Navigationsfehler, schwieriges Wetter und dann kommt mir noch einer zu nahe.

Forum - Unfallprävention
  • Wenn der Motor ausfällt suche ich ein geeignetes Notlandefeld

    Dem Schwarm Gänse weiche ich aus

    Ist die Batterie hin suche ich ein geeignetes Notlandefeld

    Dem Kaninchenbau auf der Piste kann ich nicht ausweichen

    Kein Sprit mehr zum Motor - suche ich ein geeignetes Notlandefeld

    Balken in der Luft weiche ich aus

    Wenn ich NOTAM studiert habe überrascht mit Herr Trump nicht.

    Und wenn mein Navi ausfällt - dann muss ich die Karte nutzen, mit der ich aber ja bei dem Wetter nie gestartet wäre!

  • Zunächst eine Korrektur: GAFOR war O nicht C. 

    Was Fehlerprävention angeht so gibt es IMO hier zwei Punkte: 1) Das vermeidbare Risiko vermeiden. In diesem Fall also westlich um Mannheim rum. 2) Im Regen dann von der selbstgesetzten Aufgabe (Papier–Uhr–Kompass) umschalten auf Moving Map. Zur Entlastung.

    Punkt zwei hätte den Einflug in die Kontrollzone verhindert!

    Ansonsten: Dass ich als VFR-Flieger die Kontrolle nicht an die FIS abgebe ist mir klar – von wegen "Hörigkeit" (was ist das eigentlich für eine Kategorie in der Fliegerei: Hörigkeit?) . Ich war allerdings irrtümlich der Auffassung, dass die einen vor einem Einflug in eine Kontrollzone warnen könnten – was man ja auch öfter hört, was ich in der Tat kurz vorher auf gleicher Frequenz hörte und was an dem Tag problemlos möglich gewesen wäre, weil wenig bis nichts los war. Aber gut, gelernt und abgehakt.

    Danke an bluesky für den Screenshot. Das hat mir klar gemacht, dass die garnicht die Auflösung haben, die Situation die sich da bei dem Near Miss ergab, zu sehen.

    Da es bei dem Near Miss keinen Alarm gab, hatte der wohl keinen Transponder an, oder? Warum fliegt man heutzutage ohne Transponder rum?

    Ob es sicherer war an dem Tag durchs Maintal zu fliegen? Ich weiss nicht. Ich bin ins Rheintal, weil es Oscar war und weil da sehr viel Platz war – für mich und die Schauer.

    Das Wetter war übrigens nicht das Problem, obwohl es zu meinem Fehler beitrug. Ich musste mich nirgendwo "durchkämpfen". Im Gegenteil. Das Problem war der Navigationsfehler, der dazu führte, dass ich in die Kontrollzone flog.

    Ein Wort noch: Ich bin Internetveteran, ich mache mir also keine Illusionen darüber was Trolle anbelangt. Wenn ihr aber wirklich wollt, dass in einem solchen Forum Leute frei von der Leber weg ihre eignen Fehler dokumentieren, damit andere sie nicht nochmal machen müssen, dann müsstet ihr hier ein wenig auf die Tonart achten. Leute wie der bLechflieger z. B., die zu einem solchen Beitrag wie dem meinen nichts beizutragen haben als einen abwertenden Kommentar ohne jeglichen konstruktiven Aspekt, würde ich als Moderator kommentarlos löschen. Solche Leute und Kommentare sind es nämlich, die eine offenen Umgang mit Fehlern verhindern. Sie sind also das Gegenteil von Fehlerprävention.

    Ansonsten: Vielen Dank für den Input.

  • Danke für deinen Beitrag. Gerade als Anfänger interessieren mich am allermeisten die Fehler anderer - das erdet und lässt viel lernen. Dass in jedem Thread spätestens ab Seite 2 ein guter Teil wenig konstruktiver und motivierender Beiträge enthalten sind nehme ich als unangenehm, aber ignorierenswert wahr.

    Hoffe aber Du (und alle anderen, die mal einen Fehler gemacht haben) lassen sich davon nicht demotivieren.

  • flightcare89 schrieb:

    Ich starte bei miesem Wetter mit Navi und fliege in miesem Wetter mit Navi - dann steigt das Navi aus (bei miesem Wetter), weil ich vergessen habe es zu laden, weil es keine Sateliten findet oder warum auch immer.

    Dann sitze ich - bei miesem Wetter - mit meiner Sichtflugkarte im Cockpit, aber mit der wäre ich ja nie bei diesem Wetter gestartet - und jetzt?

    Bei miesem Wetter starte ich schon mal grundsätzlich gar nicht, weder mit noch ohne Navi.

    Darüber hinaus zeigt der Eingangspost doch eindrücklich wie schnell es gefährlich werden kann, wenn man vielleicht 15 Flugstunden pro Jahr macht und meint, man müsse bei grenzwertigem Wetter unbedingt einmal üben ohne Navi zu fliegen.

    Und jetzt zu der Wahrscheinlichkeit eines Naviausfalls: In meinem Charterflieger ist ein IPad mir Skymap verbaut. Zuzätzlich führe ich ein Android-Tablet mit Skydemon mit. Außerdem habe ich noch ein Smartphone in der Tasche. Und da ich i.d.R. nicht allein fliege hat mein Passagier auch noch ein Smartphone dabei. Und wie Wahrscheinlich ist es jetzt, dass zunächst das IPad ausfällt, dann mein Android-Tablet, mein Handy funzt dann leider auch nicht und beim Smartphone des Passagiers ist gerade der Akku leer. Rein therotisch natürlich denkbar, aber doch weit weniger Wahrscheinlich, als das mir einfach so aus heiterem Himmel ein Flügel abfällt. Mit anderen Worten: Diese Gefahr ist absolut vernachlässigbar und es wiegt bei weitem nicht die Gefahren auf, die das "Üben" des Fliegens ohne Navi mit sich bringt.

  • Sollte ein  Beginner wirklich mal plötzlich  ohne Navi (was ja bei der Vielzahl der mitgeführten Geräte fast unwahrscheinlich ist ) da stehen  und hat auf der ICAO Karte zuvor nicht genau mitgeplottet, bekommt er schon mal einen Schreck. Da dann in unbekanntem Gelände die Position suchen ist nicht so easy. Auch ein erfahrener Flieger würde  vielleicht auch die falsche Autobahn nehmen. Das ist nicht unrealistisch.   

    Wenn man aber sofort  FIS ruft und klar sagt das man Hilfe mit der eignen Position braucht, weiß wo man am Transponder "ID" drückt ( das kommt dann oft)  und sich einen Kurs geben lässt dann ist der Stress sofort weg. Die führen einen bis man unter sich  den Heimatplatz hat. 

    Man muss halt auch bei Stress nur an diese Option denken und sich trauen diese Hilfe anzunehmen. Das ist kein Eingeständnis einer fehlenden Qualifikation sondern ein Zeichen von Kompetenz  kritische Situationen souverän zu meistern.  

    Es gibt meist mehr Optionen als man denkt. 

    QDM

  • Nun weiss ich warum du diesen Namen gewählt hast QDM :) :) .

    Ja aber es stimmt eben auch ... zu den Zeiten wo ich PPL gemacht hatte gabs keine GPS ... und mann ... hatte ich mal einen Schock bei wenig Schrägsicht auf der Rücktour als ich komplett den Faden verloren hatte, aber gsd hatte ich noch meine nördliche Auffanglinie und einen Schnapskompass der auf 5 Grad genau ging :) :) und ich mir nen QDM geben lassen hab.

    Und das schlimmste , ich kannte die Strecke eigentlich ... und war nur 45 min weg vom Heimatplatz ... peinlich ....

  • Volator schrieb:
    was ist das eigentlich für eine Kategorie in der Fliegerei: Hörigkeit?
    Nennt man RMZ... *grins*


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