raller schrieb:Einverstanden. Ich schätze Deine professionellen Einsichten Raller. Die Klappen bei böigem Seitenwind nicht voll auszufahren hab ich noch nie gemacht. Werde ich mal ausprobieren. Allerdings würde es mich nicht wundern, wenn das bei der Sting nicht so gut klappt. Let's watch.Es geht auch nur um die Phase von der Schwelle bis zum Aufsetzen, alles davor spielt keine Rolle.
Bauartbedingt sind UL nicht gut geeignet, bei stärkerem Wind betrieben zu werden, da stört die geforderte Mindestgeschwindigkeit und die dadurch relativ geringe Flächenbelastung. Man kann sich leicht verbessern, indem mit geringerem Klappensetting angeflogen wird. Bei der FK9 ist Flaps 1 statt Flaps 2 etwa 10km/h schneller und damit der relative Wind geringer. Aber auch mit Flaps 1 ist 100km/h schnell genug für Böen von 25km/h. Ein niedrigeres Klappensetting verbessert vor allem die Seitenwindfähigkeit, weniger die Böenkompensation.
Ich habe meinen Standpunkt aus der Sicht eines Sting-Piloten dargestellt. Die Stallgeschwindigkeit für diese Maschine hab ich mir selbst erflogen und dabei feststellen müssen, dass diese deutlich (min 10 km/h) über den Handbuchwerten liegt. Daran halte ich mich logischwerweise.
Am Ende sind wir uns einig, die Geschwindigkeit beim eintauchen in den Bodeneffekt muss stimmen wie auch die Aufsetzgeschwindigkeit. Das Spiel muss man beherrschen, und das erfordert Übung. Mit unseren leichten Maschinen ist das deutlich anspruchsvoller als in einer schwereren 172er.
Und noch eines: danke für die gute Diskussion in diesem Punkt. So macht der Austausch Spaß.
Gerd
