Als Erstes bedenkt bitte ich bin keine Fluglehrerin oder der gleichen sondern lediglich eine Pilotin und möchte nur dem Wunsch Einzelner entsprechen und versuchen – rein auf privater Ebene – die Meteorologie nach und nach – Stück für Stück – etwas „aufzubröseln“ um das Selbstbriefing zu vereinfachen und das Fliegen vielleicht ein wenig sicherer zu machen.
Wenn Ihr Fragen habt - raus damit - ich schau ob ich sie beantworten kann (Expertin bin ich ja auch nicht).
Lasst mir ein Like da wenn ich weiter machen soll - wenn kein Interesse besteht kann ich mir die Arbeit sparen ;-)
Part1 (die Sphären):
Um das Wetter zu verstehen und die Auswirkungen auf meine Flugplanung auch in Hinsicht auf die Leistungsfähigkeit meines Fluggerätes finde ich es wichtig als erstes einmal die Atmosphäre zu verstehen.
Hier gibt es einen Merksatz – Hand aufs Herz – wer hat diese schon mal gehört?
Totales Sauwetter mitten im Endanflug
Unsere Atmosphäre setzt sich zusammen aus der Troposphäre, Stratosphäre, Mesophäre, Ionosphäre und Exosphäre.
Die Anfangsbuchstaben sind hierzu als Merkhilfe im Merksatz integriert.
Aber jetzt mal die Sphären im Einzelnen:
Die Troposhäre:
In der Troposphäre findet unser Wettergeschehen statt. Der in der Atmosphäre vorkommende Wasserdampf befindet sich nahezu vollständig in der Troposphäre was das Wettergeschehen erklärt.
Bei der Berechnung der von ISA zugrunde gelegten Standartwerte handelt es sich um Mittelwerte da sie nicht „festgeschrieben“ sind.
Die Troposphäre endet bei einer Höhe von 11 Kilometern und einer Temperatur von -56,5 C. Je nach dem wo wir uns befinden, zu welcher Jahreszeit wir dort sind und welches Wetter wir gerade haben werden die tatsächlichen Werte davon abweichen.
Am Äquator zum Beispiel kann die Höhe locker 17 Kilometer betragen, bei den Polen aber auch unter 8 Kilometer rutschen….
Die Temperatur sinkt in der Troposphäre stetig mit der Höhe um etwa 2°C in 1000ft (etwa 300 Meter).
Da die Troposphäre nicht direkt in die nächste Phäre (Stratosphäre) übergeht gibt es einen Übergangsbereich – die Tropopause.
Die Luft selbst setzt sich zusammen aus einem sehr großen Anteil an Stickstoff (etwa 78%), Sauerstoff (etwa 21%) und diversen Edelgasen. Dazu kommt noch etwas Wasserdampf.
Die Stratospähre:
Sie ist die nächste Schicht nach der Troposphäre welche durch die Tropospause von dieser getrennt ist.
Die Temperatur über der Tropospause bleibt bis zu einer Höhe von etwa 20 Kilometern annähernd gleich. Dann kommt die Ozonschicht. Diese endet bei etwa 50 Kilometern Höhe. Bis hier hin steigt die Temperatur allmählich wieder an bis auf „erträgliche“ 0°C in etwa (erträglich gegenüber den oben bereits erwähnten -56,5 °C in der vorigen Schicht).
In der Stratosphäre kann es sehr windig sein.
Der Übergangsbereich zur nächsten Phäre nennt sich hier Stratopause.
Die Mesophäre:
In der Mesophäre wird es wieder kälter. Genau genommen ist es hier am Allerkältesten mit Temperaturen von -90°C und mehr (wird bei Raketenaufstiegen gemessen).
Sie endet bei etwa 80 Kilometern Höhe.
Die Ionosphäre (auch Thermospähre genannt):
Nach der Mesopause (Trennschicht zwischen Mesophäre und Ionosphäre) wird es wieder wärmer. Genau genommen sehr heiß. Etwa 1000°C (nein, nicht verschrieben) kann es hier geben.
Sie geht bis auf eine Höhe von etwa 500 Kilometern.
Die Exosphäre:
Sie schließt sich an die Ionospähre an und soll uns mal gar nicht mehr jucken – es sei denn wir sind mit einem Raumschiff unterwegs….