Neuling mit vielen Fragen

Forum - Plauderecke
  • Hallo,

    ich hatte vor einiger Zeit das Glück, einen Flug mit einem Ultraleicht geschenkt bekommen zu haben. Und es war besonders... da wusste ich, dass ich das einfach wieder machen muss. Nach ein paar mehr Flügen bin ich mir sicher, das habe ich immer vermisst ohne es zu wissen :)

    Also denke ich jetzt darüber nach, die Lizenz zu machen und ein Flugzeug zu kaufen (jedes Mal chartern möchte ich nicht, und ich habe einen Freund der der Idee einer Haltergemeinschaft nicht abgeneigt ist, er wollte auch immer fliegen).

    Ich habe ein wenig herumgefragt wegen der Kosten, aber irgendwie scheint es eine ziemliche Bandbreite zu geben, je nachdem.

    Daher meine Frage: mit welchen Kosten kann man durchschnittlich rechnen, für a) ein brauchbares, gebrauchtes Ultraleicht-Flugzeug (bin bisher die Eurostar EV97 und die Ikarus C42 geflogen) b) monatliche Kosten für Stellplatz, Versicherung, Wartung und alles andere was noch so anfällt und c) Betriebskosten wenn man sagen wir 1x die Woche 1-2 Stunden fliegt.

    Ich kann mir gut vorstellen dass es von einigen Faktoren abhängt, daher wohl auch die unterschiedlichen Einschätzungen die ich bisher gehört habe, aber ein Durchschnitt zur realistischen Einschätzung, ob das so machbar ist oder nicht würde mir sehr helfen. Habe mich einfach in das UL Fliegen verliebt :)

    Vielen Dank im Voraus für die Anworten!

  • Moin,

    hier hat jemand mal die Kosten sauber aufgelistet.

    Die Bandbreite der Kosten ist allerdings auch relativ hoch. So kann man z.B. monatlich 400€ für den Hangarplatz bezahlen oder auch nur 15€, wenn man ein Ul hat, das man zusammenklappen und in einem PKW-Anhänger lagern kann. Der Stellplatz für den Anhänger am Rollfeld kommt dann auf 15€ oder so.

  • Hallo Nordex,

    willkommen im Club! Oder in der Selbsthilfegruppe - wie man‘s nimmt 😉  ist nämlich echt schwierig von dem Flugvirus wieder los zu kommen.

    Nun zur „Therapie“.

    Das Video, das der ckb oben eingestellt hat, ist echt klasse. Nur ein wesentlicher Punkt fehlt dort noch bei den Fixkosten:  die Revisionskosten fürs Rettungssystem, die auch ins Geld gehen, aber vom Typ der Rettung abhängen. Beim BRS sind das mindesten 800,-€ fürs Packen (alle 6 Jahre) und nochmal 1.200,-€ für eine neue Rakete (alle 12 Jahre). 

    Motorseitig ist zu überlegen, ob für die nicht ganz billige Überholung (TBO) etwas angespart werden soll, z.B. per Umlage auf die Flugstunden. Dasselbe für die Propellerüberholung im Falle eines Verstellprops.

    Natürlich ist dann im Gegenzug die Freiheit, die man als (Mit-)Eigentümer hat, nahezu unbezahlbar. Und man kann sich den Flieger so her richten, wie man es mag.

    Für den Anfang würde ich aber die Empfehlung geben, nach dem Scheinerhalt erst mal zu chartern. Zum einen entwickelt man sich in den ersten hundert Stunden fliegerisch enorm weiter und zum anderen kann man da heraus finden, welche Art der Fliegens und damit auch des Flugzeugs einem eher liegt. Schneller Tiefdecker oder ein „buschmäßiger“ Hochdecker oder low& slow.

    Jetzt wünsche ich Dir erst mal viel Spaß und Erfolg bei Deiner Ausbildung!

    Grüße

    der G3-Flieger

  • cbk schrieb:
    hier hat jemand mal die Kosten sauber aufgelistet.
    Das ist alles andere als sauber...

    Ich habe eine Excel-Liste erstellt, wo jeder seine individuellen Fixkosten, aufgeschlüsselt nach Motor, Prop (Versteller sind teuer in der Wartung!), Rettung, Hangar, Versicherung, evtl. Wertverlust eingeben kann und abhängig von den geflogenen Flugstunden den Gesamtpreis/Jahr und runtergebrochen auf die einzelne Flugstunde aufgeschlüsselt bekommt. Das ist dann wirklich zu gebrauchen.

    Mail an: tecnam@gmx.de und ich sende sie zu.


    Chris

  • Hallo Nordex,

    Kannst es auch andersrum kalkulieren: wieviel möchtest du fürs Fliegen ausgeben? Und dann wirst du sehen ob es geht oder nicht. Haltergemeinschaft ist eine gute Idee, chartern auch. Eigentlich genau wie beim Haus: lieber Mieten oder Kaufen? Beides hat Vor- und Nachteile. 

    Viel Spaß bei der Ausbildung!

  • So ein Quatsch.   Hangar 1000 Euro , in Großstadt- Nähe eher 2000 bis 2500,-- 

    Ist das Rettungsgerät für den gebrauchten abgelaufen  4000 Euro. 

    Geht der Motor kaputt 12000 bis 25 000 Euro , da  sollte man was zurücklegen. 

    Reperaturen ?  schnell mal ein Tausender , z B für Scheiben die gerne mal reißen.

    huch der Propeller hat einen Schlag 2000 bis 4000

    Pech gehabt schlechte Landung mit Bugrad defekt 2000 bis 10 000 

    Pech gehabt kleine Außenlandung,  alles kaput, keine vollkarko-Versicherung....

    Man muß das realistish sehen. 

    Wer billig kauft muß mit Reparaturen rechnen 

    und eine gut Gebrauchte eher 40000 aufwärts. 

    Da gibt es bestimmt auch mal ein billiges Jahr aber dann kommt auch mal der Hammer. 

    6000 bis 8000   p,a eher so meine Erahrung. Und 50 Stunden sind auch zu wenig da kann man beim Chartern bleiben. 

    Eher ab 80 Stunden macht das Sinn. 

    QDM  

    :) 

  • Anfängerfehler in der Kalkulation....

    zuerst mal kauft man ein gebrauchtes UL weder mit abgelaufenem RG noch mit fehlender JNP!

    Wenn ich mich für eine gebrauchte interessiere, dann wird sowohl das RG als auch die JNP verhandelt. Wenn also das RG noch 1 Jahr Restlaufzeit hat dann ziehe ich dem Anbieter dann entsprechend von seinem Preis das RG ab.

    kommt das Argument das er das in seiner VB schon berücksichtigt hat, dann schaue ich mir den Flieger genauer an und vergleiche das mit Maschinen des gleichen Typs und Angebots...

    Ist die JNP innerhalb der nächsten 2 Monate fällig dann macht der Anbieter diese neu.

    Zum Fragesteller

    Du wirst keine für Dich passenden Antwort hier erhalten da es immer auf Deine individuellen Möglichkeiten ankommt. 

    Was kostet der Verein in dem Du Dich anmelden willst, was sind dort die Hangarkosten, welche Versicherungsart willst Du wählen, wieviele Stunden im Jahr kannst Du fliegen, welches Muster stellst Du Dir vor. 

    Die häufig genutzte Milchmädchenrechnung das sich ein eigenes UL unter 50 Stunden im Jahr nicht rechnet, ist eben das —> Milchmädchenrechnung.

    Ein eigenes UL gibt Dir ab der ersten Stunde die Freiheit darauf zurückzugreifen wann Du es willst und immer zu wissen was damit passiert ist. Und 50 Stunden Nutzung ereugen eben auch 50 Stunden Kosten......

    Bei einer Haltergemeinschaft mußt Du Deinen Halterkollegen vertrauen (ich habe da meine Erfahrungen gemacht und würde es NIE wieder tun!) und bei Charter hast Du das maximale unflexibilitätslevel. Du mußt nehmen was da ist und Dich meist frühzeitig festlegen wann Du fliegen willst. Charter ist sicherlich die unverbindlichste Variante.

    ich habe jetzt gut 10 Jahre Erfahrung auf Roland Z Modellen (601/602 Gen.1 und 602 aktuelle Serie) und komme im Jahr nie über 6500 Euro inkl. JNP, Sprit, Vollkasko, Hangar und Vereinsgebühr. Ich mache dafür aber auch keine Rücklagenrechnung. Es ist meine Maschine, wenn kaputt dann wird repariert zum Istwert. Bisher bei gut 300 geflogenen Stunden (somit also 30 Stunden im Jahr gemittelt) war da ausser Kleinkram (Spitpumpe, elektrik, Verstellmotor Propeller, Batterie, Wartung oder Verschleissteile) nie was....

    Vielleicht Glück gehabt....

    Ich tanke auch nie am Platz weil der Sprit da gut 1/3 über dem an der Tanke liegt. Das ist mir der Bequemlichkeitsfaktor nicht wert.

    Der Wertverlust bei einem gesuchten Modell wie der Z602 ist <1000 Eur. im Jahr bei <50 Stunden Flugzeit.

    Allerdings werden die gebraucht auch wenig gehandelt und wenn, dann geht das so schnell das die meisten das gar nicht mitbekommen. Das geht unter der Hand und selten über die üblichen Resterampen. Meine aktuelle hatte ich das erste mal vor 4 Jahren angeboten bekommen. Der damalige Eigner hatte es sich aber nochmal überlegt und sie behalten. Letztes Jahr hat er dann final die Fliegerei an den Nagel gehangen und ich wurde angesprochen ob ich noch Interesse hätte. Hatte ich. Es wurde nix verhandelt, der Preis war gut,JNP ging zu lasten des Verkäufers sowie das packen der Rettung. ich habe die Maschine ungesehen gekauft da sie erst 260 Stunden drauf hatte. Erst am Tag der Übergabe habe ich sie das erste mal live gesehen und war genau wie erwartet. Es macht somit Sinn auch mal den Hersteller anzusprechen ob er im Kundenkreis was weis.

    Wenn Du Dir die Gebrauchtseiten ansiehst dann siehst Du dort Maschinen drin die teilweise seit 12 Monaten erfolglos angeboten werden. Das hat dann meist auch Gründe.

  • MOIN schrieb:
    Wenn Du Dir die Gebrauchtseiten ansiehst
    Wenn es um den Kauf geht achte vor allem auf das Leergewicht der Maschinen und das maximale Startgewicht. Viele ULs sind vom Leergewicht so schwer, daß es eigentlich Einsitzer sind, weil für die zweite Person und Benzin die Zuladung nicht reicht.
  • cbk schrieb:
    Viele ULs sind vom Leergewicht so schwer, daß es eigentlich Einsitzer sind, weil für die zweite Person und Benzin die Zuladung nicht reicht.
    Nach pseudotechnischem Hören/Sagen wurde nicht gefragt!

    Zitat TE: ...Daher meine Frage: mit welchen Kosten kann man durchschnittlich rechnen, für a) ein brauchbares, gebrauchtes Ultraleicht-Flugzeug (bin bisher die Eurostar EV97 und die Ikarus C42 geflogen) b) monatliche Kosten für Stellplatz, Versicherung, Wartung und alles andere was noch so anfällt und c) Betriebskosten wenn man sagen wir 1x die Woche 1-2 Stunden fliegt.

    Wäre es nicht "nett", auf die Frage des TE einzugehen? 

    Tatsächlich "hilfreich" für die gestellte Frage sind nur Beiträge von wirklichen Flugzeughaltern, die sich dazu äußern möchten.

  • Selbst wenn wir spezifisch auf die Muster eingehen wird es von 5 Haltern 5 verschiedene Aussagen geben....

    Insofern ist ein Querschnitt eher repräsentativ. Bei uns am Platz ging gerade eine C42 für um die 25000 weg, ich weis aber auch von abgerockten gebrauchten die 48000 erzielen sollten (>800 Stunden)

    Bei beiden Mustern sollten die Betriebskosetn identisch sein da der Motor identisch ist. EV macht halt mehr speed, C42 eben nicht. 

    Der Rest wie Versicherung, Hangar, reparaturen hängen vom Verein, dem Versicherungstyp und der individuellen Fähigkeit der möglichen Eigenleistung ab. Insofern bleibe ich bei einer Bandbreite zwischen 4000-6000 EUR/ Jahr ohne gravierende technische Ausfälle und als Eigner. Letzteres hängt vom Alter/Zustand der Maschine ab.

    Bei HG dividiert durch die Anzahl der HG Mitglieder, bei Charter eben die Charterkosten ohne weitere Kosten.

    Die angestrebten 1-2 Stunden/ Woche werden so nicht stattfinden. Das wären bis zu 100 Stunden im Jahr was wegen Anreise,Wetter nicht verfügbarkeit einer Maschine so oder so eher schwer umsetzbar sein werden es sei denn man ist beruflich so flexibel oder bereits finanziell in „trockenen Tüchern“

    ich glaube das der Schnitt über 5-6 Jahre eher so bei 30 Stunden liegen wird.

    ich bin dieses Jahr erst 8 Stunden geflogen. Mehr Zeit war bisher nicht. Dividiere ich meine Fix und Nebenkosten derzeit durch die Anzahl der geflogenen Stunden komme ich rein technerisch derzeit auf 600 EUR/Flugstunde 😜😜

    Macht es Sinn das so zu rechnen? Nö.........

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