenn Du alles selber machst, ansonsten sporadisch in die Werkstatt 300-500 p.a.

    - Diverse Verbesserungen, Wünsche Erweiterungen am Fluggerät: 500 + p.a. (nur Kleinigkeiten, kein Navi, kein EFIS)
    - Lizenzen für EFIS/Karten/Navigation usw. 500,--

    - 2 jährger Checkflug (150/2) 75 p.a.


    - Mogas 2,5 pro Liter (von der Tanke billiger) - Verbrauch 17 Liter pro Stunde = 45 Euro pro Stunde = 1800,- p.a.

    - Wartungsmaterial: Zündkerzen, Filter, Bremsen, Öl usw. 50 bis 250,- Euro 
    - Landegebühren: 10 bis 12,- x 40 Landungen = 500 p.a.

    Rücklagen: Schirm, Propeller, Motor, Gurte..:  350+300+1250+50 p.a.


    Greetings

    Edit: Medical vergessen - 150/2 = 75 p.a.

  • Und hier ein Auszug aus meinem Excel (wer Interesse an der Datei hat, einfach melden):


    Muss halt jeder seine Werte eintragen.

    Eine Katana ist nicht viel teurer. Sicher, ich spare viel, weil ich sehr viel selber mache, aber wer das nicht kann und auf eine Werft angewiesen ist, spart kaum noch etwas. Hangar ist gleich, Verbrauch ist gleich... Versicherung nimmt sich (glaub) auch nicht viel. Das sind ja die Kostentreiber.

    Und ja, eine C172 ist teurer (oh Wunder). Und bevor auch diese Frage kommt: Ein Learjet ist noch teurer.


    Chris

  • Die meisten denken sich die Ul- Kosten als Anfänger solange schön, wie nix passiert. Da kommt man vielleicht auf 80/90 € pro Flugstunde. Theoretisch. Bis dann eines schönen Tages mal vollkommen überraschend irgendwas größeres kaputt ist und man das nicht selber machen kann. Das haut dann gewaltig in die anfängliche Schönrechnung je Stunde rein; ist aber vermutlich bei jedem anderen motorgetriebenen Hobby auch so. Bei Echo sicherlich immer um den Faktor 2 bis 3 teurer als bei UL…

  • Gerneflieger schrieb:
    Bis dann eines schönen Tages mal vollkommen überraschend irgendwas größeres kaputt ist
    Da hatte ich in den vergangenen 25 Jahren Glück. Unvorhergesehene grössere Schäden gab es keine, nur eine geplante Motorrevision (dafür gibt es die Rücklage). Das teuerste bisher ganz klar und eindeutig: Hangar und Sprit (um die 7000 p.a.), das macht in 25 Jahren einen Betrag, den man besser nicht ausrechnet ;).

    Klar, man kann immer Pech haben...


    Chris

  • Ein differenzierte Betrachtung wird hier abgebügelt.

    Ich habe mal eine c 42 gebraucht gekauft 5000 investiert , Benzin reingeschüttet ( 16 Liter Super die Stunde) , 650 Stunden draufgeflogen, die Halle bezahlt und zum gleichen Preis nach 6 Jahren wieder verkauft. Billiger kann man nicht fliegen. Aber was sagt das aus? Nichts.

    Ich kenne auch einen der hat eine P 28 gekauft und dann kamen die Reparatur Rechnungen. Dann hat er aufgehört zu fliegen. Es hätte aber auch passen können .

    Da gibt es so viele Meinungen und Berechnungen und dann kommt ein Motorschaden und alles war falsch.

    Oft ist es die zweite Maschine die dann den Wünschen entspricht.

    Wenn man die Zulassungszahlen sich anschaut wurden die teuren Muster Bristell , Dymanik und VL3 am meisten gekauft. JA warum wohl ?

    Die wollten halt was modernes und schnelles. Liegt im Trend. Hätte sicher auch eine Cirrus sein dürfen aber das ist dann kostenmäßig doch eine andere Nummer.

    Das richtig preiswerte UL fliegen ist vielleicht noch mit einigen gebrauchten UL Mustern möglich ( gerade wenn man selbst schrauben kann) aber große Ersparnisse sind mit Einführung der 600 KG Klasse passe.

    Pauschal zu sagen das ist billiger oder teurer geht einfach nicht wenn man nicht die ganzen Anforderungen, Erfahrungen und Umstände kennt. 

  • QuaxC42 schrieb:
    Da gibt es so viele Meinungen und Berechnungen und dann kommt ein Motorschaden und alles war falsch.
    Jup. Man weiss die effektiv aufgelaufenen Kosten erst hinterher, wenn man den Vogel nach 10 Jahren oder so wieder verkauft. Da helfen die schönen Excel-Tabellen und das sich vorher best case-schöngerechne nichts. Eine Echo kann am ende überraschend günstig gewesen sein aber auch ein Albtraum. Dasselbe gilt aber auch für ein UL.
    (Und aus dem off ertönt die alte Leier: Zuerst Anforderungsprofil erstellen.)


    Chris

  • Anforderungsprofil...ja, natürlich!

    Und dann Lastenheft erstellen (ich mach das immer so bei Fahrzeugen, beim Flieger ists ähnlich). Eine eierlegende Wollmilchsau die alles bestens kann gibts ja eher ned.

    Für mich ist ein Flieger ein "Spaßerzeugungswerkzeug", und ein Werkzeug kaufe ich mir für den Zweck für den ich es brauche.

    Ein großer Faktor ist meiner Meinung nach ob ich hauptsächlich große Distanzen überwinden will (schneller Flieger) oder überwiegend nur in der Luft rumhängen will (Spaßflieger).

    mfg hb

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