Zu diesem Unfall gibt es nur eines zu sagen. VFR nie in IMC fliegen, warum der Pilot trotzdem sich und seine Passagiere in diese Gefahr gebracht hat wird wohl nie einer in Erfahrung bringen.
Wer immer nur bei unter 4/8 und mit mindestens 2.000 ft Basis fliegt, bei unter 15 kt Wind und das im 100 km Umkreis um den eigenen Platz, wird die Herausforderungen von Streckenflügen nicht verstehen. Selbst die beste Wettervorhersage ist "nur" eine auf Wissenschaft basierende Einschätzung, von dem was kommen sollte.
Dazu kommt noch der eigene Faktor. Man schätzt die Daten und das Gelände evtl. noch falsch ein, dazu vielleicht noch wenig Erfahrung mit den örtlichen Verhältnissen, vielleicht kommt noch ein weiteres Problem hinzu und dann passierts.
Davor gefeit, dass einem so etwas niemals passiert? Das kann ich für mich nicht behaupten. Denn eins dürfen wir alle auch nicht vergessen. Fast alle von uns fliegen sehr wenig. Ich schaffe im Jahr vielleicht mal 50 - 70 Stunden. Bleibe damit also ewiger Anfänger. Würde einer von uns mit jemanden, der jedes Jahr so wenig Auto oder Motorrad fährt, mitfahren und eine flotte Runde drehen? Wohl eher nicht! Und jetzt addiert mal die Stunden, die sich in den letzten 10 Jahren in unseren Flugbüchern gesammelt haben. Zieht davon die Stunden ab, die bei blue sky geflogen worden sind.
924driver schrieb: Ich schaffe im Jahr vielleicht mal 50 - 70 Stunden. Bleibe damit also ewiger Anfänger. Würde einer von uns mit jemanden, der jedes Jahr so wenig Auto oder Motorrad fährt, mitfahren
Das sind immerhin ca. 10.000 km. Die durchschnittliche Fahrleistung von PKW lag 2020 bei 13.730 km. Dann kannst Du also bei wahrscheinlich mehr als der Hälfte der Autofahrer nicht mitfahren.
Das Problem sind wahrscheinlich eher die Piloten mit 12 Mindeststunden alle 2 Jahre, die auch noch nie viel mehr geflogen sind. Wenn die dann für diese 12 Stunden mit einem gecharterten Flugzeug auf Langstrecke gehen, ist das Risiko erhöht. Ich weiß aber nicht, ob das hier der Fall war. Genauso wenig könnte ich für mich ausschließen, in so eine Situation zu kommen. Fliegen ist gefährlich, teuer, laut und unbequem.
gelöschter User am 31.05.2022 um 14:05 Uhr bearbeitet
Eine C182 ist ziemlich sicher IFR tauglich und ob der Pilot das durfte,konnte und sogar geplant hatte steht noch nicht fest
Was wir bisher kennen lässt einen allerdings erst einmal demütig werden. Das Gramet für den Tag war so, dass auch erfahrene GA Instrumentenflieger an dem Tag in Kroatien gar nicht erst los geflogen sind und die 182 war VFR unterwegs. Es ist traurig für die ums Leben gekommenen, aber eben auch ein Beispiel wie man es definitiv schon von ganz Anfang an nicht machen soll.
francop schrieb: Eine C182 ist ziemlich sicher IFR tauglich und ob der Pilot das durfte,konnte und sogar geplant hatte steht noch nicht fest
Ich oute mich mal als unwissender UL Flieger aber egal ob ich als C182 Pilot IFR darf oder nicht - in so einem Fall einfach AP einschalten, irgendeine gescheite EFB-APP mit Terrain Warning verwenden und vielleicht nicht gerade in ein Gewitter reinfliegen ...
Natürlich darf es normalerweise nie soweit kommen aber ...
gelöschter User am 31.05.2022 um 14:50 Uhr
Stefan G. schrieb: Ich oute mich mal als unwissender UL Flieger aber egal ob ich als C182 Pilot IFR darf oder nicht - in so einem Fall einfach AP einschalten, irgendeine gescheite EFB-APP mit Terrain Warning verwenden und vielleicht nicht gerade in ein Gewitter reinfliegen ...
Auf der Strecke waren Vereisungsbedingungen und in einer 182 mit 4 POB und getankt für die Strecke geht da nix mehr ...
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