Einen gehörigen Respekt hatte ich anfangs schon vor dem Ungewohnten. Gleichzeitig ist es natürlich eine prima Übung und fördert Routine, Gefühl und Sicherheit. Mit zunehmender Wiederholung verliert sich die Scheu. Ist das gut?
Ein Erlebnis aus jüngster Zeit hat meinen Respekt vor der Übung wieder deutlich gesteigert. Bei einem vergeblichen Anlassversuch am Boden war plötzlich der Flieger komplett spannungsfrei. Die Ursachenforschung ergab einen winzigen Elekrolytaustritt aus dem vermutlich 8 Jahre alten Akku und in der Folge eine Anschlussfahne am Pluspol, die nur noch aus Grünspan bestand. Bei dem Anlassversuch hat sich das Pluskabel dann endgültig vom Akku gelöst.
Ob das zu sehen gewesen wäre? Vielleicht. Falls man auf die Idee kommt, genau dort mit einer gewissen Erwartungshaltung supersorgfältig hinzuschauen. Man sieht nur, was man weiß. Und den Flieger hatte ich erst sei zwei Tagen.
Also: unverhofft kommt oft und reichlich Luft unter der Fläche bei Übungen mit abgestelltem Motor bzw eine gelungene Landeeinteilung sind besser, als sich auf die Wiederstartfähigkeit zu verlassen.