Fragen eines interessierten

Forum - Plauderecke
  • QDM schrieb:

    So richtig reisen am Besten  ein  eigenen Flieger. Mit Ul durchaus realistisch . Mit Echo eine ganz andere  finanzielle Nummer.   

    Danke liebe Verbände und Gesetzgeber. 

    Ich würde mich nicht bei den Verbänden und dem Gesetzgeber bedanken sondern bei den Herstellern. Ich nehme einfach mal die Cessna 172 als Beispiel.

    Als dieses Flugzeug in den späten 1950ern als 2+2 Sitzer (2 Erwachsene + 2 Kinder; 4 Erwachsene geht nicht, weil man dann keinen Tropfen Benzin mehr mitschleppen darf) auf den Markt kam, kostete es 8.700 US-Dollar + MwSt. (Listenpreis). Inflationsbereinigt wären das heute 82.000 US-Dollar + MwSt.

    Damit wäre eine c172 in der alten Form einfach immer weiter produziert heute günstiger neu zu bekommen als die allermeisten ULs.
    Ok, der Vogel muß zertifiziert werden, aber die ganzen Zertifikate dürften doch wohl Bestandschutz haben, wenn man den Vogel unverändert einfach immer weiter baut, oder? Bis auf den Umstieg von dem analogen Uhrenladen aufs Glascockpit hat sich doch in der Maschine nichts getan, oder? Die wird heute noch als "Skyhawk" verkauft. Nur kostet heute die c172 ja nach Ausstattung 420.000 bis 500.000 US-Dollar, der Preis hat sich also "mal gerade" sogar inflationsbereinigt um den Faktor 5 bis 6 erhöht.

    Warum hat er sich erhöht? Weil Cessna es sich lesiten kann den Vogel so teuer anzubieten. Würden sie ihn für 100.000 US-Dollar verkaufen, der heutige UL-Bereich wäre nie entstanden. Für die Piper pa28 gilt das Gleiche.

    @ Dani_788: Im Umkehrschluß für Dich als Fragesteller bedeutet das: Reden wir von der Freundin sind vielleicht auch bald Kinder im Spiel, kommst Du selbst mit einer c172 wahrscheinlich nicht mehr hin. Dann muß es schon die c182 sein. Die kann mit vier Personen an Bord auch noch tanken. Da sind wir dann aber an einem Punkt, bei dem die 300€ monatlich gerade so eben reichen, um die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtstunden zum Scheinerhalt abzufliegen. Ob das dann noch mit so wenig Training Spaß macht? Ich glaube nicht. Oder würdest Du gerne bei einem Autofahrer zusteigen, der gerade mal 600-700km jährlich fährt? Mehr Routine wirst Du dann nämlich nicht entwickeln.

    Ganz nebenbei war die Auflastung der UL-Klasse auf 600kg Startgewicht ja auch gerade darin begruündet, daß man in einem 472kg UL mit zwei Erwachsenen an Bord schon (rein rechtlich) überladen ist bevor man auch nur einen Tropfen Benzin getankt hat. Das Problem ist da also ähnlich wie bei der c172 mit vier Personen an Bord. Beim 600kg UL sollte man auch mit zwei ERwachsenen an Bord noch legal ausreichend tanken können, wenn die Hersteller jetzt nicht auf die Idee kommen Luxus-Mumpitz wie Klimaanlagen, Fußbodenheizung oder Champus-Kühler in die Flieger einzurüsten.

    Für mich war das Argument der laufenden Kosten jedenfalls DAS Argument pro UL und contra Echo-Klasse. Im UL mache ich mir keine Gedanken darum, ob der Flug wegen Gegenwind mal 15 Minuten länger dauert oder ich am Rollhalt warten muß. Bei der Echo-Klasse würde ich da wohl immer nur an das Geld denken, das gerade zum Auspuff rausfliegt. Bezahlt wird in der Fliegerei ja üblicherweise nach Blockzeit, also kostet es Geld so lange der Motor läuft, auch wenn die Maschine erst einmal warmlaufen muß.

    Das wäre sowieso der nächste Punkt: Frag in der Flugschule und auch später beim Chartern, ob nach Block- oder nach Flugzeit abgerechnet wird. Wenn nach Flugzeit abgerechnet wird, darf es ruhig etwas teurer sein. Bei uns fängt die Uhr erst ab 40km/h Airspeed an zu ticken, ich bezahle also die Flugzeit und nicht die Blockzeit. Wenn ich da im Winter also auch mal 30 Minuten brauche, um den Motor auf Temperatur zu bekommen vorm Start, steht das nachher nicht bei mir auf der Rechnung.

  • Werde @cbk nur leicht ergänzen. Es gibt sogar drei Abrechnungsmodi: nach Blockzeit, nach Flugzeit und nach Motorzeit (Hobbs-Zeit), wobei das dritte dem ersten ziemlich nah ist. 

    Dazu kommt noch Trockencharter. 

  • Naters schrieb:
    Es gibt sogar drei Abrechnungsmodi
    Da ergänze ich gern mal um den vierten Modi:
    Kaum zu glauben, aber wahr (und früher selbst erlebt). Batteriezeit. Hauptschalter ein = Uhr läuft.
  • sukram schrieb:
    Da ergänze ich gern mal um den vierten Modi:
    Kaum zu glauben, aber wahr (und früher selbst erlebt). Batteriezeit. Hauptschalter ein = Uhr läuft.
    Ja, ist bei meiner leider so.
  • Postbote schrieb:
    Ja, ist bei meiner leider so.
    ABER:
    Mit dem wichtigen Unterschied, dass Du sie so nicht vercharterst bzw. verchartern würdest.

    Privat geflogen spricht ja im Grunde nichts dagegen, weil es Dir als Halter (und vermutlich einziger Pilot) völlig egal sein kann. Natürlich abgesehen von der generellen Sinnhaftigkeit die Batterielaufzeit zu zählen. Aber ich denke, dass das bereits ursprünglich so war, da Du den Zustand mit dem Wort "leider" beschrieben hast...

  • sukram schrieb:
    Privat geflogen spricht ja im Grunde nichts dagegen
    Ja da hast Du Recht, angeblich soll der Zähler wenn Er quasi auf Batteriebetrieb läuft dabei langsamer als im Flugzustand laufen,

    habe ich mal irgendwo gelesen, ob es stimmt weiß ich allerdings nicht.

    Nein, verchartern tue ich die natürlich nicht.

  • Postbote schrieb:
    ...angeblich soll der Zähler wenn Er quasi auf Batteriebetrieb läuft dabei langsamer als im Flugzustand laufen,

    habe ich mal irgendwo gelesen, ob es stimmt weiß ich allerdings nicht.

    ...ist immer gleich (Wenn Spannung anliegt)BTW: Wenn es dich stört, empfehle ich den Drehzahlmesser von Kanardia mit integriertem Betriebsstundenzähler (gibt es auch als 80er Instrument, das perfekt in den Eurofox passt)

    ;-)



    z.B. hier

  • Postbote schrieb:
    auf Batteriebetrieb läuft dabei langsamer als im Flugzustand
    Das ist ja eher der Tach-Timer, der in Abhängigkeit der Motordrehzahl die Motorzeit erfasst.

    Den Batteriezeitzähler kannst mit einem Differenzdruckschalter bequem auf Flugzeitzähler upgraden.

    War in  meinem Flieger auch so, habe aber jetzt ein EFIS, damit ist der mechanische Zähler obsolet.

  • Mal im Ernst: Auf wie viele Stunden reiner Batterielaufzeit kommt man denn im Laufe eines Motorlebens, ohne dass der Motor läuft? Eine halbe?

    Wenn ich Strom brauche, weil ich z.B. am Navi noch etwas einzustellen hab (was eigentlich immer schon vorher erledigt ist), dann mache ich das, während der Motor warmläuft.

  • Naja...je nach Flugzeug und Prozess kann das deutlich abweichend sein. Z.B Lampen check...Trötencheck...Freigabe zum Anlassen (o.k. selten) usw....bei uns im Verein würde ich tippen vor jeden Anlassvorgang fast 1min

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