Fliegen in Italien

Forum - Fliegen & Reisen
  • Chris_EDNC schrieb:
    hansman007 schrieb:
    In meinem Fall ist es eine VL-3
    Naja, das ist doch keine F-16... Von daher ueberhaupt kein Problem.


    Chris
    ;-) mit einer F-16 müsste ich mir wenigstens keine Sorgen um die Steigleistung machen...
  • Danke für das Feedback zu meinen Ausführungen, hier noch die ausstehenden Antworten:

    Flugplan: Ich fliege stets von Bremgarten (EDTG) nach Italien. Die Schweiz verlangt beim Durchflug einen Flugplan, bei einer Landung dort zusätzlich auch noch den Personenzoll (darum Transit). Innerhalb der EU gilt die Zollunion (ist nicht zu verwechseln mit Schengen), deshalb kann man von Deutschland direkt in Italien irgendwo einfliegen. Ich gab jeweils den Flugplan bei Homebriefing auf, und zwar wie gefordert mit Start, Routing und Enddestination, es spielt keine Rolle welcher 3-Achs UL Klasse nach FTL UL man angehört (Enddestination ist der erste Landeort z.B. in Italien). Für den Weiterflug in Italien wird dann kein Flugplan mehr benötigt. Der Flugplan wird jeweils bei der Eingabestelle geprüft und freigegeben, oder nicht (z.B. Fehler/oder nicht vollständig). Ein Flugplan kann erst geschlossen werden, wenn die Piste in Sicht ist (z.B. bei Information/Tower per Funk), oder wenn man gelandet ist. Der Flugplan kann bei der Aufgabestelle auch per mobile Phone nach der Landung geschlossen werden. Wichtig ist, dass er unmittelbar nach der Landung geschlossen wird, sonst kann′s teuer werden....

    Im umgekehrten Fall gebe ich den Flugplan jeweils beim Platz (wo ich ausfliege) per internet auf, wenn er bestätigt ist kann es losgehen. Unmittelbar vor, oder nach dem Start den Flugplan bei der Flugsicherung, oder sogar per mobile Phone bei der Aufgabestelle öffnen (ein Aviosuperficie hat ja keine Info...).  Zuerst dachte ich, dass dies Probleme machen könnte, aber z.B. bei der AIS Schweiz/Austria war dies immer möglich. Natürlich kann man so vor dem Abflug auch noch einmal genau das Alpenwetter checken, und ev. auch dort noch warten.

    Anmerkung: Obwohl ich eine Alpeneinweisung hatte, bin ich da sehr vorsichtig und fliege nur bei Oskar dort. Ich kenne beim besten Willen die Täler zu wenig, deshalb finde ich es für mich besser "hoch genug zu fliegen" und nicht tief "unter dem Wetter" in den Tälern. Ich fliege wenn möglich auch immer die gleiche Route, nämlich Gotthard (mit vorbereiteten Ausweichrouten).  Im Tessin ist die TMA Locarno zu beachten, dann die CTR Lugano (> 6500 feet bleiben) und nachher bei Chiasso ziemlich schnell meistens in den Dunst der Poebene absteigen (bis 500-100 AGL). Sieht jeweils schlimmer aus als es wirklich ist, auf die Zone um Como achten. In der Poebene ist sowieso häufig > 2000 feet AGL Luftraumklasse A! Zwischen beiden Mailänder Flugplätzen gibt es einen breiten "Korridor" den man legal befliegen kann. Die Jeppesen Karten sind in Italien wirklich sehr hilfreich.

    Das ganze gilt natürlich  auch für den Apennin, dort kann es ziemlich Wolken haben, also vorher Sat.-Bild und Wetter checken. Meistens fliege ich dann bei La Spezia direkt in′s Meer raus, auch dort muss man vom Apennin ziemlich steil absteigen und einige "Zonen" berücksichtigen. Es gibt jedoch auch eine Möglichkeit direkt südlich von Genua in′s Meer raus, wenn der Apennin schwierig ist. 

    Die Befürchtungen des "schlechteren Steigradianten"  bei schnelleren Ul′s teile ich nicht unbedingt, in den Bergen muss ja schon taktisch anders geflogen werden wenn man z.B. vollgedankt und mit 2 Personen besetzt ist (Gewicht). Z.B. die CT ist auch nicht gerade das langsamste UL, eigentlich kein Problem, denn die äusseren Einflüsse z.B. des Wetters fordern da schon viel mehr ab. Ausserdem bewegen wir uns ja nicht digital im Steigen und Sinken, deshalb gilt für die Flughöhe (AGL) ein gewisser Radius zur höchsten Erhebung, und auch immer dem Flieger gedanklich mit der Karte etwas voraus sein.

    Ein "erster" guter Platz in der Poebene finde ich Mezzana Bigli, bei Pavia. Dort hat es eine schöne, lange Grasbahn, eine Tankstelle mit Mogas und nette Leute (wie meistens überall in Italien). Dort ist z.B. die Nando Group domiziliert die den Trial herstellt und die Tankstelle betreibt. Natürlich genug Zeit einplanen, beim Tanken ist nicht Selfservice und manchmal dauert es etwas bis jemand mit dem Schlüssel da ist, aber "versauert"t bin ich noch nie dort.

    Es gäbe noch viel zu schreiben, ein gutes GPS und auch der Avioportolano ist sehr hilfreich...auch wenn er etwas kostet.

    mit freundlichem Fliegergruss
    Werner



  • W. Fischer schrieb:
    Die Schweiz verlangt beim Durchflug einen Flugplan, bei einer Landung dort zusätzlich auch noch den Personenzoll (darum Transit). Innerhalb der EU gilt die Zollunion
    Problem ist halt, dass ich ab diesem Jahr von der Schweiz aus fliege und daher Zoll faellig ist. Hatte gehofft, Du hast einen guten Tipp :)


    Chris
  • Hallo Chris

    Wie wäre es so: Du fliegst zuerst von der Schweiz ab Zollflugplatz (CH VFR Manual nachschlagen)  z.B. nach EDTG (die haben Zollabwicklung seit 2013) und dann kannst Du von dort direkt ohne Zoll nach Italien. Dies ist sicher einfacher als in Italien zuerst einen Zollflugplatz an zu steuern (wenn die überhaupt UL Avanzato abwickeln).

    Gruss
    Werne
  • Genau sowas habe ich mir auch schon gedacht, wollte den Umweg halt vermeiden...


    Chris
  • Hi Chris,

    je nach Ziel könnte auch Zoll in Ö eine Alternative sein.

    Grüße
    Maik
  • @W. Fischer
    Vielen Danke für deine Infos. Ich bin wirklich froh das es hier doch Piloten gibt die in der Lage sind ihre Erfahrungen zu teilen und nicht mit Meinungen und dem passenden Gesetzestext.
    Mir haben(werden) deine Ausführungen jedenfalls sehr geholfen und ich werde natürlich auch meine Erfahrungen posten wenn ich das erste mal unten war. 

    Noch eine Frage betreffend des Ablaufs. Muss man sich beim jeweiligen Grenzübertritt in der entsprechenden FIR melden? Also z.B. von Zürich nach Milano?

    Gruß

    Hansi
  • Ich lese ziemlich interessiert mit. Seit letztem Jahr Inhaber einer SPL-Lizenz bin ich als Neuling an Flügen in das europäische Ausland ziemlich interessiert. Könnte man nicht einmal eine solche Tour gemeinsam organisieren unter Leitung oder Beistand eines erfahrenen Kollegen der daran Spass hat seine Erfahrungen mit anderen zu teilen?

    Eigentlich wäre ich noch mehr an Frankreich interessiert, voran das Gebiet der Loire. Aber Italien ist immer eine Reise wert.

    Gerd
  • @Gerd edhs: Neues Thema eröffnet, um dieses "rein" zu halten.
  • Hallo Hansi,
    ein Funkkontakt zur FIS ist trotz Flugplan keine Vorschrift und somit keine Meldungen des Grenzübertrittes. Solltes Du gerne mit Kontakt zur FIS fliegen, wird sie Dir die nächsten Meldepunkte jeweils vorgeben. Bei schönen Wetter wird dies nicht ganz einfach sein, dies zeitnah zu melden, weil einfach zu viele kundtun wollen, dass sie zum Säntis oder zur Jungfrau fliegen und dies macht bei Gastflügen doch mächtig Eindruck, wenn man dies auch nicht in einem Lübcke-denglisch macht ;-) 
    Empfehlen würde ich Dir den Flug über Dornbirn/Hohenems, dies macht es einfacher mit dem Zoll, und Du kannst dort auch noch preiswerter tanken.
    blue skies dieZwei
    Raine


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