Diskussion zur Umfrage: Ist das Medical für UL-Piloten wirklich sinnvoll?

Forum - Umfragen

Ja
50.5 % - 204 Stimmen
Nein
49.5 % - 200 Stimmen

404 Stimmen - Umfrage geschlossen
  • Inzwischen sind 238 Stimmen abgegeben und gut 45% finden es toll, dass es das Medical fuer ULer gibt.
    Mich wundert etwas, dass es hier niemanden interessiert, dieses Umfrageergebnis ist doch ein wunderbar zuendfaehiges Gemisch.
    Ist es Resignation? Fassungslosigkeit?

    Gab es schonmal eine Umfrage, ob ein FL sinnvoll ist? Das Ergebnis waere wohl aehnlich traurig ausgefallen.

    Denk ich an Deutschland in der Nacht...


    Chris
  • Moin,

    wenn die Piloten und die Verbände nicht daran arbeiten das MTOW endlich wie bei den Tragschraubern auf ein vernünftiges Mass zu erhöhen, aber zusehen wie unsinnige Zulassungsbedingungen das Problem auf den Piloten abwälzen und die wirklich Verantwortlichen sich einfach wegducken, dann lohnt es sich nicht sich überhaupt noch an weiteren Themen zu beteiligen. Nach meinem desillusionierenden Gespräch mit einem Landesvorsitzenden des DAeC halte ich mich da raus. Die verantwortliche Ebene scheint voll von Bedenkenträgern zu sitzen, die ihren Job mehr schätzen als die Entwicklung der Fliegerei.

    Was ist da schon ein Medical-Problem? Zur Untersuchung geh ich sowieso.

    Gerd
  • Nach meinem desillusionierenden Gespräch mit einem Landesvorsitzenden des DAeC halte ich mich da raus.
    Aber hier wurden nicht die Verbaende befragt, sondern die Basis. Und die steht auf breiter Front hinter dem idiotischen Medical. Kann mir das mal wer erklaeren bitte?


    Chris
  • Genau die Frage habe ich mir auch gestellt, aber noch nicht laut.
    Auf denn, warum ja??
    Rüdige
  • Mit abgestimmt habe ich nicht.

    Bevor ich mich der Medicalpflicht unterwerfen musste, hat mich rund 20 Jahre nur der Zahnarzt zur regelmäßigen Nachschau gesehen.

    Einen gewissen Respekt habe ich vor dem Termin und da ich bekennender Suchtmensch (außer Alk, Drogen, Medikamente) bin, bin ich also auch ein Risikokandidat für alle möglichen Geschichten.

    Also wird man alle zwei Jahre dazu gezwungen, einmal über die eigene Gesundheit nachzudenken. Ob das unbedingt nur mit der Fliegerei zu tun hat, steht auf einem anderen Blatt, denn unsere kleine Pilotengemeinde besteht ja überwiegend doch aus älteren Herren, die nicht selten auch noch andere, geschwindigkeitsträchtige Hobbys betreiben.

    Wie viele "Blindfische" alleine auf Deutschlands Straßen unterwegs sind, kann man ganz schnell feststellen, wenn man im Herbst, nachts bei Regenwetter unterwegs ist. Würde man jeden, der auf der Bundesstraße mit 70 oder 80 km/h an der Mittellinie langschleicht aus dem Verkehr, vor die Gerätschaften eines Augenarztes zerren, dann hätte so mancher hinterher, entweder korrigierende Gläser oder ein Nachtfahrverbot (oder keine Fahrlizenz mehr).

    Würde man diejenigen, die sich auf Parkplätzen, bei einfachen räumlichen Aufgabenstellungen schon total blamieren, einer näheren Untersuchung zuführen, dann hätte vermutlich das Taxigewerbe regen Kundenzulauf.

    Was hat das mit der Fliegerei zu tun?

    Aus dem gleichen Menschensammelsurium setzen wir Piloten uns auch zusammen.

    Ob so eine gesundheitliche Überwachung sinnvoll ist? Keine Ahnung. Evtl. wäre es besser, wenn man sich ab einem gewissen Alter einem grundsätzlichen, medizinischem Programm unterwerfen müsste, um überhaupt noch an technischen, motorisierten Betätigungen teilnehmen zu dürfen.

  • 924driver nachts bei Regenwetter unterwegs ist. Würde man jeden, der auf der Bundesstraße mit 70 oder 80 km/h
    Du nagelst also bei strömenden Regen nachts mit 100km/h über die Bundesstraße und regst dich über Leute auf, die dann nur 80km/h fahren? Interessanter Punkt.

    Bzgl. des Medicals stelle ich mir die Frage: Was ist das Ziel dieser Maßnahme? Ich könnte es noch verstehen, wenn der Gesundheitszustand eines UL-Piloten andere massiv gefährdet (924driver? :-)))), das Potential (ala UL-Pilot bewustlos, UL stürzt ab, trifft auf ein Tanklaster, der dann in einen Kindergarten rast) liegt aus meiner Sicht eher im Bereich des allgemeines Lebensrisikos.

    Bleibt also die Gefährdung des eigenen Lebens. Und da sollte meiner Meinung nach jeder mit seiner eigenen Lebensmüdigkeit klarkommen.

    Mglw. wäre ein Kompromiss "Passagierberechtigung nur mit Medical" möglich gewesen?

    Bye Thomas
  • Mal nebenbei gefragt: wie stimmt man hier eigentlich ab? Finde nirgends etwas mit "Ja" oder "Nein", wo man draufklicken könnte! Kann mir mal jemand auf die Sprünge helfen? Danke!
  • Chris,

    ich bin vollkommen bei Dir: Dieses Umfrageergebnis ist auf vielerlei Ebenen absolut erschütternd. Ich habe nur eine mögliche Erklärung: Insgeheim möchten wir Piloten eben doch alle Supermänner sein müssen - sonst könnte das ja jeder und man(n) wäre gar nichts besonderes. So ein Medical ist schon mal der erste Beweis einer "harten" Auslese, die ich als Pilot überlebt habe: Mir fallen bei 6 g nicht die Zahnplomben raus, ich kann sehen wie ein Adler usw.

    Dass das alles in Wahrheit so nicht ist, bleibt vom "Gefühl" unberührt. Aber vielleicht liege ich auch völlig falsch.
  • Moin Hein,

    warum soll man nicht mit 100 km/h (oder mehr) bei Regen fahren? Ein vernünftig abgestimmtes Fahrwerk mit intakten Reifen auf geeigneter Fahrbahnoberfläche, geben das locker her.

    Und selbst, wenn man es aus Sicherheitsgründen langsamer angehen lässt, warum zum Teufel klebt man dann am Mittelstreifen? Damit man den entgegenkommenden, genauso Nachtblinden nicht verfehlt und einen auch heute noch  tödlichen Offsetcrash hinlegt?

    Diese verbreiteten Verhaltensmuster sind schon deutliche Indizien für vorhandene Sehprobleme.

    Gruß

    Edgar

  • Mglw. wäre ein Kompromiss "Passagierberechtigung nur mit Medical" möglich gewesen?

    finde ich nicht als Kompromiß, da die Gefährdung nunmal auch für die anderen Luftfahrzeuge bestehen bleibt, die dann Ihrerseits vollbeladen mit Passagieren sein könnten. Siehe Midair Zusammenstoss in Reichelsheim und der zugehörigen BFU Doku dazu...

    ... echt erschreckend, wie die Mehrheit hier gegen das Medical zu sein scheint. Ich zähle mich dann wohl zur Minderheit.


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