Wirbelschleppen

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  • @Rüdiger siehe Seite 2 dieses Fadens :-)
  • Ich wundere mich schon was so vom DFS genehmigt wird. In Frankfurt/M kurz südlich Metro ist der Charlie Deckel auf 1500 ft abgesenkt . genau an dieser Ecke hat man wie einen riesigen Rechen 9 Windmühlen quer und versetzt gebaut.
    Ein überfliegen unter dem 1500 ft Deckel ist sicher nicht möglich sonder ausweichen angesagt.


    Die CTR in Frankfurt unterfliege ich mittlerweile nur noch sehr ungern. Mit dem Deckel über Dir und dem dicht bebauten Gebiet mit kaum bestehenden Aussenlandemöglichkeiten unter Dir ist von vorne rein klar, dass die 2000 Fuß Mindestsicherheitshöhe Makelatur sind. Zum Sight-Seeing der Hochhäuser gehe lieber auf Frequenz und erbitte Einflug, was mir bisher auch nicht verweigert wurde. Zum Durchfliegen nach Süden umfliege ich jedoch lieber den Bereich östlich via Aschaffenburg (XXXL-Burger) oder übe mich im Mainz "finthen" :-)
  • rlippok schrieb:
    ... eine konkrete Lebensgefahr wie in der klassischen Wirbelschleppe eines Flugzeugs oder Hubschraubers kann ich mir jedoch beim besten Willen nicht vorstellen.
    Danke Rüdiger, der Füsiger!
    Da schein ich ja nicht komplett auf dem Holzweg zu sein. :-)

    Unser Platz ist und wird nun von 4 Windparks* (SO, SW und N) regelrecht eingekesselt. Für die einheimischen Piloten zwar kein großes Problem, aber unser Platz liegt höhenmäßig im Frühjahr und Herbst vielfach in der Nebelgrenzschicht und war schon oft "der rettende Hafen".
    Jetzt sollte man solche IMC-Anflüge vielleicht unterlassen oder bedingungslos auf's GPS vetrauen. Die Dinger haben alle eine Nabenhöhe von über 500 ft und Rotorendurchmesser von ca. 60m (= über 600 ft Gesamthindernishöhe).
    Also seid vorsichtig, wenn Ihr mal bei uns runter müsst!!

    Michael

    *) Mit den original Planungsunterlagen oder beglaubigten Kopien der Baugenehmigungen kann ich leider nicht aufwarten!
  • @MikeFox: Ja, peinlich, hätte ich mal von Anfang an mitlesen sollen. Ich hatte zwar ein anderes Foto im Kopf, das war aber mit der gleichen Aussage.

    @FD: Physik-Genie hat mir bei weitem besser gefallen, da fühlte ich mich auch sofort angesprochen, wie du siehst ;-)

  • Ok, ab sofort  nur noch "Rüdiger,  Physik-Genie"!

    Michael

    PS: Ist auf jeden Fall besser als "Dr. Berzelmeier, Personalchef" :-))
  • oder "Dr. med. Wurst"
  • @ FD:

    Mit der Formulierung
    von der „senkrecht stehenden Rotationsachse“ hast du schon mal einen guten
    Stein ins Wasser geworfen. (Ich nehme an, du meinst „senkrecht zu deiner
    Flugrichtung stehend“).

    Hat mir etwas beim denken
    geholfen.

    Genau betrachtet zeigt die Rotationsachse der Randwirbel
    nicht in eine bestimmte Richtung, 
    sondern rotiert räumlich mit der Umlaufrichtung der Rotorblattspitzen. Je
    nach Durchflugwinkel und Durchflughöhe kannst du kurzzeitig jede beliebige
    Orientierung der Wirbelachse antreffen. Manchmal auch auch senkrecht, aber manchmal auch parallel zu deiner Flugrichtung.

    Der Knackpunkt liegt
    bei „kurzzeitig“. Es ändert sich alles so rasch, daß kein nachhaltiger Impuls
    in irgendeiner einheitlichen Richtung auf dein Flugzeug ausgeübt wird.

    Kurz: es rumpelt
    deutlich, aber es wirft dich nicht um. (selbst erprobt)

    Falls jemand im
    grenzwertigen Geschwindigkeisbereich unterwegs sein sollte, gelten die gleichen
    Vorsichtsmaßnahmen wie sonst auch bei turbulenten Anflugverhältnissen. Also lieber
    mal 10 km/h dazulegen, das verbessert zumindest die Ruderwirkung.

  • Ich habe in Youtube einige interessante Videos gefunden, welche die Verbirbelungen von Windrädern visualisieren.
    z.B.
    Wind turbine Wake Vortex
    oder
    Propeller Tip Vortices (zwar ein Propeller und keine WKA, aber interessant)

    Man sieht deutlich, dass die Wirbel nach dem zweifachen Rotordurchmesser praktisch verschwunden sind.
  • ca-max schrieb:
    (Ich nehme an, du meinst „senkrecht zu deiner Flugrichtung stehend“).
    Naja, ich bin davon ausgegangen, dass die Tragfläche ja eine Wirbelschleppe erzeugt, deren Rotationsachse immer der Bewegungsrichtung entspricht, also annähernd waagerecht ist.
    Da die virtuelle Bewegungsrichtung eines Rotorblatts einer WKA um 90° versetzt zu der einer Tragfläche ist, sollte die Rotationsachse der Druckausgleichswirbel an der Blattspitze (entsprich ja dem Randbogen einer Tragfläche) eine dementsprechende Lage im Raum einnehmen, also senkrecht stehen.
    Es ändert sich alles so rasch, daß kein nachhaltiger Impuls in irgendeiner einheitlichen Richtung auf dein Flugzeug ausgeübt wird.
    Ja, das ist nachvollziehbar und die schönen Videos, die ako verlink hat, scheinen das zu beweisen.

    Demnach ist also die Bezeichnung Wirbelschleppe für die mehr oder weniger turbulente Luft im Lee einer WKA sachlich falsch und für uns Luftfahrer nur irreführend.
    Prinzipiell muss man also vor diesen Leeturbulenzen weniger Angst haben, als vor anderen relevanten Leeverwirbelungen, da diese ja deutlich mehr gerichtet sind und somit eine mitunter erhebliche Potenz zu ungewollten Fluglage- und Flugrichtungsänderungen haben können

    Michael

    rlippok schrieb:
    oder "Dr. med. Wurst"
    :-))  ... den gibt's ja wirklich, nämlich in Lichtenstein/Württ.. Die vielen anderen sind aber auch nicht schlecht!! Schau mal hier. Besonders angetan hat's mir der Dresdener Frauenarzt Dr. med Tittelova, offenbar ein Weggefährte von Shaggy.


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