cbk als Gleitschirmflieger wird sicherlich auch die Pendelproblematik bei den im GS/HG-Bereich verwendeten Rettungsgeräten bekannt sein. Inwieweit diese Problematik bei den UL-Rettungsschirmen besteht weiß ich nicht, da es sich aber auch hier um eine Rundkappe handelt, wird der Fall ähnlich sein wie bei GS-Rundkappen-Rettern.Moin,
bei den Gleitschirmen hast du vorab schon ganz andere Probleme.
- Erstes Problem ist die Rettung bei etwaigen Stürzen, wo du im Extremfall nicht einmal mehr weißt wo oben und unten ist und mit einer Beschleunigung von mehreren G herumgeworfen wirst, die Rettung überhaupt ausgelöst zu bekommen.
- Wenn du in deinen eigenen Gleitschirm fällst und dich dabei in den Leinen verfängst und einwickelst, ist es eh aus.
- Hast Du das geschafft die Rettung rauszuhauen, besteht die nächste Gefahr darin, daß sich die Rettung im Gleitschirm verfängt und nicht öffnet.
- Ist die Rettung offen, kannst Du dir dann angucken, wo der Wind dich hintreibt. Evtl. in die Felswand, die dir eben noch Thermik verschafft hat oder doch in das Umspannwerk?
- Kommst dann so langsam in Bodennähe kommt das Pendelproblem, wenn die Reste des Gleitschirms dann doch noch fliegen wollen.
Aus all den Gründen werden bei Gleitschirmpiloten das Werfen der Rettung auch wirklich geübt. Auf dem Bild unten siehst mich in Aktion, wie ich das Retter-Päckchen nach hinten rausfeuere:
Was die Rettungen selber angeht, sind Kreuzkappen auch schon nicht mehr der letzte Stand der Technik. Da sind Rogallos viel besser. Maximale Sinkgeschwindigkeit: 3,8m/s.
--> https://finsterwalder-charly.de/rettungsgeraete/gleitschirm-rettungen/steuerbar.html
Rogallos sind steuerbar und somit kann man zwar im Streß nicht mehr unbedingt einen sauberen Landeanflug hinlegen, aber es reicht zumindest, um sich von den gröbsten Hindernissen fernzuhalten.
Hier in dem Video sieht man ganz gut die Problematik, daß sich die rettung durch die Reste des Gletischirms hindurch wurschteln muß. Außerdem zeigt sich, wie gut ein Rogallo lenkbar ist.
Das solche Rogallos auch viel größere Lasten tragen können, hat die Nasa in den frühen 1960ern bewiesen, als sie versucht haben Gemini-Raumkapseln damit auf den Salzseen in Kalifornien landen zu lassen. Das Problem dabei war damals nicht der Rogallo, der funktionierte.
Allerdings haben sie es nicht geschafft den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre genau genug hinzubekommen, um den Salzsee auch zu treffen. Im Pazifik ist es bei der Wasserung ja kein Problem, wenn die Kapsel mal 200km entfernt vom Zielort runterkommt. Ob das dann auch mit einem UL machbar wäre?