Ralle schrieb:Einen Fall konnten wir klar auf einen schwergängigen Bowdenzug eingrenzen. Nur ein Vergaser ging auf Vollgas der andere blieb auf Halbgas hängen. Das war nach dem Gasreinschieben nach einer Motorausfallübung in ca 300 ft AGL.
.... und hatten mit Sicherheit Probleme mit ausreichender Kraftstoffversorgung....
Bei den anderen Fällen ist die Ursache immer noch nicht wirklich klar. Einen neuen Motor hatten wir zumindest von Rotax auf Kulanz bekommen.
Was sind denn deiner Meinung nach die Ursachen wenn in ca 300 ft AGL nach dem Start die Kraftstoffversorgung plötzlich nicht mehr ausreicht?
Maraio schrieb:Mit dem Thema haben wir uns sehr intensiv auseinander gesetzt. Bei uns war es definitiv nicht die Zellenseite. Auch wenn wir nach Aufforderung von Rotax den Auspuff ändern lassen mussten (angeblich zu viel Gegendruck). Ein Auspuff der vorher über 20 Jahre an dem Flieger problemlos funktioniert hat. Ich sehe das SB-912-079 (auch die neue Version R2) eher als hilflosen "Rundumschlag" auf was man so generell alles achten sollte aber nicht wirklich auf eine klaren Hinweiß auf die Fehlerursache.
siehe die Untersuchungen von LSVRP/BwVL & Co, die dann im 2x revidierten SB-912-079 mündeten.
Zu >90% kein Rotax-, sondern ein Zellenbauerthema.
Michael_B schrieb:Ich bin zwar nicht Ralle, aber werfe mal Dampfblasenbildung in den Raum. Selber schon erlebt bei einer FK9 als Zuschauer.
Was sind denn deiner Meinung nach die Ursachen wenn in ca 300 ft AGL nach dem Start die Kraftstoffversorgung plötzlich nicht mehr ausreicht?
Chris
Chris_EDNC schrieb:War in dem Falle aber bei OAT um Null. Aber im Sommer (oder an einem warmen Frühlingstag noch mit Winterbenzin) könnte das natürlich sein.
werfe mal Dampfblasenbildung in den Raum. Selber schon erlebt bei einer FK9 als Zuschauer.
Michael_B schrieb:.... dazu kann ich als Beispiel eine kuriose Geschichte beitragen:
Was sind denn deiner Meinung nach die Ursachen wenn in ca 300 ft AGL nach dem Start die Kraftstoffversorgung plötzlich nicht mehr ausreicht?
Ein Kunde hat regelmäßigen Leistungsverlust, auch mit Motorstillstand, im steilen Steigflug bemängelt.
Lange Geschichte aber am Ende hat sich folgendes herausgestellt:
Im Tank befand sich eine Schweißperle, die sich erst ab einem bestimmten Steigwinkel vor den Kraftstoffabfluss gelegt hat und dadurch den Kraftstoffzufluss behindert hat.
Es kam dann nicht genug Sprit bei den Vergasern an.
Finde mal soch einen Fehler und sage, was Rotax dazu kann.
Ich habe im Laufe meiner Arbeit so einige Untersuchungen an Motoren für die BFU und Versicherungen durchgeführt und kann ganz klar zu der Thematik sagen, dass bei solchen Ausfällen tatsächlich fast nie ein Schaden am Triebwerk vorgelegen hat.
.... und ganz ehrlich: was wie ein "hilfloser" Rundumschlag aussieht, ist nur die Höflichkeit den Kunden und LFZ-Herstellern gegenüber, nicht sagen zu müssen, dass sie einfach zu blöd sind.
Viele Grüße
vom Bodenpersonal im Unruhestand
Ralf
Mein Heimatflugplatz ist Speyer mit für UL ewig langen 1600m Piste.
Wenn ich die 1-6 anfliegt, vorbei am Speyerer Dom und der großen Vickers Viscount 814 auf den hohen Stelzen im Technikmuseum, fliege ich immer im Leerlauf an wenn kein Wind ist.
Wenn man die 3-4 anfliegt sind kurz vorher hohe Bäume wie hier im Video zu sehen
https://www.youtube.com/watch?v=TbVePBOcmKw
Natürlich könnte man hier gaaaanz bequem hoch und lang anfliegen, aber man sollte ja immer den Schweller als Ziel haben.
Ich hatte mehrere Fluglehrer neben mir sitzen, der eine meinte man braucht kein Schleppgas, der andere meint besser wär das.
Am Flugplatz Worms darf/kann man auf Anfrage die 2-4 im langen direkt über dem Rhein anfliegen.
Kurz vorher ist eine "Kante"
https://www.youtube.com/watch?v=u6MPcU9uDKA
Da hat mir mein Leher gesagt, besser das Gas erst nach der Kante ganz raus nehmen, ich meine man hört es auch im Video.
Michael_B schrieb:Oder erforderliche Notwehr ;-)
hilflosen "Rundumschlag"
t-h-w schrieb:Ich lande nicht im "Gleitflug" weil der Motor ausfallen könnte, sondern weil ich es auch so gelernt habe und es zumindest für meine Kiste meistens (nicht immer) die Beste Landung ergibt.
Warum nicht beim Einflug in Platzrunden, warum nicht im Gegenanflug, warum nicht im Queranflug. Auch in diesen Flugphasen ist man recht niedrig und oft weit vom Platz entfernt und auch hier fliegt man langsamer und quasi mit Schleppgas.
Das scheint kein Problem zu sein - aber wenn der Endanflug beginnt... dann fällt er einfach aus... mhh?
Wenn Er im Gegenanflug aus fällt slippe ich die Kiste ganz locker auf die Bahn, beim Queranflug bin ich auch noch hoch genug um zu landen und auf den meisten Plätzen klappt das ziemlich gut und nicht nur mit meiner Eurofox sondern auch mit der P92 wo ich drauf gelernt habe.
Mir persönlich ist es allerdings völlig Wurscht ob jemand vorwärts, rückwärts mit oder ohne Schleppgas landet, es soll doch jeder so machen wie er es am besten kann und es mit Seinem Flieger am besten funktioniert
Diese ganze Diskussion ist genauso überflüssig wie ein Pickel.
Postbote schrieb:Das geht aber nur bei kleinen UL Plätzen mit Mickymaus Platzrunde. Schon hier in Aachen (EDKA) kommst du aus dem normalen Gegenanflug bei Motorausfall nicht mehr auf die Bahn. Zumindest wenn du die veröffentlichte Platzrunde und Platzrundenhöhe einhältst.
Wenn Er im Gegenanflug ausgfällt slippe ich die Kiste ganz locker auf die Bahn, beim Queranflug bin ich auch noch hoch genug um zu landen und auf den meisten Plätzen klappt das ziemlich gut und nicht nur mit meiner Eurofox sondern auch mit der P92 wo ich drauf gelernt habe.
Michael_B schrieb:Michael, ich habe auf einem kontrollierten Platz gelernt und der neue Platz hier in EDVK hat nicht unbedingt eine Mickymausplatzrunde bei einer Bahnlänge von 2500m und man glaubt es kaum auch da klappt es.
Das geht aber nur bei kleinen UL Plätzen mit Mickymaus Platzrunde.
Übrigens hattest Du das weiter vorn schon mal geschrieben und ich Dir schon mal geantwortet.
Schau doch mal auf das Bild wie weit ich da noch ohne Motorhilfe aus 2025ft gesegelt bin, das war damals meine Notlandung und das geht noch weiter als auf dem Bild zu sehen.
