Absturz in Stadtlohn

Forum - Unfallprävention
  • Postbote schrieb:
    Das Einzige was ich daraus lerne ist, daß es verhäuft C42 sind die Probleme machen.
    Fliegen ja auch viele von!

    Rüdiger

  • Postbote schrieb:
    Was hat das mit diesem Unfall zu tun? Erklär mir bitte was man daraus jetzt lernen kann.
    Man nehme die möglichen Ursachen der Unfälle, bildet die Schnittmenge aus den wahrscheinlichsten und guckt nach Vermeidungsmaßnahmen...aber wie gesagt ich fürchte, dass ist nicht deine Intention.DFTT

    Egal: Letzendlich ist der Thread nun eh tot ...Glückwunsch :-)

  • Postbote schrieb:
    Aus keinem einzigen Unfall dessen Ursache nicht geklärt ist kann man überhaupt nichts lernen
    Ich glaube, du wolltest wohl eher das Gegenteil von dem ausdrücken was du tatsächlich geschrieben hast, oder etwa doch nicht???

    Ich drücke mal ihne Verneinung aus was du geschrieben hast:

    Aus jedem Unfall, dessen Ursache nicht geklärt ist, kann man etwas lernen.

  •     Rüdiger schrieb:

            Postbote schrieb:
            Das Einzige was ich daraus lerne ist, daß es verhäuft C42 sind die Probleme machen.

        Fliegen ja auch viele von!

        Rüdiger

    Nun ja, Rüdiger hat Recht. Wenn soviele gekauft werden, weil Fluglehrer das Muster präferieren, erhöht das logisch auch die Häufigkeit von Abstürzen, weil die Flugschüler anschließend genau dieses Muster kaufen.

    Trotzdem hätte ich mir etwas mehr Fachkompetenz gewünscht. Ich sah zwei gepostete Bilder mit erheblichen Crashfolgen im vorderen Cowling-Bereich. Also denkt man als Flieger nicht, daß es dem ersten Anschein nach ein Zusammenstoß mit einem Ackerschlepper gegeben haben könnte. Dem Piloten ging schlußendlich die Landebahn aus. Das einzuregeln hätte ganz am Anfang der Bahn sein müssen; und wie lang die ist, kann man nachlesen. Und wenn es nicht paßt, kommt auch auch noch Pech hinzu: Die berühmte Mehrkausalität eines Unfalls. Der Platz wird m.W. von einem Drahtzaun begrenzt, der aus massiven Pfählen und dazwischen gewachsenen stabilen Pflanzen halbhohen Gebüsch-Wuchses. Die mußten in jedem Falle überwunden werden, sonst war die Karre im Eimer, nicht selten i.V.m. drohender Privat-Insolvenz. So reich sind wir alle nicht, das locker wegzustecken, abgesehen von der Verantwortung für den Fluggast.

    Also ist es wahrscheinlich, daß zunächst heftigst versucht wurde, die Fahrt wegzubekommen (leichtes Ziehen, dann bei Bodenberührung Bremsen). Der Zaun kam unerbittlich näher, also  Gas wieder rein? ...und heftiges Ziehen, um darüber hinwegzukommen. Panik: Gas und heftiges Ziehen ergibt Strömungsabriß, weil man sich inzwischen auf der rückseitigen Polarenkurve und damit im negativen ca-Bereich befindet. Der Auftrieb bricht zusammen, der Widerstand nimmt zu, und schwupps - befindet man sich in I. Newtons Kernfachgebiet wieder.

    ...Und das alles traut sich hier niemand zu schreiben, obwohl es alle wissen könnten??? Nein, nein, das Problem ist genau so alt, wie die Fliegerei selbst. Dem sieht man real ins Auge und versucht, es besser zu machen. Mein alter Fluglehrer Georg Kaufhold sagte einmal - auf einen möglichen Unfall angesprochen:

    "Ja, dann haben wir alles zusammengefegt ...und sind weitergeflogen. Was sollten wir denn sonst machen?"

    hob

  • hob mal wieder.

    Auch nicht schlecht, sieht zwei Bilder und erklärt uns den ganzen Unfall.

  • micbu schrieb:
    Aus keinem einzigen Unfall dessen Ursache nicht geklärt ist kann man überhaupt nichts lernen
    Stimmt,

    sollte eigentlich heißen: Aus keinem einzigen Unfall dessen Ursache nicht geklärt ist kann man etwas lernen.

    @Rüdiger: Ja es gibt sehr viel von den C42, aber prozentual gesehen zu anderen Modellen ist die Häufigkeit zumindest in diesem Jahr recht hoch.

    Stefan

  • Man wird keine "procedure" für den konkreten Fall erhalten. Allerdings bekommt man den Gedankenanstoß, dass sich ein Kollege zumindest in einem gewissen Situationsumfeld in die Scheiße geflogen hat. Nun könnte man sagen, "oh shit! Die arme Sau! Gnade únd Mitleid den Angehörigen".  Aber! Wir sind Piloten. Also Menschen, die "da oben" alleine entscheiden. Wenn ich von solchen Dingen lese, dann erwarte ich nicht unbedingt gleich eine Lösung. Allerdings spornt es mich an, bestimmte Dinge nachzufliegen. Sachen auszuprobieren. Mit Piloten in der Diskussion zu bleiben. Keiner von uns hat die Weisheit mit Löffeln gefühstückt. Trotzdem beschäftigt man sich mit der Problematik. Dann noch eine Sache. Pietät ist eine schöne Sache. Man muss nicht auf die Gräber von Verstorbenen pinklen. Trotzdem muss man darüber diskutieren dürfen. Und auch spekulieren. Jeder der einen Rohr-Tuch-Flieger fliegt, der weiss, dass die Fahrt bei wegbleibender Leistung und Anstellwinkel im Zeitraffer wegbricht und das Ding dann durchnickt. Mögen wir alle hier von solchen Unfällen verschont bleiben.   

  • skyfool schrieb:

    hob mal wieder.

    Auch nicht schlecht, sieht zwei Bilder und erklärt uns den ganzen Unfall.

    "Gegen die Infamitäten des Lebens sind die besten Waffen

    Tapferkeit,

    Eigensinn und

    Geduld.

    Die Tapferkeit stärkt, der Eigensinn macht Spaß, und die Geduld gibt Ruhe."

    (Hermann Hesse)

    hob

  • "Panik: Gas und heftiges Ziehen ergibt Strömungsabriß, weil man sich inzwischen auf der rückseitigen Polarenkurve und damit im negativen ca-Bereich befindet. Der Auftrieb bricht zusammen, der Widerstand nimmt zu, und schwupps - befindet man sich in I. Newtons Kernfachgebiet wieder."

    Na da lerne ich gerade was: negatives ca durch Ziehen....wie machst Du das denn?

    Ich würde sagen, dass ca ist auch bei einem Strömungsabriss immer noch positiv, aber deutlich kleiner als ca-max.. Negatives ca hast Du m.E. nur im Rückenflug, wenn Du noch einigermaßen konstante Höhe fliegst. Oder Du drückst wie Hölle unter Alpha0.

    JEs

  • jes schrieb:
    Na da lerne ich gerade was: negatives ca durch Ziehen....wie machst Du das denn?
    Ich denke er meint den negativen ca-alpha Bereich. Finger langsamer als die Gedanken
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