EU-Bürgerbefragung zur Zeitumstellung

Forum - Plauderecke
  • @Chris_EDNC

    Fang doch einfach eine Stunde früher an zu arbeiten. Dann hast du den gleichen Effekt.

  • Das ist erstens nur fuer Leute mit flexibler Arbeitszeit moeglich und zweitens muessten die Geschaeftskontakte das ebenfalls so handhaben. Nicht wirklich umsetzbar...


    Chris

  • EDXJ schrieb:
    Fang doch einfach eine Stunde früher an zu arbeiten. Dann hast du den gleichen Effekt.
    Darf ich dann auch eine Stunde eher anfangen und meine Schüler alle um 6.30 Uhr in die Schule einbestellen? Das "einfach eine Stunde eher anfagen" geht nur bei Leute, die Gleitzeit arbeiten. Aber bie anderen, die fixe Termine haben und sich, wie bei mir, nicht einmal die Urlaubstermine aussuchen können, bleibt nur auf die Sommerzeit zu pochen.

    Also meine Meinung dazu: Entweder bleibt es so wie es ist oder Sommerzeit das ganze Jahr.

  • @cbk

    Durch die Sommerzeit werden deine Schüler alle gezwungen um 6:30Uhr anzufangen. Nur auf der Uhr steht halt 7:30Uhr. Faktisch ist es aber - zumindest wenn man die Tagesmitte als Sonnenhlöchststand definiert - erst 6Uhr. Das steht völlig gegen den biologischen Rhythmus des Menschen und ich bin mir sicher, dass sich die Zeiten über die Jahre wieder anpassen werden. Und in den Schulen wird das zuerst passieren. Bei Einführung der Dauer-Sommerzeit werden Schüler und Eltern irgendwann rebellieren und fragen: Warum müssen unsere Kinder im Winter um 5Uhr (6:30Uhr nach Dauersommerzeit) aufstehen um dann um 6Uhr (7:30Uhr nach Dauersommerzeit) in der Schule zu erscheinen? Wo es doch erst gegen 9Uhr (10Uhr nach Dauersommerzeit) hell wird.

    Das ist dann nämlich der negativeffekt: Hier im Westen wird es im Dezember erst um 10Uhr hell. Und dann sollen die Leute um 12Uhr fröhlich in die Mittagspause spazieren? Das wird auf Dauer nicht funktionieren.

  • @EDXJ:

    Ich würde den Eltern entgegnen: Durch den früheren Anfang im Winter kommen die Kinder (wobei die bei mir min. 16 sind) wenigstens noch im Hellen nach Hause. Das ist nämlich für mich das heftigere Problem im Winter als das frühe Aufstehen. Man kommt, wenn es dunkel ist, sieht dann den kurzen Tag am Fenster vorbeiziehen und geht, wenn es schon wieder dunkel ist. Total abartig.

    Und wenn hier jemand mit der Bio-Uhr und dem Sonnenhöchststand argumentiert: Das hieße dann aber, daß wir in eine Zeit vor dem Deutschen Kaiserreich zurück müssen. Damals hatte jede Ortschaft seine eigene Zeit. Erst durch die Einführung der Eisenbahn und deren abgestimmte Fahrpläne wurden die Zeitzonen eingeführt. Zwischen Frankfurt (Oder) und Aachen liegen zieg km und entsprechend sehr viele Minuten beim Sonnenstand. Das funktioniert also so oder so nicht.

  • Ich habe für die ganzjährige Alphazeit gestimmt.

    Die Argumentation, dass die Umstellung auf lange Sicht gesehen nicht funktioniert, halte ich für nicht belegbar. Dafür spricht nicht nur, dass sich unsere innere biologische Uhr durchaus auch zu justieren weiß und ich davon überzeugt bin, dass uns die fehlende Umstellung nicht belasten wird. In Island gibt es seit 1968 keine Zeitumstellung mehr, und bei keinem meiner Aufenthalte dort hatte ich jemals den Eindruck, dass Isländer mehr oder weniger müde sind als Menschen im Rest Europas.

    Abends ne Stunde länger fliegen gilt zumindst für unseren Sonderlandeplatz auch nicht, weil wir ohenhin nur am Wochenende geöffnet haben. Ob ich jetzt morgens um 9 Uhr den Propeller anschmeiße und bis 17 Uhr fliegen kann oder schon um 8 Uhr und dafür nur bis 16 Uhr ist für mich jedenfalls völlig egal, die Dauer des fliegbaren Tageslichts verändert sich dadurch ja nicht.

    Da finde ich das Argument, dass wir im Winter zumindest morgens (wenn hundertausende Kinder zur Schule gehen!) das Tageslicht nutzen sollten, wichtiger, als für eine Handvoll Hobbypiloten das Fliegen am späteren Nachmittag zu ermöglichen.

  • Bio-Uhr ist ein gutes Stichwort. Jedes halbe Jahr eine Zeitumstellung, ist meiner Meinung nach stressiger für die innere Uhr, als ständig einen versetzen Sonnenhöchststand. Also immer Sommerzeit.

    Rüdi

  • @cbk

    Deshalb haben große Länder wie USA Zeitzonen. Warum wohl? Wenn der biologische Rhythmus egal wäre, könnten die Amerikaner eine Zentralzeit machen, fertig. In D würde es völlig reichen, die 12Uhr nicht allzuweit von Sonnenhöchststand zu entfernen.

    Deswegen: bisherige Regel beibehalten oder Sommerzeit abschaffen. 

  • Unser Lebensalltag ist aber eher auf die spätere Zeit programmiert:

    Geschäftsöffnungszeiten von 9/10 Uhr bis abends 19/20/21 Uhr. Das Fernsehprogramm verleitet auch eher zum "Spät-ins Bett-gehen". Und zumindest meine Mittagspause fällt eher in der Zeitraum 13-14 Uhr als 12-13 Uhr.

    Also 23 Uhr ins Bett und 5-6 Uhr aufstehen paßt zumindest mir besser als 22 Uhr ins Bett und 4-5 Uhr aufstehen.

  • Finisher schrieb:
    Dafür spricht nicht nur, dass sich unsere innere biologische Uhr durchaus auch zu justieren weiß
    Selbstverständlich, der Mensch ist das einzige Säugetier, welches selbst darüber bestimmen kann wann es aufsteht und sein Tagwerk vollbringt.  Ich kann also wenn ich es will oder wenn ich es muss um 4:30 Uhr aufstehen, eine Stunde zur Arbeit fahren meine Frühschicht machen und mich dann um 14:00 Uhr über den frühen Feierabend freuen. Nur ist das für die allermeisten Menschen nicht gesund, wie zahlreiche Untersuchungen zum Thema Schichtarbeit, vor allem mit dem Blick auch den "sehr frühen Arbeitsbeginn" belegen.

    Wenn wir also Dauerhaft die Sommerzeit einführen, werden die allermeisten Menschen in D zu Frühschichtlern. Im Sommer ist das vermutlich weniger schädlich als im Winter. Aber im Winter um 5 Uhr (real, nach Dauersommerzeit 6:30Uhr) aufstehen um dann um 6Uhr (real, nach Dauersommerzeit 7:30Uhr) im Job aufzuschlagen und um 9Uhr  (real, nach Dauersommerzeit 10:30Uhr) wird es erst hell...

    Das schöne ist: Ich bin selbstständig und kann eh aufstehen, wann ich will ;)



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