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Hallo, weiss jemand, ob zum Beispiel "Bremen Information" zum mithören im Internet gestreamt wird oder sonstiger Deutscher Flugfunk? Bisher konnte ich nur englische "Sender" aus dem Ausland finden. Falls nein, wo bekomme ich günstig einen Scanner her um mithören zu können. Zweck: Hörverständnis verbessern. Bei Ebay sind die noch recht teuer. Danke & Gruß |
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Moin, dünnes Eis, mein Freund. Selbst mit Lizenz oder gar BZF darfst du wegen des deutschen Telekommunikationsgesetzes den Flugfunk nur hören, wenn du selber aktuell am Luftverkehr teilnimmst (Ausnahmen gibts ein paar, aber Hörverständnis trainieren ist kein ausreichender Grund). Deswegen existieren auch keine Streams. Schade eigentlich, aber es gibt auch gute Argumente dafür. Gibt dazu ein paar Freds hier im Forum, falls du Details benötigst, z.B. den hier. Gruß ColaBear |
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Hallo, unabhängig von der rechtlichen Situation ist der Empfang auch nur sinnvoll möglich, wenn man in der Nähe eines Verkehrsflughafens oder zumindest einer Bodenstation der DFS wohnt oder selbst einen hohen Standort hat. Eine Außenantenne für den Empfänger kann die Situation auch erheblich verbessern. Andernfalls hört man nur die Flugzeuge, nicht aber die Lotsen. "Hannover ATIS" wurde vor einigen Jahren mal kurzzeitig als Stream über Internet übertragen, ist inzwischen aber wieder eingestellt worden. MfG Helmut |
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Schade eigentlich, aber es gibt auch gute Argumente dafür.Welche guten Argumente für den deutschen Regulierungs- und Verbotswahn soll es denn geben? |
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Moin, für das Verbot, den Flugfunk mitzuschneiden, sprechen aus meiner Sicht vor allem Gründe des Persönlichkeitsschutzes. Mal ′n Beispiel. Wir kennen es doch alle, dass sich jemand am Funk total verhaspelt und wirres Zeug redet. Peinlich. Ist uns selber vielleicht auch schon passiert. Möchte man das dann auf ewig im Internet wiederfinden müssen? Andere Argumente drehen sich um potentielle Gefährdungen der Luftsicherheit, aber das brauchen wir hier nicht auszuwalzen. Gruß ColaBear |
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Herr-K schrieb:ATIS gibts immer noch per Telefon http://www.mfc-warburg.de/pdf_docs/TelefonischeATIS.pdf |
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ColaBear schrieb:Na tolle Argumente. Gut daß es in Amerika diese fragwürdige Art des Persönlichkeitsschutz und vor allem keine die potentiellen Gefährdungen der Luftsicherheit gibt. Da kann ich bei Live-ATC den Flugfunk mithören und -schneiden. Ich bin auch nicht ganz so eitel und würde meine Fehler auch gern hinterher noch einmal auswerten können. Ich denke dann würde mancher, der nicht viel funkt auch nicht so wirres Zeug reden, da er die Möglichkeit hätte öfter mitzuhören. Vielleicht sollte man in Deutschland öfter mal die Diskussionen mehr öffentlich auswalzen, dann gäbe es hier nicht so schwachsinnige Gesetze, wie z.B. das verfassungswidrige Luftsicherheitsgesetz. Hier fällt der Persönlichkeitsschutz (z.B. vor Behördenwillkür und -schnüffelei) gleich mal ganz weg. Viele Grüße Jens |
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Nochmal moin, hast ja nicht unrecht, aber das ist wirklich eine Frage des Standpunkts. Dass du standhaft genug bist, deine möglichen Fehler dir vorführen zu lassen, ehrt dich. Darf man das aber von jedem verlangen? Meine Meinung lautet: nein, das darf man nicht. Ich kann es nicht weniger pathetisch sagen: die Würde ist unantastbar. Der Vergleich mit amerikanischen Gepflogenheiten bringt uns nicht weiter. Zu unterschiedlich sind die Grundpositionen hinsichtlich des Verhältnisses von Staat und Bürger, bei Fragen des Persönlichkeitsschutzes und des Schutzes der inneren Sicherheit. Auf deutsch: die spinnen, die Amis. Außer bei LSA. :) Wie man schon an meiner ersten Antwort im Fred sieht, bin ich selber hin- und hergerissen. Dies ist kein einfaches Problem. Es geht um eine Güterabwägung. Schwierig. Unterm Strich bin ich für eine explzite Ausnahme für Flugschüler, Lizenz- und BZF-Inhaber: Zum Zweck der Verbesserung des Hörverstehens sollte das Mithören erlaubt sein. Können wir uns darauf einigen? Gruß ColaBear |
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Wobei ich finde, dass Flugfunk nichts anderes ist als ein öffentlicher Kanal (vergleichbar mit dem Internet). Auch Persönlichkeitsrechte werden (mal abgesehen vielleicht von Flugzeughaltern) nicht verletzt. Anhand von "Delta Mike Zulu Yankee Zulu" kann man jedenfalls nicht trivial auf den Teilnehmer schließen. Flugfunk müsste genauso wie ein Blinker beim Auto behandelt werden, denn es handelt sich meiner Meinung nach um ein öffentliches "One-to-many"-Medium, dass gerade auch an unbekannte Empfänger gerichtet ist. Nach gleicher Logik dürfte man auch den Verkehrsfunk nur abhören, wenn man im Auto sitzt... |
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Colabear: "...die Würde ist unantastbar..." Solange es "DSDS" mit Bohlen und Kollegen im Fernsehen gibt, ist logischerweise der Schutz der Würde ohnehin ausgehebelt. |
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