Unfallhäufigkeit in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern

Forum - Unfallprävention
  • Hab mal irgendwo gelesen das ein UL Pilot durschnittlich 52 Std/Jahr fliegt. (Irgendwo im Ausland). Es gibt in D sicher viel mehr aktive Piloten als aktive ULFluggeräte. Z.B. das 5fache. Dies sollte die Statistik etwas aufbessern.

  • Hallo,

    >
    > ...Dies sollte die Statistik etwas aufbessern.
    >

    ja - das stimmt allerdings.

    Ich habe irgendwie eine Zahl von ca 12.000 Dreiachser-Lizenzen im Kopf,
    kann mich aber irren.

    Aber ich denke, auf über 50h/a kommen wir im Schnitt nicht, oder?!  ...bei dem Wetter?!?  ;-)))


    BlueSky9

  • Werner1966 schrieb:
    Hab mal irgendwo gelesen das ein UL Pilot durschnittlich 52 Std/Jahr fliegt. (Irgendwo im Ausland)
    Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Ich glaube, dass man hierzulande mit 20 Stunden/Jahr schon ein Vielflieger ist. Kurz nach Erhalt der Lizenz hat man eine gewisse Euphorie, durch die ich mir auch 50 und mehr Stunden/Jahr vorstellen kann. Danach scheint das aber deutlich abzuebben. So zumindest mein Eindruck, wenn ich mir bei Übungsflügen das jeweilige Flugbuch ansehe.
    BlueSky9 schrieb:
    Ich habe irgendwie eine Zahl von ca 12.000 Dreiachser-Lizenzen im Kopf,
    kann mich aber irren.
    Einfach mal in den Geschäftsbericht 2017 des DAeC schauen. Schätzungsweise könnten die Zahlen wie folgt aussehen. Sofern der Trend wie in den letzten Jahren anhält, könnte die Gesamtzahl der Lizenzen in etwa passen. Scheinbar gibt der DULV seit 2016 keine Zahlen mehr an den DAeC weiter:

    • Zugelassene Dreiachser: 4.133 (2.517 beim DAeC)
    • Zugelassene Tragschrauber: 594 (108 beim DAeC)
    • Lizenzen Dreiachser: ca. 18.000 (12.652 beim DAeC)
    • Lizenzen Tragschrauber: ca. 1.500 (335 beim DAeC)
  • Dummerweise habe ich kein Foto gemacht. Wir hatten des Jahr einen BFU Vortrag am Verein. Dort haben sie eben auch solche Statistiken gezeigt, leider nur Deutschland.

    Aber klar war zu erkennen das die Segler, vorallem mit Windenstarts die meisten Unfallverursacher waren. Danach gefolgt UL und Echo mit ähnlicher Anzahl. Wenn man das wieder aufgedröselt hat, kam auch zum Vorschein das es extrem viele Unfälle mit Kilo Zulassung gab, weil die Piloten wenig bis garkeine Routine mit ausgefahrenen Klapptriebwerken haben/hatten.

    Deutlich war auch zu sehen das die Unfälle seit den 90ern zureck gehen, liegt aber auch daran das es weniger gibt die fliegen, als "damals".

    lg

  • Ich habe den Vorschlag von sukram umgesetzt und alle im Aviation Safety Network in den letzten 5 Jahren erfassten UL Unfälle in Deutschland ausgewertet. Wir liegen hier bei durchschnittlich 26 Unfällen / Jahr, jeder dritte Unfall (7,3 / Jahr) ist tödlich. Somit beträgt das Risiko 1:160 pro Jahr das ein deutsches UL verunglückt, das Risiko das ein UL in einen tödlichen Unfall verwickelt wird 1:550. Das Ergebnis erschreckt mich. Wo habe ich mich verrechnet ?

  • Hallo,

    >
    > Das Ergebnis erschreckt mich. Wo habe ich mich verrechnet ?
    >

    Vermutlich nirgends!

    UL und ECHO Fliegen ist saugefährlich!!

    Mehr nicht.

    (nur mal ein kleines Beispiel:
     meine Risiko-Lebensversicherung nimmt
     für Motorradfahrer 50% Aufschlag,
     für GA-Piloten jedoch 100% Aufschlag)


    BlueSky9

  • @Bluesky dann wird es Zeit für den Versicherungswechsel :)

  • BlueSky9 schrieb:
    UL und ECHO Fliegen ist saugefährlich!!
    Ja aber das Gefaehrlichste ist doch die Fahrt zum Flugplatz, das sagen doch immer alle ;))

    Ich eigentlich jemals jemand bei der Fahrt zum Flugplatz umgekommen? Waere auch mal interessant.


    Chris

  • https://streckenflug.at/download/brunogantenbrink.pdf

    Ab Seite 2, aber eigendlich ist alles aktuell und interessant.

    Rüdiger

  • Rüdiger schrieb:

    https://streckenflug.at/download/brunogantenbrink.pdf

    Ab Seite 2, aber eigendlich ist alles aktuell und interessant.

    Rüdiger

    Danke, dieser Vortrag zeigt die meist verdrängte Wahrheit. Ich habe eine bedenklich lange Liste von tödlich verunglückten Freunden, Bekannten und Segelfliegergästen nur aus unserem Gebiet. Ein bisschen tröstet es mich, dass bisher von meinen ehemaligen Flugschülern noch alle leben, bis auf einen, der damals mit einem Motorflugzeug unterwegs war und mangels ADS-B, bzw. FLARM - System eine Kollision mit einem Helicopter hatte.

    Besonders das Segelfliegen im Gebirge stellt hohe fliegerische Anforderungen und mein jahrzehntelanges Bestreben war, den Leuten immer wieder bewusst zu machen, wie wichtig es ist, sich ein hohes fliegerisches Niveau beim Beherrschen grenzwertiger Situationen zu behalten und geistesgegenwärtig auf alle Möglichkeiten vorbereitet zu sein (Wind, Wetter).

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