Schon wieder ein UL Teil 3

Forum - Unfallprävention
  • Ist schon ein seltsam Ding, diese Murmel... ;)

    Chrid


  • > Ist schon ein seltsam Ding, diese Murmel... ;)
    >

    Ja... hat schon fast was "lebendiges" ... jedenfalls immer wenn ich fliege  ;))

  • Der Faden und die Libelle sollten nicht als äquivalente Fluginstrumente angesehen werden, wie es hier den Anschein hat!
    Der Faden liefert Informationen über die Strömungsverhältnisse am Montageort, zeigt aber keine G-Kräfte an, wogegen die Libelle - die ich übrigens lieber als Scheinlotanzeiger bezeichnen würde - nur Beschleunigungen um die  Längsachse anzeigt, unabhängig von jedweder Anströmung.

    Natürlich kann der erfahrene Pilot Rückschlüsse z.B. von der Position der Kugel auf die Anströmung ziehen, das ist aber eher Gefühlssache und damit leider nicht sehr aussagekräftig. Ein Segelflieger wäre mit einer Libelle ohne Faden allerdings mehr als unglücklich, da es ihn doch in erster Linie interessiert, wie seine Maschine die anströmende Luft durchfliegt, die dabei auftretenden G-Kräfte um die Längsachse sind ihm doch eigentlich egal ...

    Im Motorflieger fühlen sich unsere Passagiere am sichersten und gleichzeitig auch am wohlsten, wenn das Scheinlot geradewegs senkrecht durch die Hochachse ihrer Körper verläuft, wie sie es ja vom heimatlichen Erdboden gewohnt sind.
    Insofern wäre eine ruhige, mittige Kugel für stressfreie Gastflüge durchaus empfehlenswert.

    Leistungsmäßig und vor allem flugtechnisch spielt diese Kugelposition aber bei den meisten eine eher untergeordnete Rolle, zumal die wenigsten reinen Motorflieger eine sauber koordinierte Kurve überhaupt fliegen können. Für die sind die Pedale ein notwendiges Übel, um die Maschine irgendwie von und zur Piste zu rollen.
    Zitat einer meiner Motorfluglehrer beim Fliegen: "Nimm die Füße von den Pedalen, das ist nur was für Segelflieger"

    Michael
  • Das interessante dabei ist ja, dass Faden und Libelle zwar auf zwei völlig unterschiedlichen Messprinzipien beruhen, aber korrekt montiert die gleiche Information geben, da Lateralbeschleunigung im Schiebeflug und Querlage derart gekoppelt sind, dass "Faden außen" immer auch "Kugel innen" bedeutet und umgekehrt, ebenso "Faden mittig" = "Kugel mittig".
    Lediglich im Kurvenflug zeigt der Faden umso weiter nach außen, je weiter er vor dem Schwerpunkt montiert ist, da die lokale Anströmung auf der gekrümmten Flugbahn nur im Schwerpunkt rumpfparallel ist.
  • FlyingDentist schrieb:
    Der Faden und die Libelle sollten nicht als äquivalente Fluginstrumente angesehen werden, wie es hier den Anschein hat!

    Doch, sollten sie.

    Natürlich kann der erfahrene Pilot Rückschlüsse z.B. von der Position der Kugel auf die Anströmung ziehen, das ist aber eher Gefühlssache und damit leider nicht sehr aussagekräftig.

    Auch der unerfahrene Pilot (oder Flugschüler) sollte lernen, damit umzugehen.

    Im Motorflieger fühlen sich unsere Passagiere am sichersten und gleichzeitig auch am wohlsten, wenn das Scheinlot geradewegs senkrecht durch die Hochachse ihrer Körper verläuft, wie sie es ja vom heimatlichen Erdboden gewohnt sind.
    Insofern wäre eine ruhige, mittige Kugel für stressfreie Gastflüge durchaus empfehlenswert.

    Nicht nur bei Gastflügen. Kugel oder Faden in der Mitte zeigen dir an, ob du sauber fliegst, oder im Schiebeflug bist. Bei meiner (sehr militärisch) geprägten Kunsflugausbildung wurde immer wieder betont, das die Kugel in der Mitte zu sein hat.

    Achja, muss ich noch nachschieben: dabei musste ich auch lernen, das Kunstflug die Kunst ist, sauber geradeaus zu fliegen, egal was man mit dem Flieger sonst noch anstellt. Also: die Kugel muss in der Mitte bleiben.


    Leistungsmäßig und vor allem flugtechnisch spielt diese Kugelposition aber bei den meisten eine eher untergeordnete Rolle, zumal die wenigsten reinen Motorflieger eine sauber koordinierte Kurve überhaupt fliegen können. Für die sind die Pedale ein notwendiges Übel, um die Maschine irgendwie von und zur Piste zu rollen.
    Zitat einer meiner Motorfluglehrer beim Fliegen: "Nimm die Füße von den Pedalen, das ist nur was für Segelflieger"

    Die Kugel zeigt dir an, ob du sauber fliegst, oder im Schiebeflug bist. Das sollte eigentlich jeder wissen. Und wie bei jedem Fluginstrument ist es wichtig, das auch richtig interpretieren zu können.

    So einen Scheiß hat mir auch ein Motorfluglehrer bei der Ausbildung zu erzählen versucht. Solche "Lehrer" sollte man umgehend mit einem nassen Handtuch erschlagen. Wenn du dich an diesen Rat hälst, kann es flott passieren, das du in dieser Rubrik unter: "Schon wieder ein UL Teil 4" erscheinst, mit jeder Menge Betroffenheitsposts und einem Zeitungsbericht: "Erfahrener Pilot beim Kurvenflug aus unerkärlichen Gründen abgestürzt".

    Michael

    Gruß

    Pedro

    PS: warum bekomme ich diesen doofen Cursor nicht aus dem Zitatfeld???? Wahrscheinlich liegt auch hier wieder die Ursache ( wie bei 98,9 % aller Unfälle) genau zwischen den Ohren des Bedieners :-)

    PPS: JaRa hat es schon gut auf den Punkt gebracht.

  • pedrob schrieb:
    PS: warum bekomme ich diesen doofen Cursor nicht aus dem Zitatfeld???? Wahrscheinlich liegt auch hier wieder die Ursache ( wie bei 98,9 % aller Unfälle) genau zwischen den Ohren des Bedieners :-)
    Hab′ ich auch falsch gemacht und durch Probieren gefunden - der Raum zwischen Deinen Ohren ist okay:

    Zuerst mußt du einen Text markieren und dann erst oben auf den braunen Button gehen, " markierten Text zitieren".

    Du genießt dann den Vorteil, daß Roß und Reiter genannt werden, also explizit der Autor des markierten Textes und sein Produkt innerhalb eines Rahmens sind, den Du nicht mehr verlasssen konntest. Der Cursor sitzt dann zur Belohnung eine Zeile unter diesem Zitatrahmen.

    So logische Alleingänge eines mündigen Users verträgt die Forensoftware nicht. Es ist wie bei Windows - da könnte ja sonst jeder kommen...

    hob

  • hob schrieb:
    So logische Alleingänge eines mündigen Users verträgt die Forensoftware nicht. Es ist wie bei Windows - da könnte ja sonst jeder kommen...
    Moien Hob,

    funktioniert ja :-)

    Ich denke, das du bald wieder gefragt bist, eine physikalische Erklärung dazu abzugeben. :-)))

  • pedrob schrieb:
    Achja, muss ich noch nachschieben: dabei musste ich auch lernen, das Kunstflug die Kunst ist, sauber geradeaus zu fliegen, egal was man mit dem Flieger sonst noch anstellt. Also: die Kugel muss in der Mitte bleiben.
    Dat muss ich beim nächsten Landeanflug mal probieren. Da ich fast immer hoch reinkomme mach ich so′n Dingens da, wie heisst das noch gleich, irgendwas mit Unterwäsche, weiss nicht mehr, egal aber da ist die Kugel immer in der einen oder anderen Ecke. Das nächste Mal versuche ich mal sie in der Mitte zu halten dabei... :-))

    Gruss Stephan

  • pedrob schrieb:
    Bei meiner (sehr militärisch) geprägten Kunsflugausbildung wurde immer wieder betont, das die Kugel in der Mitte zu sein hat.
    Sehr interessant! Wie fliegt man denn eine Rolle oder einen Turn mit der Kugel in der Mitte???

    Michael

  • Beim Slipen nimmst du doch bewußt eine "schiebende" Position ein, um Höhe schnell abzubauen, da kannst du den Ball nicht in der Mitte halten.  Außerdem bist du dann sowiso zu hoch im Endteil.  Ansonsten hast du nur eine optiomale Umströmung der Maschine wenn du ständig auf die Kugel achtest und sie in der Mitte hälst. Wenn man mal, mit nur einer Tür geflogen ist, weiß man genau, wie der Wind in die Maschine schlagen kann, sollte die Kugel nicht in der Mitte sein. Also lasst die Füsse bitte an den Pedalen. Außerden kann man es auch hören, wenn die Kugel nicht in der Mitte ist. Achtet mal drauf.

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