Diskussion zur Umfrage: Bist Du für oder gegen die Flugleiterpflicht an deutschen Info-Plätzen?

Forum - Umfragen

Ich bin dagegen!
85.5 % - 241 Stimmen
Ich bin dafür!
14.5 % - 41 Stimmen

282 Stimmen - Umfrage geschlossen
  • Ich kenne die Kostenrechnung des ein oder anderen Flugplatzes mit Flugleitung im Drei-Personen-Schichtbetrieb sowie Einnahmen durch Tanken, Hangars/Stellplätze und Landegebühren. Ich kenne Plätze ohne Flugleiter und Landegebühren - und die Rechnung dazu. Natürlich hängt das auch von den jeweiligen Gegebenheiten ab (Zahl der Landungen, ehrenamtliche Flugleiter), aber den grundsätzlichen Zusammenhang herzustellen - ja, das traue ich mir aufgrund der mir bekannten Fakten zu. Hast du andere Zahlen?

    Was die Sache mit dem Heft betrifft: immer wieder - dessen Kauf ist nicht verpflichtend, die Dienstleistung des Flugleiters schon. "Bitte umblättern" ;-)
  • Moin,

    bissel off topic, da es jetzt nicht nur um den Flugleiter sondern auch um die Kosten geht.
    Dazu denke ich, die Kosten jedes Platzes sind ein Punkt den der Verein, Betreiber ect.
    selten gedeckt bekommt. Jeder Verein ist am krabbeln um die Infrastruktur in Schuss zu
    halten und kommt nur über die Runden indem der benötigte FL seinen Dienst freiwillig
    machen "muss".
    Klar, auf vielen Verkehrsflugplätzen sitzen bezahlte Türmer. Dat is halt nunmal so und auch
    gewollt. Manche haben eben der allg. Luftfahrt zur Verfügung stehen...das geht nur mit
    bezahlten Türmern.

    Info ist nicht gleich nur Feldwaldundwiesenplatz. Vielleicht sollte hier etwas mehr
    differenziert werden... quasi ohne Verkehrslandeplätzen mit Versorgungspflicht sondern nur für Sonderlandeplätze.
    Damit hätte man evtl. bessere Chancen, da hier die "Lobbyisten" weniger betroffen wären.

    Es gibt übrigens auch in D-Land einige Flugplätze ohne Landegebühren. Da lasse ich gerne
    eine Spende da, denn deren Rasenmäher läuft ja auch nicht mit Suppengrün...

    @Stephan2
    Wir machen den rot-weißen Fetzen immer mit ner Schnur hinten fest, damit mal die Windrichtung für den Tag festgelegt ist. Da muss schließlich mal Ordnung rein in das System. Kann ja nicht sein, dass wir mehrfach die Landerichtung ändern müssen nur weil der Wind sich dreht ;o)

    Martin
  • Siehste, Du hast das kapiert. Flugleiter weg. Spendenbüchse an einen Baum genagelt und fertig. Und wie eine ordentliche Ul-Piste aussehen soll, hier mal wieder ein französisches Beispiel:
    Man beachte bitte auch den Flugleiter, äh Windsack, welcher aus einer Plastiktüte aus dem Supermarkt besteht... :-))


  • Hallo,

    bei uns am Platz gab es vor Jahren das Fliegen ohne Flugleiter, was leider von vielen Piloten ausgenutzt
    wurde. Es wurden keine Positionsmeldungen abgegeben und auch keine Landegebüren bezahlt.
    Jetzt ist der Turm nur am Wochenende besetzt und das nur bis 18.00 Uhr.
    Das Starten und Landen ist auch bei nicht besetztem Turm möglich mit Außenstartgenemigung,
    welche 100€ im Jahr kostet, allerdings nur mit Anwesenheit einer eingewiesenen Hilfsperson.
    Da es nicht immer möglich ist spontan eine Hilfsperson dazu bewegen einem bei schönem Wetter 
    beim Fliegen zu beobachten ist man doch sehr eingeschränkt.
    Ich habe auch kein Problem mit Flugleitern, die machen ihren Job meistens gut, doch ohne funktioniert
    es auch wenn sich alle an die Regeln halten.

    Gruß Bernd
  • Ja der Heftkauf ist freiwillig. Das Herumgurken in Sportflugzeugen insbesondere UL aber auch oder?
    Dieser Vergleich kommt aber immer , da konnte man direkt drauf warten
  • Namenloser Bernd:..."bei uns am Platz gab es vor Jahren das Fliegen ohne Flugleiter, was leider von vielen Piloten ausgenutzt
    wurde. Es wurden keine Positionsmeldungen abgegeben und auch keine Landegebüren bezahlt.
    Jetzt ist der Turm nur am Wochenende besetzt und das nur bis 18.00 Uhr."...


    Da ist wieder das Phänomen: Man will alles haben, aber nix dafür tun. Wenn keiner kuckt und aufpasst ist die Disziplin im Eimer.
    Und wenn man das hier noch ganz unbedarft durch eigene Erfahrung bestätigt, darf man sich nicht wundern, wenn die Luftaufsichtsbehörden genau mit diesen Argumenten das freie FL-lose Fliegen wieder abschafft, bzw. erst gar nicht zulässt.
    Ich könnte mir vorstellen, das der eine oder andere (der immerhin inzw. 20 Befürwortern - sie seinen verstoßen!) genau wegen der nachlassenden Disziplin sich lieber einen FL wünscht.
  • Moin,
    machen wir doch aus der gesetzlichen Flugleiterpflicht eine gesetzliche Pflicht zur Positionsmeldung in der Platzrunde. Wenn ich einen Leg vergesse, gibt es ein Bußgeld von 5 €uro. ;-)
    Achim
  • Eine allgemeine Pflicht würde ich davon auch nicht herleiten wollen. Es ist einfach vom Platz und den Gegebenheiten abhängig.
    So sehe ich das auch. Wir haben bei uns 11 Sparten am Platz. Vom Modellbau bis Fallschirmsprung. Da ist der Flugleiter eher Kindergärtner :-)

    Ich kenne die Kostenrechnung des ein oder anderen Flugplatzes mit Flugleitung im Drei-Personen-Schichtbetrieb
    Soll es geben. Geht natürlich auch anders. In der Kernzeit macht es ein "professioneller Hausmeister" in den Randzeiten eingetragene Mitglieder mit ′ner Handfunke.

    Es scheint aber auch teilweise ohne zu gehen (z.B. Hasselfelde mit ′ner Büchse zum Einwerfen von Münzen :-))

    Bye Thomas
  • Die ganze Diskussion hier dreht sich um das Thema "Eigenverantwortung der Piloten". Historisch bedingt wird den deutschen Piloten von den Behörden (und teilweise auch untereinander) leider zu wenig Eigenverantwortung zugestanden. Das gilt nicht nur für die Flugleiterpflicht, sondern auch bei Lizenzfragen und Wartungsthemen (nicht nur die E-Klasse-Piloten wissen was ich meine).

    Das Positionsmeldungen, an Flugpätzen ohne Flugleiter mit automatischer ATIS-Ansage, von Piloten weggelassen werden, liegt m. M. nach an mangelnder Eigenverantwortung. Jeder Pilot, der in der Platzrunde schon mal einen Near-Miss (üb)erlebt hat, wird es ganz genau überlegen, wie und wann er welche Positionsmeldung abgibt.

    Diese Diskussion ist so deutsch wie eine Diskussion nur sein kann :) Ich hoffe, dass man in absehbarer Zeit auch in Deutschland einen pragmatischen Weg finden wird, mit dem alle Parteien leben können. Dass es auch anders geht, bestätigen viele Beiträge in diesem Thread.

  • Dieser Vergleich kommt aber immer , da konnte man direkt drauf warten
    Nur damit ich′s richtig verstehe - die Argumentation geht also wie folgt:

    1. Wenn Du Dir Fliegen nicht leisten kannst, hast Du halt Pech gehabt.
    2. Wenn Du Dir nicht leisten kannst, beim Fliegen dazu verpflichtet zu werden, auch für Unsinniges und Überflüssiges viel Geld auszugeben, und es deshalb wagst, Dinge in Frage zu stellen, die nicht nur Geld kosten, sondern die Fliegerei sehr verkomplizieren und womöglich sogar weniger sicher machen, dann bist Du erst recht ein Depp.

    So in etwa korrekt?


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