raller schrieb:Ich stehe hinter dem was Du und auch Chris hier posten. Klare Regeln, kare Phrasen verhindern Zweideutigkeiten und beschleunigen die Informationsweitergabe.
In den USA, die so häufig als bessere Luftfahrernation genannt werden, ist ein Vorteil, das nahezu der gesamte Kontext der Fliegerei seit dem 2.Weltkrieg aus ihrem Kulturkreis in ihrer Sprache entstanden ist. Ebenfalls ist die militärisch geprägte Sprachkultur deutlich bekannter als bei uns. Das entfernt einige Stolpersteine aus dem Umgang mit der Fachsprache und erhöht auch die Akzeptanz von Anfang an.
Das wir hier in Deutschland in der GA damit ein Problem haben sehen wir an dieser Diskussion oder hören es im Funk mit der FIS.
Auch die USA haben ein ähnliches Problem, auch dort werden nach meinem Gefühl zwar selten, immer häufiger Abwandlungen der Phrasen benutzt. Da wird aus 123,550 dann beim Rücksprechen twentythree fiftyfive. Oder aus 120,5 twenty and a half. Wir sind also nicht alleine mit diesem Problem der persönlichen Anpassungen.
Um es klar zu sagen: das Befolgen der Phraseologie hilft allen und sollte auch beibehalten werden.
Übrigens ebenso wie klares deutliches Sprechen. Für mich ist die Unsitte schnell in das Mikrofon zu nuscheln, besonders bei Controllern verbreitet, ähnlich unsinnig wie der falsche Gebrauch der Standards. Wären hier keine verbindlichen Standards, ich würde so manches mal nur Bahnhof verstehen.
Gerd