Ich habe das Leergewicht ausgewählt. Nicht etwa weil ich eine möglichst große Zuladung für das Auswahlkriterium halte, vielmehr enthüllt das tatsächliche Leergewicht die Differenz zwischen Dichtung und Wahrheit bzw. zwischen Prospekt- und reellem Stückprüfgewicht und ist damit der Gradmesser für die Redlichkeit des Herstellers.
Es soll mal einen Hersteller gegeben haben, der diese letzte Wägung immer im Beisein des Käufers ausführte, quasi als Beweis, dass die Vorgaben mit dem tatsächliches (Rüst)gewicht auch übereinstimmen. Dazu wurde der Flieger von 3 Helfern auf 3 elektronische Waagen gestellt. In dem Moment da die eigentliche Wägung hätte beginnen können, die Helfer aber noch an den Waagen knieten, kam immer die Sekräterin mit einem Tablett voller Kaffeetassen hinzu, stolperte ungeschickt und ließ die Tassen mit lautem Klirren auf dem Hangarboden zerschellen. Dadurch erschreckt und vor allem abgelenkt, bekam der Kunde die geplante (Tara)manipulation an den Waagen nicht mit und war dann sehr erfreut, das erwartete "Normgewicht" anschließend mit eigenen Augen ablesen zu können.
Aber das habe ich nur von einem,der einen kennt, der das von einem hörte, dem man das erzählt hat.
Leider fehlt der Punkt Sicherheit und Handling völlig. Kleine Ruderdrücke, nur wenige Zentimeter zwischen vorderer und hinterer Schwerpunktlage, Laminarprofile und ein aufwendiger Klapperatismus zur Erreichung der 65 km/h sollten das wahre Auswahl- bzw. Ausschlusskriterium sein.