habt ihr irgendwelche zielführenden Ratschläge was man bei PAXen gegen Übelkeit machen kann? Dieses Problem kannte ich bisher so noch nicht, ich klammere also meine bescheidenen Flugkünste als Problemquelle mal aus ;-)
Ich habe zum ersten mal den Fall das ein PAX unheimlich gerne mitfliegen möchte, aber schon nach gut 10 Minuten Flugzeit die Spucktüte in Position bringt um möglichen größeren Schaden vom Innenraum abzuhalten. Und das ganze bei jedem Flug auf′s neue, was bedauerlich ist.
Rahmenbedingungen: Abendliche Sommerflüge mit vorhandener aber überschaubarer Thermik. Die üblichen Tricks mit, nicht nach Unten sondern auf den Horizont schauen, haben nicht geholfen.
Vielleicht hat von euch ja jemand einen Mega-Tipp aus Omas-Nähkästchen :-)
meiner Freundin ist auch sofort schlecht geworden. Ihr hat dann aber eine deutliche Kurve bei Schloss Neu-Schwanstein den Rest gegeben. Sie hat sich dann die Reisetabletten von Ratiopharm gekauft. Die wirken Wunder. Selbst das übelste geholpere über den Alpen bei Zell am See konnten den Magen nicht aus der Ruhe bringen. Der Wirkstoff ist in den meisten Tabletten der selbe. Kann aber bei manchen Menschen ein bisschen Müde machen. Also einfach ausprobieren bei einem "Testflug". So haben wir das auch gemacht bevor wir das erste mal weiters weg geflogen sind.
mir fällt noch ein bei den höheren Temperaturen möglichst hochfliegen, so dass du über der Thermik fliegst. Desweiteren ist gerade bei der Wärme die Frischluftzufuhr nicht zu unterschätzen. Kaugummis kauen sollen auch sehr helfen und können den PAX ein wenig ablenken. Wenn ich mit Freunden oder Bekannten auf längerer Strecke fliege, wähle ich immer Wege aus, die möglichst im 10 Minuten Abstand einen Flugplatz überfliegen, damit man für den Fall der Fälle gewappnet ist.
Auch die Bitte an Mitreisende sofort bescheid zu geben, dass wenn sich etwas komisch anfühlt, so dass noch genug Zeit bleibt.
Fliegen bei gar keiner Thermik, abends die halbe Std vor Sunset. Achten das keine Quellwolken stehen. Im Zweifel selbst erst mal hoch und prüfen und Gast nach holen.
Wenn es nicht wackelt passiert auch nichts.
Dann häufig fliegen. Lieber nur 20 Minuten als gar nicht. Und nicht die volle Stunde.
Und nicht photographien lassen.
Vorher nicht darüber reden, sondern ablenken.
Im Flieger lasse ich vor dem Start die Checkliste vorlesen :)
Mein Lieblingspax hat da ganz ähnliche Probleme...
Vor dem Flug: Keine Kohlensäurehaltigen Getränke, oder Getränke, die in den Kreislauf eingreifen (Kaffee, schwarzer Tee) Eine leichte Mahlzeit (nicht vor Angst gar nichts Essen) Ggf. Medikamente, allerdings ist der Wirkstoff bei den üblichen Mitteln exakt derselbe, wie in leichten Schlaftabletten. Hilft effektiv, trübt das Vergnügen aber deutlich. Bei uns gibt es "Halbmond"-Tabletten, da die laktosefrei sind.
Während dem Flug: Oberste Regel: Während Kurven nicht den Kopf bewegen. Das ist so ungefähr das schlimmste, was man machen kann. Ablenken durch Steuern lassen (am besten auf bestimmt Landmarks zu ("Zu dem Schorstein da vorne")) oder Ausschau nach bestimmten anderen Flugzeugen halten lassen (nicht allgemeines scannen, sondern ein bestimmtes Ziel) Viel frische und kühle Luft Wenn möglich oberhalb von Inversionen fliegen; wenn das nicht geht, die üblichen Thermik-Hot-Spots weiträumig vermeiden (z.B um große Cu, Industriegebiete, Geländekanten, Kraftwerke,...) Geschwindigkeit reduzieren verringert die Turbulenzen (Richtwert: Unterhalb Va wird es deutlich besser) Dem Flieger Spiel geben und (soweit vorhanden) Autopilot aus. Andauernde kleine Korrekturen sind genauso schlimm, wie die Turbulenzen, die sie erforderlich machen. Meistens kündigen sich Übelkeitsattacken auch schon einige Minuten vorher durch Kribbeln in Armen oder Beinen an. Das gibt einem ein paar Minuten "Vorsprung".
Prinzipiell: Es gibt einen Gewöhnungseffekt, regelmäßige kurze Flüge sind eine sehr gute Idee Am ruhigsten ist die Luft morgens, wobei dann wieder abzuwägen ist, dass die Sicht dann meist nicht so toll ist und der schwache Horizont kontraproduktiv ist.
Momentan läuft auch noch der Versuch, das ganze mit Akupunktur in den Griff zu bekommen, allerdings kann ich über die Resultate da erst in ein paar Wochen berichten...
Dee Luftkrankheit ist genauso wie die Seekrankheit nichts anders als eine Reaktion des Gleichgewichtssinnes auf "ungewohnte" Bewegungen... Die Tipps von Flocki sind sehr gut. Einen bestimmten Punkt anpeilen beruhigt den Gleichgewichtsorgan. Ablenkung bzw. aktives "Mitfliegen" hilft auch. Das kann etwas einfaches sein wie z.B. Kontrolle der Motorüberwachung-Instrumente etc.
mal abgesehen davon, dass ich nicht weiß, was ein PAX ist..... Mir ist zuerst auch immer schlecht geworden, das hat sich aber mit der Zeit gegeben. Anscheinend kann man das Gleichgewichtssystem wohl trainieren... Wie oben schon gesagt worden ist: Erst einmal mit kurzen Flügen in Platznähe anfangen, dann wird das schon.... :-)
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