Montag, der 08.09.2014, 15:56 Uhr, Piste 25 auf dem Flugplatz Taucha. Der Sitz neben mir ist leer und der Funkverkehr zwischen meinem Fluglehrer und mir ist super verständlich. Kurz durchatmen und ...... , nee, der Reihe nach.
Heute stand mal wieder ein Flug mit meinem Fluglehrer Peter an. Dieses Mal auch nicht auf der TRAIL, sondern wieder auf der C42, deren Motor nach der vorgeschriebenen turnusmäßigen Überprüfung schnurrt wie neu. Dass dieser Flug heute ein ganz besonderer Flug wird, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich hatte Peter nur "vorgewarnt", dass ich lange Zeit nicht auf der C42 geflogen bin und mich erst mal wieder eingewöhnen will. Also, Vorflugkontrolle wie gehabt und ab zur Piste 25.
Der erste Start war kein Problem, so schlimm verlernt hatte ich es wohl doch nicht, puh, Glück gehabt. Die erste
Landung stand an und ich merkte relativ zeitig, das wirds nichts, schweben bis hinter die Halbbahnmarkierung ist Müll, also, rechtzeitig Gas rein und durchstarten. Peter sagte nur "Genau das wollte ich in dieser Situation sehen, sehr gut"! Die nächsten Anflüge passten dann, so dass jetzt 5 Landungen auf dem Zettel standen. Tja, und dann kam der Hammer! Peter sagte nur: "So mein Freund, wir landen jetzt noch einmal, du rollst auf der Piste zurück zum Abflugpunkt der 25 und ich steige aus!" Alter Schwede, in seinem Gesicht konnte ich ablesen, dass jede Diskussion sinnlos ist. Ich muss aber auch sagen, dass ich im Gegensatz zum ersten Mal, als ich den Alleinflug machen sollte, mein Gefühl um einiges besser war.
Dann stand ich 15:56 Uhr allein am Abflugpunkt, Peter nickte mir nach der Funküberprüfung wohlwollend zu und ich dachte mir nur: Was machst Du hier eigentlich, Briefmarken sammeln ist bestimmt auch ein schönes Hobby. Nunja, nützt ja nichts, irgendwann muss man es ja machen, also Gas rein und los. Start war super und die erste Überraschung kam im Steigflug, 900 Fuß pro Minute Steigrate, geil! Die erste Landung wurde querab der Schwelle
vorbereitet, nur gut, dass meine Fluglehrer so viel Wert auf ein sauberes Landeregime legen, das wird einem quasi
"reingeprügelt", es hilft aber ungemein, eine ordentliche Landung hinzubekommen. So war es dann auch, 5 Landungen im Alleinflug haben alle gepasst. Am Ende habe ich meine Abschlusslandung gemacht und bin zum Hangar gerollt, da stand Peter schon mit der Schere in der Hand und hat meinen Kragen abgeschnitten, alter Fliegerbrauch.
Nun muss ich heute Abend nur noch mein Grinsen aus dem Gesicht bekommen, sonst wirds nix mit schlafen
Ein absolut super Tag, den man garantiert niemals vergisst!