HAllo Hansi
Ich war von Süddeutschland aus in den letzten Jahren mehrere Male mit dem UL in Italien, und habe dort auch ein paar wenige Stunden mit einem Fluglehrer in der Luft verbracht. Letztes Jahr war ich erstmals als Avanzato unterwegs und habe auch da meine Erfahrungen gemacht.
Vorerst möchte ich jedoch anmerken, ob man als Basico oder als Avanzato unterwegs ist, man bewegt sich mit Deutscher Lizenz und D-Flieger immer manchmal mehr, manchmal weniger im Graubereich. Wer 100% Rechtssicherheit und Kasko sucht, der sollte unter diesen Voraussetzungen nicht in Italien fliegen. Da ich meistens Transit via Schweiz nach Italien geflogen bin, ging das nur mit Flugplan zur ersten Destination (spielt keine Rolle als welche Klasse). Das ging immer problemlos, ich hatte den Flugplan einfach nach der Landung mit mobile Phone bei der AIS Schweiz geschlossen, oder dort per Internet aufgegeben. Via Österreich braucht es keinen Flugplan. Wenn die 1. Zieldestination z.b. ein "Flugplatz" ist geht das nur als Avanzato (z.B. Marina die Campo Elba) etc.. Dort jeweils gemäss Anflugplatt anmelden/korrekt einfliegen, meiner wenigen Erfahrung nach kein Problem (da interessiert niemand ob du ein deutsches Avanzato bist, wenn alles korrekt abläuft).
Auf der anderen Seite gibt es jedoch so viele, schöne, gut gelegene Avio Superficie und Campo di Volo für Ul′s, so dass es eigentlich nicht nötig ist einen "Flugplatz" anzusteuern. Mit guter Vorbereitung komme ich auch problemlos als Basico, ohne Luftraumverletzung (die im gewissen Mass toleriert würden, aber nicht legal sind) in die Toscana, oder auch weiter. Du kannst auch über den Gipfeln der Berge fliegen, einfach jeweils die Limite über Grund (AGL) und den Luftraum darüber beachten.
Die Seite "fliegen in Italien" enthält gute Tips die einem nützen, und auch Fragen klären. Wenn du z.B. als Avanzato fliegst, dann musst Du bereits im Luftraum G immer mit Info kommunizieren (entgegen ICAO Richtlinien, musste ich auch lernen...). Wenn du als Basico fliegst darfst du mit keiner Instanz kommunizieren. Die Flugsicherung lässt Dich jedoch als Avanzato wegen den vielen Kontrollzonen stets recht tief fliegen, also kaum ein grosser Unterschied zu den Basico. Nur die ständige "Nerverei" mit der Flugsicherung ist nicht jedermanns Geschmack und stresst, oder lenkt von wichtigeren Aufgaben ab. Die Wetterberichte sind ebenfalls mit Vorsicht zu geniessen, auch dort hat es hohe Berge...und Wolken.
Ich könnte noch viel schreiben, super zum Fliegen, super Gastfreundschaft, aber eben mit deutschem UL ist nicht′s richtig legal...darum bereite ich die Flüge stets sehr genau vor (man sollte sich auch in Italien immer im Klaren sein in welchem Luftraum sich bewegt). Die Flugsicherung versucht häufig einem auf den VFR Routen zu bewegen, dies führt dann meines Erachtens zu hohen Flugdichten die nicht ungefährlich sind (genau auch über den VOR′s). Die Spritplanung sorgfältig mit einbeziehen, die wenigsten UL Plätze haben Benzin vorrätig, aber es gibt sie.
Wenn ich wieder (dieses Jahr) dorthin fliege, werde ich mit Flugplan eine Zwischenlandung in der Poebene einplanen, und dann mit Genuss als Basico weiter fliegen. Das, und ob, muss jeder für sich entscheiden.
Gruss
Werner