Maraio schrieb:Das Greenpeace Bashing erschließt sich mir nicht so recht.Das war nie unsere Absicht. Der Gleitschirm sollte über das Stadion fliegen und einen Latexball mit einer Protestbotschaft langsam auf das Spielfeld sinken lassen. Technische Schwierigkeiten führten dazu, dass der Pilot kurz vor dem Anpfiff des Spiels zur Landung im Stadion gezwungen wurde.
Wir werden die Ursachen des Zwischenfalls sehr genau untersuchen, um dafür zu sorgen, dass so etwas nie mehr wieder bei einer Greenpeace Aktion passiert und natürlich werden wir die Aufklärung des genauen Ablaufs in vollem Umfang unterstützen und dabei natürlich mit den öffentlichen Stellen zusammenarbeiten.
- In jedem Flugzeug Handbuch steht, welche Flugzustände vermieden und welche Geschwindigkeiten nicht unterschritten werden sollen. Alle paar Wochen stehen Vorfälle in den Zeitungen, wo das nicht passiert ist.
- Einflug in gesperrte Lufträume? Hatten wir neulich hier erst. SOLLTE nicht vorkommen, passiert aber nun mal.
- Unusual attitude - wie häufig wurde hier schon gefordert, doch bitte in der Ausbildung zu trudeln, obwohl M-Klasse Flugzeuge, wie auch die meisten CS-23 Flieger es weder können noch dürfen. Trotzdem passiert es, meist wegen bereits erfolgter Nichtbeachtung des 1. Punktes.
Die Liste könnte man beliebig fortsetzen. Tiefer Überflug? Verwandtenkurve? "Niemand hat die Absicht ... dabei zu verunfallen." - und dennoch passiert es jedes Wochenende, irgendwo.
Ich mag Greenpeace und ich glaube, dass sie sich sehr wohl bewußt sind, welches Risiko sie eingehen und welches nicht. Mir leuchtet auch die Begründung ein. Rund 9-15 KW Leistungselektronik ist nicht trivial und dementsprechend ist die Steller-Technik auch nicht gerade Eletronik-Baukasten für 10-12-Jährige. Am Ende ist da ein Gehäuseteil mit Feder, Hebel und Geber und zwei Kabeln daran - ich kann nachvollziehen, das da eine Fehlerquelle lauert. Ist eben so. Haben die ganz sicher NICHT gewollt und sicher auch nicht als potential risk in der Evaluation gehabt.
Wie auch nicht die Sicherheitskräfte. DIE wissen ganz genau, dass sie nicht auf alles vorbereitet sein können. Es gibt im Moment tatsächlich durchaus seriöse Leute, die Herrn Hermann wegen der Scharfschützen-Äußerung ggf. vor Gericht sehen wollen. Er hat eine Eskalation ins Spiel gebracht, die offenbar nicht vorhanden war und es gibt da wohl Leute, die das als Volksverhetzung einordnen. Die Linie ist da scheinbar sehr dünn.
Mit dem Vorfall jetzt den Rundumschlag Greenpease, Grüne, Linksradikal zu ziehen, ist schlicht populistisch.
Gruß Wolfgang