Hallo Zusammen.
Als Neuling, der noch zu Fuß geht, möchte ich mich kurz vorstelle. 51 Jahr jung, Architekt mit Leidenschaft, 3 erwachsene Jungs, halte mich mit joggen fit, fotografiere gerne und singe noch die Tenorstimme im Unichor Witten/Herdecke. Der Fliegervirus ist bei mir seit kurzer Zeit mal wieder mehr als heftig ausgebrochen (etliche Jahre konnte ich den Virus mit einem Flugsimulator beruhigen und es gab sogar etliche Jahre in denen ich „clean“ war). Aber nun bricht es wieder aus. Meine Überlegungen gehen in die Richtung den SPL-Flugschein zu machen. Dieses Forum ist eine wahre Quelle für Neulinge wie mich. An dieser Stelle schon einmal ein herzliches Danke schön an alle, die hier, wie auch immer, mitwirken und posten.
Zu der Ausbildung gibt es sicherlich noch etliche Fragen, aber 2 Punkte habe ich für mich noch nicht so richtig klar. Darum möchte ich einfach euch mal 2 Fragen stellen:
Zum einen:
Warum überhaupt fliegen? Warum fliegt ihr? Was hat euch bewegt diesen Schritt zu tun und in die Luft zu gehen?
Ist es, weil
- es einfach nur toll ist, sich die Welt von oben anzuschauen?
- es nicht jeder machen kann und somit ein klein wenig Prestige mitschwingt?
- es eine technische Herausforderung ist?
- man es sich selbst beweisen muss, dass man selbst gesteckte Ziel auch erreichen kann?
- es ein ähnliches Glücksgefühl von Freiheit und Ungezwungenheit bereitet wie z.B. beim Motorrad fahren, so nach dem Motto: Schön mal am Sonntag mitte Perle umme Möhne knallen?
- ich gerne auch in andere Länder fliegen möchte?
Da es mit Sicherheit in diesem Forum nicht einen gibt, der den Flieger aus beruflichen Gründen benötigt (außer natürlichen den Fluglehrer oder den einen oder anderen Landwirt, der zu seinen Viehherden fliegen muss, da sie soweit auseinander liegen), frage ich euch, warum ihr fliegt.
Zum anderen eine Frage, die mich beschäftigt, ist die, ob man es der Umwelt gegenüber verantworten kann, sich in einen Flieger zu setzen und durch die Lüfte zu gondeln? Wenn ich mit einem UL fliege, belaste ich die Umwelt. Würde ich unten bleiben und nicht die Stunde fliegen, hatte ich der Umwelt ca. 12-18l verbranntes Benzin erspart. Der Linienflieger nach Malle z.B. fliegt auch wenn die Kiste nur halb voll ist. Das kann ich jedenfalls nicht so nicht aktiv beeinflussen wie das selber fliegen. Wie weit darf das Ego gehen (frei nach dem Motto von Marcus aus den 80iger: „Mein Masserati fährt 210, schwupp die Polizei hat′s nicht gesehn, das macht Spaß, ich geb Gas, ich geb Gas …“) und wo fängt die Vernunft für den Erhalt unserer Umwelt an? Wie seht ihr das?
Viele Grüße