Diskussion zur Umfrage: Benutzt Ihr bei jedem Flug eine Checkliste?

Forum - Umfragen

Ja, in schriftlicher Form
86.6 % - 129 Stimmen
Ja, jedoch nur aus dem Kopf
6.7 % - 10 Stimmen
Nein, ich nutze keine
4.7 % - 7 Stimmen
Nein, nur hin und wieder
2 % - 3 Stimmen

149 Stimmen - Umfrage geschlossen
  • Bei mir im Flieger ist die Checkliste für die wichtigsten Dinge am Panel aufgeklebt, ohne die wird nach einem gründlichen Außencheck nicht gestartet, so viel Zeit muß sein.

    Gruß Bernd
  • stefan2, sowas ist im Prinzip auch eine Checkliste. Man muß nicht immer eine Papiercheckliste haben, aber irgendein Kontrollmechanismus muß schon da sein, um Fehler zu merken. Und jeder Mensch macht Fehler (auch csaba).

    Was auch gut funktioniert sind generische Checklisten, die die wichtigsten Punkte beachtet.  Wir haben diese Dinger in jedes Flugzeug geklebt, dadurch wird es sehr einfach, eine Checkliste zu nutzen: http://www.aircraftspruce.eu/checklist-guide-retrac-gear.htm

    Was mir auffällt: Die Profis, die täglich beruflich fliegen machen nichts ohne Checkliste, aber wenn "Pilot Huber plus Eins" seine Mindeststunden zusammenkratzt, ist er sich zu fein eine Checkliste zu nutzen. Dieses Verhalten habe ich noch nie verstanden. 
  • Checklisten abarbeiten macht doch Spaß und entspannt!
  • Fliegen heißt für mich 100%!


    Zum Einen aus Fürsorge meiner Person, meiner Familie und zum Anderen meiner mitfliegenden Gäste.
    Ich könnte mir niemals einen Flugunfall aufgrund dämlicher Vergesslichkeit eines Checkpunktes verzeihen. Dies ist im Vornherein für mich immer verhinderbar durch rigorose Anwendung der Checklisten. Mittlerweile ist es bei mir auch so, dass es zum Fliegen einfach dazu gehört und die Minute vorm Starten auch noch Spaß macht :)

    Viele Grüße
    Marko
  • @Hein Mueck:
    als auch eine für die PAX-Einweisung in Griffweite, aber leider kommt nur die für den PAX zwingend zum Einsatz
    Was steht denn drauf auf deiner Einweisungsliste? Das finde ich interessant, vor allem, wenn man eventuell nur selten jemanden mitnimmt.

    Grüße, fred
  • @taildragger: Das ist selbstredend. Ich denke auch nicht dass Csaba jetzt einfach in seinen Flieger springt, den Schlüssel dreht und das Gas reinschiebt... Wird wohl kaum einer machen.

    Gruss Stephan
  • Eine Checkliste vor jedem Flug sollte für jeden Fluggeräteführer zum dringenden "Muss" werden, denn wie schnell ist es passiert, dass ein Handgriff vergessen wird. Ich bin Neuling ( im November 2014 die Lizenz erworben) und die bislang gesammelte Erfahrung hat mir diese Erkenntnis ans Herz gelegt. Vergesse nur einmal den Brandhahn zu öffnen, rolle auf die Piste........................und Du machst fein brav vor jedem Start den Check !


    Sicherheit geht vor !


    Grüße an alle


    Melantius


     


     


     

  • Ein Unfall ist meisstens das Ende einer Aneinandereihung von Fehlern und unguenstig zusammentreffenden Umstaenden. Die Checkliste vor dem Start ist ein sehr gutes und oft das letzte Mittel, diese Fehlerkette doch noch zu unterbrechen.

    Mich erstaunt das Zwischenergebnis, weil dies so garnicht meinen Erfahrungen entspricht...


    Chris
  • Hier in Thailand gibt es eine Menge Locals, die meinen, dass Sie keine Checkliste bräuchten. 
    Hin und wieder geht's halt schief.

    Mir ist da nicht wohl, wenn ich in einen Flieger steige in dem es keine Checkliste gibt. Dann verwende ich meine persönliche, die ich mir für die Zenair 701 erweitert hatte und hoffe auf keine "Überraschungen" .

    Eine kurze Pre-Take-Off-Liste sichtbar im Cockpit hat ein befreundeter Pilot hier auch (und auf der Rückseite relevantes für Emergencies) . Werde ich wenn ich wieder was eigenes habe auch hinkleben.  
  • Um mal meinem Nickname gerecht zu werden ;-)
    § 27 der Luftbetriebsordnung (LuftBO): "Der Luftfahrzeugführer hat vor, bei und nach dem Flug sowie in Notfällen anhand von Klarlisten die Kontrollen vorzunehmen, die für den sicheren Betrieb des Luftfahrzeuges erforderlich sind."

    RA Roland Winkler schreibt hierzu im fliegermagazin 02/2011:
    "Die Luftbetriebsordnung ist eine Rechtsvorschrift zur Sicherung des Luftverkehrs im Sinne des § 315a Abs. 1 Ziffer 2 Strafgesetzbuch, und das heißt, dass Verstöße gegen sie mit einer Gefängnisstrafe von bis zu fünf Jahren geahndet werden können – wobei eine so hohe Strafe im Falle einer nicht gelesenen Checkliste sicherlich theoretisch anmutet. Realistisch dagegen ist, dass es ein Kaskoversicherer im Schadensfall als grobe Fahrlässigkeit auslegen kann (und wird), wenn ein Pilot nachweislich keine Checkliste benutzt hat. Auch nach neuer Rechtslage hat eine Versicherung nämlich einen Regressanspruch gegen den Schädiger, sobald grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Nach der neuen Regelung des § 86 Absatz 2 Satz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) gilt zwar nicht mehr das "Alles-oder-nichts"-Prinzip, die Kürzung der Versicherungsleistung muss vielmehr im Verhältnis zur Schwere des Verschuldens stehen. Allerdings muss der Pilot den Beweis erbringen, dass eine grobe Fahrlässigkeit nicht vorgelegen hat, was erfahrungsgemäß nur sehr schwer gelingt.

    Etwas anders gelagert ist der Fall, wenn der Pilot eine Checkliste nicht vollständig abgearbeitet hat. Im Schadensfall wird die Versicherung dann nicht von vornherein von grober Fahrlässigkeit ausgehen und entsprechend normal regulieren.

    Von diesen juristischen und formellen Dingen einmal abgesehen tut man sich natürlich selbst keinen Gefallen damit, Checklisten komplett zu ignorieren – erst recht dann, wenn man nur in unregelmäßigen Abständen fliegt. Die Hersteller von Luftfahrzeugen haben sich schließlich etwas dabei gedacht, bestimmte Punkte in einer gewissen Reihenfolge abzuhaken. Immerhin gibt es durchaus Spielraum für eigene Vorlieben, wie in fliegermagazin #2/2010 erklärt (Praxis Fliegen: "Wissen, wo’s steht").

    Sinnvoll kann es sein, sich auf Grundlage der Betriebsanleitung eine individuelle Checkliste anzufertigen, ergänzt um Punkte aus dem persönlichen Erfahrungsschatz mit dem jeweiligen Muster. So eine Liste darf natürlich nicht unerreichbar im Gepäckfach liegen. Bei wenig komplexen ULs ist es durchaus üblich, eine Mini-Version als Aufkleber am Panel zu haben. Akribisch die Checkliste abzuarbeiten, ist jedenfalls kein Zeichen von Schwäche. Dumm ist vielmehr, wer es nicht tut."


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