MOIN schrieb:Das möchte ich doch etwas ergänzen:
Kein Flugzeug schmiert ab ohne mit einem vorher zu "sprechen".
Natürlich hängt das Abrissverhalten vom Profil und den herrschenden Rahmenbedingungen ab.
Der Motorfalke ist wohl als gutmütiger Flieger mit ebensolchem Abrissverhalten bekannt. Besonders den FS25E kann man in der Thermik regelrecht quälen und bis weit unter 60 km/h fliegen. Sollte man es dabei dann tatsächlich mal übertreiben, geht lediglich der Druck vom HR weg, die Nase verschwindet vom Horizont und so man nur ein wenig vom HR geht, ist auch gleich alles wieder grün. Die mühselig erkämpfte Höhe ist dann natürlich wieder weg, manchmal auch ein bisschen mehr.
Ganz anders sieht es beim gleichen Muster aus, wenn die Tragflächen feucht sind. Ohne die geringste Ankündigung kann dann die Strömung einseitig momentan abreißen und die Maschine trudelt ansatzlos.
Aus diesem Grund sollten Landeanflüge im Regen oder mit (noch) nassen Flächen immer mit 100 km/h gemacht werden.
Laminarprofile haben auch ein derart aggressives Abrissverhalten. Hier reißt die Strömung auch ohne (große) Vorankündigung momentan und vor allem vollständig ab, was den Flieger gerne mal urplötzlich auf den Rücken drehen kann.
Wer also bei solchen Konstellationen oder mit solchen Profilen an die Grenze gehen will, sollte schon wissen, dass er mit gewohnten Rückmeldungen nicht rechnen darf, die sicher dem Gros der GA-Maschinen zweifelsfrei attestiert werden können.
Ausgerechnet einige "tolle" ULs haben ausgewiesene Laminarprofile ...
MOIN schrieb:Das verstehe ich auch nicht. Nicht einmal nach der Lektüre der hiesigen Beiträge dazu.
P.S. ich habe bis heute nicht verstanden was an einem Rückenwind Start kompliziert ist...... in Traben Trarbach ist das NORMAL und geht aufgrund der Lage des Platzes z.B. gar nicht anders.....
Wieviele Male bin ich schon auf der Wasserkuppe mit bis zu 15 kt Rückenwind gestartet.
Michael