Ralle schrieb:Dann darfst du mit keinem PPLer mitfliegen, dort wird das schlichtweg nicht vermittelt (ausser bei einer Ziellandeübung). In der Ausbildung wird immer mit Schleppgas gelandet. Und ja, auch mit Rotax (z.B Katana, auf der ich u.a. gelernt habe).
Ich kenne keinen, von dem ich meine, dass er ein guter und sicherer Pilot ist, der sich nicht wie ein Greif auf die Piste stürzt.
Soll heißen, dass er immer landen kann, wenn der Motor plötzlich keinen Vortrieb liefert.
Chris
Nordex schrieb:Ich frage mich, wie man dann legal durch so manche CTR fliegen soll (keine Landung, nur Crossing)?
SERA.3105 Minimum heights:Except when necessary for take-off or landing, or except by permission from the competent authority, aircraft shall not be flown over the congested areas of cities, towns or settlements or over an open-air assembly of persons, unless at such a height as will permit, in the event of an emergency arising, a landing to be made without undue hazard to persons or property on the surface.
EDDK, EDDL unter 2500ft, Maastricht CTR noch tiefer.
... ist nicht jede Landung eigentlich eine Ziellandung ?
Nicht in der PPL-Welt. Da wird der Gleitpfad mit Gas runtergeflogen. Der Ausbilder und Prüfer will dann sehen, dass man mit Gas die Sinkrate und mit Höhenruder die Fahrt regelt. Also zumindest in meiner Ausbildung und ich habe da auch noch nie gehört, dass jemand Geier-Sturzflugmässig zur Schwelle fliegt.
Chris
Chris_EDNC schrieb:Warum stellst Du die Alternative so übertrieben dar?Also zumindest in meiner Ausbildung und ich habe da auch noch nie gehört, dass jemand Geier-Sturzflugmässig zur Schwelle fliegt.
Man kann mit der Klappe und der Geschwindigkeit auch den Gleitpfad regeln und einen ganz normalen, stabilisierten Anflug machen.
Klar gibt es Geräte bei denen das keine Option ist, aber ich habe noch kein UL geflogen, mit dem das nicht exquisit geht.
Chris_EDNC schrieb:Das ist schlichtweg falsch. In meiner PPL-Ausbildung war es eher Standard, das Gas irgendwann rauszuziehen und ab da dann möglichst im Leerlauf zu landen. Und ich kenne das durchaus auch von anderen Schulen so.
Dann darfst du mit keinem PPLer mitfliegen, dort wird das schlichtweg nicht vermittelt (ausser bei einer Ziellandeübung). In der Ausbildung wird immer mit Schleppgas gelandet. Und ja, auch mit Rotax (z.B Katana, auf der ich u.a. gelernt habe).
Zu einer ordentlichen Ausbildung gehört es beides zu können (Leerlauf und Schleppgas) und darüber hinaus die nötige Kompetenz zu entwickeln zu entscheiden wann was Sinn macht. Wenn ich nen Platz habe vor dessen Schwelle lauter Felder sind, ist Schleppgas durchaus legitim. Wenn vor der Schwelle überall Bebauung ist, sollte ich eher die "Geierlandung" einplanen.
In meiner Ausbildungseinrichtung wurde damals das Buch "Ultraleicht Fliegen Kompakt" empfohlen. Dort fand man zum Thema Landung:
"Grundregel: Die Höhe wird mit dem Gas, die Fahrt mit dem Höhensteuer korrigiert" Und direkt danach: "Aerodynamisch hochwertige UL`s (z.B. Virus, Sinus) landet man im Leerlauf und korrigiert die Höhe mit Klappen und Seitengleitflug. Bei Fluggeräten mit schwachen Gleitleistungen wird der Endanflug entsprechend höher angesetzt und/oder per Motorleistungauf dem Gleitpfad gehalten."
Je nach Flieger ist es eben unterschiedlich, da muss man keinen Glaubenskrieg eröffnen.
Nordex schrieb:Richtig, über bewohntem Gebiet und Menschenansammlungen. Ergänzend gibt es die Sicherheitsmindesthöhen. Ich würde auch nicht planen, in 1000ft AGL überland zu fliegen, auch wenn es rechtlich in Ordnung ist. Je nach Flugleistung des Flugzeugs kann aber auch nicht jeder mal eben auf 9500ft gehen. Lufträume, Wind, Wetter, Wokenabstände, Halbkreisflugregeln gelten zuallererst.Cyberdiver schrieb:SERA.3105 Minimum heights:
Dass man STETS so fliegen muss, dass man ein Außenlandefeld erreicht, kenne ich beim UL nicht und halte ich für fragwürdig.Except when necessary for take-off or landing, or except by permission from the competent authority, aircraft shall not be flown over the congested areas of cities, towns or settlements or over an open-air assembly of persons, unless at such a height as will permit, in the event of an emergency arising, a landing to be made without undue hazard to persons or property on the surface.
Gilt nur für bewohntes Gebiet oder Menschenansammlungen, das aber auch für ULs.
Eine exakte, gute Landung ohne Gas im Endanflug und nur mit Setzen der Klappen ist mehr Glück als Können. Aktuelle Sicherheitsempfehlung: Landungen grds. stabilisiert bei präziser Geschwindigkeitskontrolle und voll gesetzten Klappen die Schwelle treffen. Und das ergibt Sinn vom UL bis zum Airliner.
Cyberdiver schrieb:Ich glaube du musst dich vertippt haben. Das macht jedenfalls nur genau anders rum Sinn...
Eine exakte, gute Landung ohne Gas im Endanflug und nur mit Setzen der Klappen ist mehr Glück als Können.
AlBarrett schrieb:Und bei Turbulenzen, Leewellen, Thermik, etc. fährt man im Endanflug ggf. die Landeklappen wieder rein?!Cyberdiver schrieb:Ich glaube du musst dich vertippt haben. Das macht jedenfalls nur genau anders rum Sinn...
Eine exakte, gute Landung ohne Gas im Endanflug und nur mit Setzen der Klappen ist mehr Glück als Können.
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