Kein Sprit um Tank - Landung in der Hamburger Stadt

Forum - Unfallprävention
  • Moin!

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man eine Störungsmeldung an das LBA schickt. Ohne Personenschaden passiert dann:   NIX

    Allerdings sollte man in die Störungsmeldung eher nicht reinschreiben:

    Ich hab mich blöd und grob Fahrlässig verhalten und viele Menschen gefährdet.

    Bilder in der BLUT-Zeitung sind natürlich auch nicht hilfreich.

    Tom

  • Sobald der Motor steht, wird aus einem Motorsegler rechtlich ein Segelflugzeug. Das darf natürlich legal Außenlandungen machen, bei denen auch mal was schief gehen kann. Man sollte halt nicht erzählen, dass der Motor wegen Spritmangel stand.

    Solche legale Außenlandungen mit stehendem Motor sind auch auf geschlossenen Flugplätzen ganz nützlich, wobei da einige Behörden anderer Meinung sind. 

  • Ein Hoch auf den vielgescholtenen Falken. Der fliegt halt noch mit stehendem Motor.

    Im Gegensatz zu manchem UL,......

  • Quax der Bruchpilot schrieb:
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man eine Störungsmeldung an das LBA schickt
    Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß zumindest beim UL die Meldung an den Verband, in meinem Fall war es der DULV, geschickt wird.

    Bei mir hat damals die Polizei als Erstes geprüft ob genügend Sprit im Tank war und da keinerlei Schaden entstanden war, habe ich nie wieder was davon gehört.

  • francop schrieb:
    Die Frage ist ja, was wir daraus lernen können....
    Da habe ich wenig Hoffnung auf neue Erkenntnisse. Halt vorher nachgucken, ob Sprit im Tank ist. Sich nicht auf die Tankuhr verlassen. Das weiss jeder Pilot, das ist sogar im Fragenkatalog aufgenommen. 

    Auch der betroffene Pilot wusste das sehr sicher und hat das eventuell sogar sonst vor jedem Flug getan. Diesen Tag dann vielleicht nicht, was in Kombination mit einem tatsächlich ziemlich leeren Tank dann zum vorliegenden Ergebnis führte.

    Das ist bei so ziemlich jedem Flugunfall das Problem: Eigentlich weiss JEDER Pilot, dass man dies und das und jenes nicht tut. Und die meissten machen auch alles mehr oder weniger richtig bei jedem Flug. Und selbst wenn mal nicht, passiert nichts, weil die Faktoren B und C noch fehlten. Interessant wird es, wenn mal alles zusammen kommt. Und das ist etwas, gegen das man sich kaum zu 100% schützen kann. Man kann die Wahrscheinlichkeit etwas drücken (fortwährendes Training, viel Praxis, sich immer wieder von zweitem Augenpaar checken lassen), mehr nicht.

    Postbote schrieb:
    Bei mir hat damals die Polizei als Erstes geprüft ob genügend Sprit im Tank war und da keinerlei Schaden entstanden war, habe ich nie wieder was davon gehört.

    Das wird auch auf der Autobahn als erstes von der Polizei überprüft, wenn man eine Panne hat.


    Chris

  • Chris_EDNC schrieb:
    Postbote schrieb:
    Bei mir hat damals die Polizei als Erstes geprüft ob genügend Sprit im Tank war und da keinerlei Schaden entstanden war, habe ich nie wieder was davon gehört.

    Das wird auch auf der Autobahn als erstes von der Polizei überprüft, wenn man eine Panne hat

    Blöd, wenn man dann ’n Elektoauto hat… *grins, duck und wech*
  • Bevor ihr den PIC verurteilt. Schon mal daran gedacht, dass auch wenn genug Sprit im Tank war, es nicht reichen kann. Ist einem Kollegen von mir passiert. 20 Liter im Tank drin und eine "große" Platzrunde (30 Minuten) geplant zur Überprüfung der Instrumente und nach nach 15 Minuten gingen die Tankleuchten an. Zurück zum Platz, gelandet und ausgerollt und dann ging der Motor aus. Sprich die haben es gerade noch geschafft. 

    Was war los?

    Es gab eine Undichtigkeit am Spritschlauch zum Metalrohr, womit ca. 1 Liter Benzin pro Minute zur Seite raus spritzte. Benzindruck war da und auch ablesbar. Nur verteilte der sich umter der Cowling. Folglich ging der Motor aus obwohl genug im Tank war für den Flug. 

    Nur nebenbei, es war eine neue Maschine für 180.000 - € mit 60 Flugstunden auf der Uhr und der Fluglehrer war de PIC. 

    Muss also nicht immer am Piloten liegen. 

  • Wenn ein Liter pro Minute rausspritzt dürfte sich deutlicher Benzingeruch verbreiten. Darauf sollte man eigentlich genauso deutlich reagieren.

    Wenn man das Glück hat, dass es beim Geruch des Benzins bleibt.............

  • Wenn du in einer neuen WT9 sitzt und es nach unten spritzt, dann richst du leider genau nichts.  

  • Chris_EDNC schrieb:
    Und die meissten machen auch alles mehr oder weniger richtig bei jedem Flug. Und selbst wenn mal nicht, passiert nichts, weil die Faktoren B und C noch fehlten. Interessant wird es, wenn mal alles zusammen kommt. Und das ist etwas, gegen das man sich kaum zu 100% schützen kann.
    Die Lehre aus dem gesagten ist nicht: "wenn da nichts seltenes dazukommt passiert ja auch nichts, also ist es ziemlich safe"

    sondern:

    "damit ist der erste, vermeidbare (!) Stein zu einem Unfall gelegt, jeder weitere, zufällige und verschlechternde Faktor kann in eine Spirale führen, an deren Ende ein Unfall lauert.

    Es kommt bei der Unfallvermeidung also maßgeblich auf den ersten Faktor an, so unwahrscheinlich auch weitere Faktoren sein mögen. Das muß sich jeder klar machen.

    Gerd

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