Maik schrieb:bei genau der. Kurbelnde Segelflugzeuge sieht man deutlich besser...
auch bei stehender Peilung?
Aber ich flieg erst 40 Jahre, was weiss ich schon...
Maik schrieb:eure Vorstellung von Zertifizierung ist immer wieder interessant...
gerade weil es nicht zertifiziert
Ein Transponder ist nicht so viel teurer, weil er zertifiziert ist, sondern einfach viel komplexer im Entwurf...
Steffen_E schrieb:Das trifft zumindest für mich ziemlich sicher nicht zu. Die Quote ist bei ziemlich genau 0:100 😂 Meine beiden wirklich sehr, sehr knappen near misses (das erstaunte Gesicht des Piloten von dem einen würde ich heute noch wiedererkennen) habe ich nicht gesehen und gleichzeitig habe ich noch nie eine direkte Kollision durch ausweichen verhindert. Also 0:100. Eine stehende Peilung rechtzeitig vor der Kollision zu sehen stufe ich als pures Glück ein (btw: die beiden anderen Piloten sahen mich natürlich auch nicht…). Sicher, im Pulk mit kurbelnden Segelflugzeugen weiss man ja, dass da welche sind und die sieht man natürlich auch aber über Land, irgendwo in der Botanik, nein, glaube ich nicht. Beziehungsweise von mir weiss ich es.
Typischerweise sind 50% der Kontakte initial durch Sicht und 50% durch Hilfsmittel wie FLARM.
FLARM habe ich nun ca. 10 Jahre integriert und seither nie wieder sowas erlebt. Aufgrund von Warnungen des Systems habe ich den Flugweg schon dutzende Male angepasst.
Und noch ganz aktuell, erst vor drei Tagen im Anflug auf die Platzrunde hat sich ein anderes Flugzeug schräg über mir hinter meiner Fläche versteckt. Ohne FLARM no chance…
Chris
Wenn Du nie andere Flugzeuge initial mit eigenem Auge siehst, solltest Du mal über Deine Methoden der Luftraumbeobachtungen nachdenken.
2000 hättest Du dann ja niemanden gesehen...
Steffen_E schrieb:Habe ich nirgends geschrieben...
Wenn Du nie andere Flugzeuge initial mit eigenem Auge siehst
Chris
Chris_EDNC schrieb:was meinst Du dann mit 0:100?
Habe ich nirgends geschrieben...
Steffen_E schrieb:Also gut...
was meinst Du dann mit 0:100?
Du schriebst:
Steffen_E schrieb:
Typischerweise sind 50% der Kontakte initial durch Sicht und 50% durch Hilfsmittel wie FLARM.
und hast dies auch auf Nachfrage für die stehende Peilung (=Flieger auf direktem Kollisionskurs) bekräftigt.
Initial durch Sicht hatte ich diesbezüglich bisher 0 Erstkontakte, durch FLARM potentiell (ich passte schon lange bevor es kritisch werden konnte meinen Flugweg an) mehrere. Daher 0:100.
Chris
Steffen_E schrieb:Naja, Flarm kompatibel geht für ~100€ (ob das zertifiziert machbar ist bezweifle ich). Transponder (mit ADSB out) sind eher in oder oberhalb der Größenordnung der Kosten des Gleitschirms. Und von der Funktionalität ist Flarm für Gleitschirmflieger dem Transponder überlegen, ganz unabhängig von der Komplexität. Daher glaube ich an einer hohen Akzeptanz einer Flarm Pflicht.
Ein Transponder ist nicht so viel teurer, weil er zertifiziert ist, sondern einfach viel komplexer im Entwurf...
Grüße
Maik
Maik schrieb:Ich setze auch hier auf Einsicht, es gibt mehr als genug Vorschriften.
Flarm Pflicht.
Hier (CH) liegt die Einrüstquote bei vielleicht 90 %, ganz ohne Pflicht.
Chris
Chris_EDNC schrieb:Hier, schwäbische Alb, trifft das bei den Segelflugzeugen auch in etwa zu. Bei Rettungs- und Polizeihubschraubern 100%, aber bei den Motorfliegern sind geschätzt 1/4 ohne Flarm oder Transponder mit ADSB-out unterwegs, weiter im Norden sogar noch deutlich mehr. Und auch der aktuelle Vorfall war ohne Flarm. Die Nutzung des Anschnallgurts hat sich erst mit der Anschnallpflicht durchgesetzt, daher glaube ich nicht, dass ohne Pflicht sich an der aktuellen Quote viel ändern wird.
Hier (CH) liegt die Einrüstquote bei vielleicht 90 %, ganz ohne Pflicht.
Grüße
Maik
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