Landeanflug mit Schleppgas?
In der E-Klasse sieht man da kein Problem. Ist ja auch bequem und fühlt sich gut an.
Bei UL wird oder wurde gelehrt: jede Landung soll eine Ziellandeübung sein, also Endanflug im Leerlauf - aus Sicherheitsgründen - falls der Motor zickt!
Unwahrscheinlich?
Leider nein!
Es gab eine Zeit lang das Problem mit den absaufenden Schwimmern beim Rotax. Das scheint ausgestanden.
Wenn die Schwimmerkammer überläuft, überfettet das Gemisch und der Motor kann absterben - bevorzugt im Landeanflug!
Die zweite Ursache für eine voll laufende Schwimmerkammer kann ein undichtes Nadelventil sein.
Und genau das ist aktuell das Problem bei meinem Vogel!
Und zwar nicht wegen einer defekten Vitonspitze, denn das Nadelventil wechsle ich alle 200h, sondern wegen Verschleißes des Nadelventilsitzes.
Der Vergaser ist in meinem Fall im Stand übergelaufen, nachdem zwei Tage vorher noch problemlos geflogen wurde. Und dieser Defekt kommt gelegentlich vor.
Die Wahrscheinlichkeit für diese Art von Defekt steigt mit der Stundenzahl, die der Motor runter hat.
Das heißt: die Wahrscheinlichkeit eines im Landeanflug absterbenden Motors ist viel größer als Null!
Übrigens auch bei Vergaservereisung und dabei besonders bei dem Versuch, im kurzen Endanflug noch mal Gas nachzuschieben.
Was folgt daraus?
Wenn es gelingt (nahezu) jeden Endanflug als Leerlauf-Gleitflug zu gestalten, dann gewinnt man deutlich an Sicherheit.
Allerdings ist das nach meiner Erfahrung aus der normalen Platzrunde heraus schwerer einschätzbar, als bei Ziellandeübungen.
Was denkt ihr? UL-Endanflug im Leerlauf als Dauer- Übungsaufgabe sinnvoll? Welche Ideen gibt es für die konkrete Ausgestaltung?